Eine alte Tradition, von der Bäckermeister Geoffrey Gilon in Malmedy gar nicht so genau weiß, wo sie herkommt. "Ich bin jetzt seit 23 Jahren Bäcker hier in Malmedy, mir ist immer von der Tradition erzählt worden und ich habe sie dann auch fortgeführt", erzählt er.
An den vier Fettdonnerstagen vor Karneval werden in Malmedy "gaufres molles" gegessen. Das sind Waffeln, die außen knusprig und innen locker sind - ähnlich wie die Brüsseler Waffeln.
Für Geoffrey Gilon waren das anstrengende Donnerstage in den letzten Wochen: Rund 2.000 Waffeln verlassen seinen Laden an einem solchen Donnerstag. Das Tagesgeschäft läuft derweil weiter. Morgens früh wird das Brot gebacken und danach stehen nur noch Waffeln auf dem Programm. Bis circa 15 oder 16 Uhr, dann erst ist Feierabend. Zusammen mit zwei Kollegen backt er die Waffeln in der engen Backstube. Da sind die Rollen ganz klar verteilt. "Das muss organisiert sein", sagt er. Eine Person ist damit beschäftigt, den Teig anzurühren und die anderen beiden befüllen die Waffeleisen.
An diesen Donnerstagen gibt es in der Bäckerei keine anderen Patisserie-Produkte - sondern nur Waffeln. Die Basis für die Waffeln ist klassisch: Mehl, Milch, Eier und Butter. Dann habe natürlich jede Bäckerei noch ihr eigenes Geheimrezept, sagt Bäcker Geoffrey Gilon. "Die geheime Zutat macht den Unterschied und hängt dann auch vom Geschmack der Kunden ab."
Ein Tipp aus der Bäckerei Gilon: Die frische Waffel immer mit Puderzucker und Schlagsahne genießen.
Lena Orban



