Der Zoll hat im vergangenen Jahr auf dem Flughafen Lüttich mehr als 25.000 gefälschte Waren beschlagnahmt. Allerdings werden nur 0,006 Prozent aller Güter tatsächlich kontrolliert. Das sei nicht ausreichend, aber mehr könne man nicht leisten, sagte Kristian Vanderwaeren, der Generaldirektor der Zollbehörden.
"Bei 30 Prozent der von uns durchgeführten Kontrollen stellen wir durchschnittlich Probleme und beispielsweise Fälschungen fest. Wenn man sich das ansieht, stellt man fest, dass diese Fälle explodiert sind", sagte Vanderwaeren.
Man bemerke, dass die Zahl der Pakete abnimmt, dafür aber die Anzahl der Waren pro Paket steigt. Das erschwere die Arbeit, weil dann die Pakete geöffnet werden müssen, um die angegebenen Waren zu kontrollieren.
Der Flughafen Lüttich ist der größte Frachtflughafen des Landes und hat auch für die Europäische Union insgesamt große Bedeutung: 20 Prozent der Waren, die per Internet außerhalb der EU gekauft wurden, kommen in Lüttich an. Viele der Pakete stammen aus China.
Bei der Einführung solcher Waren ist jeweils eine Zollanmeldung notwendig. Stecken in einem Paket mehrere Waren, braucht es entsprechend für jede eine eigene Zollanmeldung. Im vergangenen Jahr hat der Zoll 1,3 Milliarden dieser Dokumente bearbeitet. 2023 waren es noch weniger als 400 Millionen.
belga/vrt/moko