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  • 80 Jahre BRF
-

Keine Entschärfung im Streit um die TEC

02.02.202610:2902.02.2026 - 17:29
  • Hennegau
  • Lüttich
  • TEC
Busse in einem Depot der TEC
Illustrationsbild: Virginie Lefour/Belga

Für die Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs bleibt die Lage schwierig: Der Streik bei der TEC geht weiter - die Gewerkschaften wollen ihre Aktionen bis Donnerstag fortsetzen. Eine Einigung ist nicht in Sicht. Am vergangenen Freitag kam es zudem zu Ausschreitungen, bei denen Randalierer Sachschaden in der TEC-Zentrale in Namur verursachten.

Der Marketingdirektor der TEC, Stéphane Thiery, sprach am Montag von "zwei roten Linien", die überschritten worden seien - durch das Blockieren von Verwaltungsmitarbeitern und durch die Randale am Freitag. Deshalb habe das Unternehmen Anzeige erstattet.

Thiery betonte, die TEC hoffe, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Zudem äußerte er kein Verständnis für die gewerkschaftlichen Aktionen. Ende Januar habe man gemeinsam mit den Gewerkschaften ein Arbeitsschema für die kommenden Versammlungen festgelegt.

Laut Thiery befindet sich das Unternehmen in einer Transformationsphase, die von der wallonischen Regierung in Auftrag gegeben wurde. Ziel sei es, das Angebot an die heutigen Bedürfnisse der Fahrgäste anzupassen - diese seien nicht mehr dieselben wie vor 30 oder 40 Jahren. Ähnliche Entwicklungen gebe es auch im Ausland.

Auf Gewerkschaftsseite ist derzeit keine Entspannung in Sicht. Von der Christlichen Gewerkschaft gibt es bislang keine Hinweise auf ein Ende des Streiks. Auch die Sozialistische Gewerkschaft zeigt sich unnachgiebig.

Die regionsübergreifende Sekretärin der FGTB Laurie Van Isacker erklärte am Montag: "Das heißt, unser Sektor wird sein Streikrecht voll ausschöpfen und bis Donnerstag einschließlich den Streik weiterführen und die Arbeit niederlegen". Van Isacker betonte, es gehe nicht um kleine Anpassungen, sondern um grundlegende Sparmaßnahmen, gegen die man sich wende - etwa die Abschaffung des TEC-Sozialfonds, in den die Beschäftigten über Jahre eingezahlt hätten.

Weiterhin massive Beeinträchtigungen in Provinz Lüttich

Besonders stark betroffen vom Streik bei der TEC ist die Provinz Lüttich. Um 6 Uhr waren 113 Linien außer Betrieb, darunter auch die Lütticher Tram.

In Ostbelgien läuft der Verkehr dank privater Busunternehmen teilweise weiter. Wie ein Mitarbeiter des Busunternehmens Keolis mitteilte, fahren die Vennbusse E23 und 394 nur bis zum Eupener Bahnhof, aber nicht zum Bushof. Das Gleiche gilt für die Linie 396, die nur bis zur Schnelle Windgasse fährt. Die Linie 710 endet an der Herbesthalerstraße Höhe Carrefour. Mit der Gewerkschaft habe man sich darauf geeinigt, dass das Robert-Schuman-Institut zu Schulschluss auch bedient werden kann, so der Keolis-Mitarbeiter.

Stéphane Thiery empfiehlt Fahrgästen, sich vor jeder Fahrt über die TEC-Webseite oder App der TEC über Ausfälle zu informieren. Er bedauerte die Unannehmlichkeiten für die Kunden und schloss nicht aus, dass man im Konfliktfall Busdepots per Gerichtsvollzieher öffnen lassen könne, damit arbeitswillige Mitarbeiter ihren Dienst antreten können.

rtbf/belga/mz/sh

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