Die Zuschuss-Deckelung der Deutschsprachigen Gemeinschaft gilt nicht nur für das Sport- und Ferienlager in Eupen, sondern für die ganze DG. Das sagte Sportminister Gregor Freches (PFF) am Montag im PDG auf eine dringende mündliche Frage des Ecolo-Abgeordneten Andreas Jerusalem.
Die Deckelung liege für alle Sport- und Ferienlager bei 18.000 Euro. Freches rechtfertigte das mit den Teilnehmerzahlen der letzten Jahre, wo es in Eupen lediglich im Jahr 2024 einen Ausreißer mit mehr als 200 Teilnehmern gegeben habe.
Insgesamt hätten im laufenden Jahr mehr als 1.600 Kinder an Sport- und Ferienlagern in Ostbelgien teilgenommen. Die DG habe 44.000 Euro an Zuschüssen ausgezahlt.
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Klar gilt die Deckelung für alle Sportlager, aber es gibt nur eins, das auch nur ansatzweise an den Deckelungsbetrag heranreicht: das in Eupen. Der Grund dafür ist die deutlich höhere Dauer des Lagers in Eupens. Dadurch wird die Deckelung bis auf Weiteres auch nur ein Lager betreffen, und zwar das in Eupen. Aus diesem Grund kann ich die Wahrnehmung der Stadtverantwortlichen gut nachvollziehen und bin der Meinung, dass man darauf hätte verzichten sollen. Sollten die Teilnehmerzahlen in Eupen nämlich wieder das Niveau des Rekordjahres 2024 erreichen, würde die DG einige tausend Euro sparen - dem Sportbund würden diese aber wiederum fehlen. Das Geld müsste dann z. B. über Teilnahmegebühren reingeholt werden.
Klar, kein Mechanismus ist perfekt, aber die Einführung dieser Deckelung, damit die DG im Falle eines erneuten Erfolgs des Lagers in Eupen einige tausend Euro einsparen kann, ist aus meiner Sicht schwer nachvollziehbar. Sport ist schließlich gelebte Prävention.