Paasch: Ernennungsstopp bringt vier Millionen Euro an Einsparungen

Mit dem von der DG angekündigten Ernennungsstopp werden jährlich vier Millionen Euro eingespart. Das erklärte Ministerpräsident Oliver Paasch im Gespräch mit dem BRF.

Oliver Paasch bei der PDG-Sitzung am 1.3.2021 (Bild: PDG/CK)

Archivbild: PDG/CK

Hätte die DG nicht eingegriffen, wären die Personalkosten des Ministeriums im kommenden Jahr im Vergleich zum letzten Jahr um sieben Millionen Euro jährlich wiederkehrend gestiegen, so der Minister.

In der Frage, weshalb die Gehälter der Führungskräfte anstiegen, während in der Verwaltung gespart werden müsse, verwies Paasch darauf, dass dort Einsparungen erzielt werden durch die Reduzierung der Stellen.

„Wir haben für die Stärkung der Führungsstruktur auf der einen Seite, wenn man das jetzt auf mehrere Jahre rechnet, Mehrausgaben von 400.000 Euro zu verkraften, die wir aber auf der anderen Seite auch auf Ebene derselben Führungsstruktur unmittelbar wieder einsparen, weil wir die Anzahl der Führungskräfte reduzieren.“

Hinzu komme, dass durch den Einstellungsstopp und den Verbeamtungsstopp in den paragemeinschaftlichen Einrichtungen, etwa im Arbeitsamt oder auch in der Dienststelle, Sparmöglichkeiten entstünden. So würden vier Millionen Euro an Mehrkosten unmittelbar eingespart.

cd/sh

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3 Kommentare
  1. Uwe Chemnitz

    4 Millionen…also ehrlich…da hauts mir mal wieder den Deckel weg…
    Ich vermute mal, das es um die Nicht mehr Verbeamtung geht.
    Und dann geht einem wahrlich ein Licht auf….
    Man sollte das DENEN geben, die alten Menschen den Rest ihres Lebens etwas schöner machen…denn sie sind bei weitem nicht gut bezahlt.

    Dafür müssen dann verschiedene Krisen kommen, bevor man einsieht, das man
    SPAREN MUSS/MÜSSTE……

  2. Dieter Leonard

    Wenn es einen politischen Offenbarungseid über die Fehlentwicklung der eigenen Politik gibt, dann hat Ministerpräsident Paasch ihn hiermit geliefert.

    Wenn die mit der stetigen Erweiterung der Autonomie verbundenen administrativen Aufgaben auch mit substantiell weniger MitarbeiternInnen zu bewerkstelligen sind – ein anderer Schluss lässt sich wohl kaum ziehen – gibt Paasch all denen Recht, die seit Jahren ein „Aufblähen“ des Verwaltungsapparates kritisiert haben.

    Offensichtlich waren die Verteidigungs- und Rechtfertigungsargumente wenig belastbar.

    Dies wirft ein fades Licht auf die Regierungspolitik und den zügellosen Ausbau der Autonomie der DG, pardon „Ostbelgiens“ natürlich.

    (Wäre auch interessant einmal zu erfahren, welche Material- und Personalkosten diese völlig aus dem Ruder gelaufene Standortmarketingkampagne in den letzten Jahren verschlungen hat.)

  3. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Ich bin schon erstaunt.Unser MP hat die Flucht nach vorne angetreten.Er will Vivant zuvor kommen.Die nächsten Wahlen stehen vor der Tür.

    Faktisch war die Verwaltung also aufgebläht. Das erinnert doch sehr an Griechenland….

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