Weltfahrradtag: „Fahrradklatschen“ in Eupen und Kettenis

In Eupen und Kettenis werden Schulkinder und Lehrer, die mit dem Fahrrad zur Schule kommen, am Freitag mit Applaus begrüßt. Damit sollen sie dafür belohnt werden, dass sie das umweltfreundlichste Verkehrsmittel gewählt und einen Beitrag zum Klimaschutz geleistet haben. Die Aktion findet etwa zeitgleich an hundert Orten landesweit statt.

Radweg (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Z Jan)

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / Z Jan

Warum sollte man nicht öfter auch diejenigen erwähnen, die es richtig machen und nicht immer auf das Auto zurückgreifen? Die Kinder und Lehrer zum Beispiel, die jeden Tag mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Um sie dafür zu loben, findet am Freitag in Eupen die Aktion „Fahrradklatschen“ statt.

Anlass ist der Weltfahrradtag. An der Initiative beteiligt sich die Aktionsgruppe Gracq-Radschlag. Treffpunkt ist zwischen 7:30 und 8:30 Uhr die Grundschule der PDS Eupen sowie um 8:15 Uhr an der Grundschule Kettenis. „Wir werden an den Schulen stehen und applaudieren. Die Schüler, Lehrerpersonen und Eltern, die mit dem Fahrrad ankommen, bekommen außerdem eine kleine Belohnung. Damit wollen wir uns dafür bedanken, dass sie mit einem umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel unterwegs sind“, sagt Arnold François von „Radschlag“. Ziel sei es, das Radfahren zu unterstützen und zu promoten.

Das Fahrradklatschen („Clap au vélo“) findet landesweit statt. Aus Flandern ist der Fietsersbond beteiligt, in der Wallonie die Gruppe Gracq. An insgesamt 100 Orten wird Freitagfrüh für Radfahrer geklatscht. Dabei geht es aber um mehr, nämlich um Nachhaltigkeit. „Es geht darum zu zeigen, dass man sich auch in Eupen mit dem Fahrrad gut bewegen kann“, so François. „In der Pandemie sind sich viele Leute bewusst geworden, dass sie mit dem Rad eigentlich schneller sind und dass sie außerdem noch etwas für ihre Gesundheit tun.“

Die Aktion „Fahrradklatschen“ ist für „Radschlag“ auch eine Möglichkeit, die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich zu ziehen, um von ihnen eine ehrgeizige Vision für die Mobilität zu erhalten. Denn es sei wie mit dem Huhn und dem Ei, sagt Arnold François. „Viele fahren kein Rad, weil die Infrastruktur fehlt. Die Städte aber sagen „Wenn keiner fährt, brauchen wir keine Infrastruktur“. Wir haben aber festgestellt, dass, wenn die Infrastruktur besser ist, mehr Fahrrad gefahren wird.“ Der Ausbau von Fahrradwegen sei der erste wichtige Schritt, so François.

Judith Peters