Der deutschsprachige Regionalabgeordnete im Wallonischen Parlament, Patrick Spies (PS), fordert eine Reform der Jagdausbildung. Im Ausschuss für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Jagd hat er die zuständige Ministerin Anne-Catherine Dalcq (MR) aufgefordert, den allgemeinen Prozess zum Erlangen eines Jagdscheins zu überarbeiten.
Um zur Jagdprüfung zugelassen zu werden, müsse es verpflichtende Vorbereitungskurse mit Praxiseinlagen geben, fordert Spies. In Luxemburg und Deutschland seien diese Kurse bereits jetzt schon verpflichtend. Besonders der sichere Umgang mit der Waffe müsse in einem praktischen Unterricht vermittelt werden.
Hintergrund der Intervention ist, dass sich seit 2024 wallonieweit immer mehr Menschen für die Jagdscheinprüfung anmelden. Bislang waren es jährlich zwischen 600 und 800 Personen. 2024 waren es 1.029, in diesem Jahr gibt es bereits 1428 Kandidaten. Insgesamt haben in der Wallonie 20.148 Menschen einen gültigen Jagdschein. 1993 gab es 16.167 Jäger.
mitt/dop