Kelmis: Hilfeleistungszone übernimmt die 112-Notdienste – Krankenfahrdienste ungewiss

Die Ankündigung, dass das Rote Kreuz die 112-Notdienste und die Krankenfahrdienste nicht mehr übernehmen wird, hat für einige Verunsicherung gesorgt. Zumindest für den 112-Notdienst gibt es jetzt Entwarnung.

Illustrationsbild: Feuerwehr Rettungsdienst

Illustrationsbild: BRF

„Die Ambulanz bleibt da! Was wir vorher hatten, ist eine Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz. Aber das ist für uns jetzt teurer geworden, als wenn wir es selbst übernehmen. So übernehmen wir ab dem 1. Januar die Konvention vom Roten Kreuz“.

Eine klare Ansage von Francis Cloth von der Hilfeleistungszone der DG. Diese wird also die Notfalldienste weiter gewährleisten. Das Rote Kreuz hatte dort Abhilfe geschaffen, wo die Hilfeleistungszone Schwierigkeiten hatte, den Dienst zu gewährleisten. Jetzt stellt sich aber die Zone neu auf. „Wir sind seit vorherigem Jahr zusammen mit dem Roten Kreuz dabei, uns zu überlegen, wie wir das machen. Wir stellen jetzt für Kelmis, Eupen und St. Vith zwölf hauptamtliche Feuerwehr-/Rettungssanitäter ein. Die werden tagsüber den 112-Dienst stemmen und garantieren. Abends machen wir das weiterhin mit Freiwilligen.“

Dieser Dienst ist also gewährleistet. Anders sieht es da mit dem Krankenfahrdienst aus. Ohne den 112-Dienst kann das Rote Kreuz diesen nicht wie gehabt anbieten. Der nächstgelegene private Anbieter sitzt in Soumagne. Die Fahrten in der DG werden dementsprechend teuer. Also müssen Lösungen her.

Erschwerend ist es für Kelmis und seinen Bürgermeister Luc Frank. „Dass das Rote Kreuz, ohne mit uns Rücksprache zu halten, den Dienst einstellt. Da waren acht Leute beschäftigt, denen ist allen gekündigt worden. Die Krankentransporte werden noch bis nächstes Jahr Juni teilweise gewährleistet werden können. Aber danach stehen wir natürlich vor einer Herausforderung.“

Betroffen sind neben Kelmis auch weitere Gemeinden, sowohl im Norden der DG als auch im umliegenden französischsprachigen Gebiet. Was also tun? „Ich würde sagen, im Moment gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine Option ist, wir machen nichts. Das ist für mich persönlich aber keine Option. Die andere Option ist es, das Gespräch mit dem privaten Anbieter abzuwarten. Unter welchen Bedingungen kann er sich etwas vorstellen? Was braucht er an Infrastruktur? Hätten wir die und könnten wir sie ihm zur Verfügung stellen? Die andere Option wäre eine Lösung gemeinsam mit unseren Partnern, den Altenpflegeheimen. Die haben auch Fahrzeuge. Die sind allerdings nicht so professionell ausgerüstet wie die, die das Rote Kreuz hat“, so Luc Frank weiter.

Bleibt also noch die Option, weiter eine Lösung gemeinsam mit dem Roten Kreuz zu finden.

Christoph Heeren

Ein Kommentar
  1. Frank Mandel

    Ein Drama in Bänden geschrieben.
    Auf Kosten der Bürger.
    Ein Roman liest sich leichter.
    Das zieht sich hin ohne Ende.
    In Eupen können keine Kinder zur Welt gebracht werden und Kranke nicht abgeholt werden.
    Tolle Stadt!
    Anstatt.