Kurz vor der Eröffnung blickt Eigentümer Philippe Thomas zufrieden auf die anstrengende Zeit des Umbaus zurück. "Es war sehr viel Arbeit und jeder Unternehmer, mit dem ich gearbeitet habe, hat es auch irgendwie unterschätzt. Ich bin froh, wenn es jetzt vorbei ist und gleichzeitig sind wir aber auch alle froh, dass wir jetzt bald die Türen öffnen und zeigen können, was wir kreiert und gebaut haben und wo unsere gesamte Energie hineingeflossen ist. Es ist viel schöner geworden, als ich dachte. Man hat ja immer eine Idee im Kopf und dann sieht man das fertige Resultat."
"Wenn ich das Projekt nochmal angehen würde, dann würde ich es aber auch ein bisschen anders machen. Ich habe zum Beispiel in der Zeit viele Bauunternehmer kennengelernt. Viele, die sehr gute Arbeit gemacht haben und andere, bei denen das nicht so war. Da weiß ich dann auch schon beim nächsten Mal, mit wem ich zusammenarbeiten würde und mit wem nicht."
Das Restaurant an der Spitze des Turms steht nicht nur den Übernachtungsgästen zur Verfügung - auch externe Besuchern können auf 22 Metern Höhe und Panoramablick essen. Vor kurzem hat es dort oben auch schon ein sehr erfolgreiches Probeessen gegeben.
"Da waren die Leute wirklich beeindruckt", erklärt Philippe Thomas. "Sie hatten den Eindruck, als wären sie in New York oder Paris, aber wir sind in Elsenborn. Das fand ich sehr schön. Ich bin sehr viel rumgekommen auf der Welt und hab mir überall Inspiration geholt und hab das alles hier hineinfließen lassen."
Philippe Thomas ist sich sicher – der Tourismus in der Gegend wird durch die Neugestaltung des Wasserturms noch einmal ordentlich angekurbelt werden.
"Das hier ist für Ostbelgien ein Vorzeigeobjekt. Sowas wie hier findet man nirgendwo und der Tourismus wird auf jeden Fall kommen. Ich habe jetzt schon Anfragen. Ich kann zwar noch nicht genau sagen, wann ich eröffne, es wird in den nächsten Wochen sein, aber ich hab schon eine Liste von Leuten, die hier schlafen oder essen wollen."
Sorgen darum, dass der große Andrang für Verkehrschaos in der kleinen Straße zum Turm führt, macht der Eigentümer sich aber nicht.
"Wir haben eigene Parkplätze in Richtung der Kirche, das heißt, dass die Gäste dort parken werden. Das wird auch vorher kommuniziert. Wenn Gäste buchen, dann bekommen sie eine Beschreibung wo sie parken können. Die paar Meter, die es dann noch bis zum Turm sind, kann man zu Fuß gehen und dabei dann auch die frische Luft noch genießen."
Ob als Übernachtungsgast oder Restaurantbesucher – bald kann sich Ostbelgien sich also selbst ein Bild von der Neugestaltung des ehemaligen Wasserturms machen.
Lindsay Ahn





