Wegen Hundehaufens: Gemeinde Hellenthal stellt Pflege öffentlicher Grünflächen ein

In der deutschen Grenzgemeinde Hellenthal hat Bürgermeister Rudolf Westerburg die Pflegearbeiten an öffentlichen Grünflächen und Beeten einstellen lassen.

In der deutschen Grenzgemeinde Hellenthal hat Bürgermeister Rudolf Westerburg die Pflegearbeiten an öffentlichen Grünflächen und Beeten einstellen lassen (Bild: Gemeinde Hellenthal)

In der deutschen Grenzgemeinde Hellenthal hat Bürgermeister Rudolf Westerburg die Pflegearbeiten an öffentlichen Grünflächen und Beeten einstellen lassen (Bild: Gemeinde Hellenthal)

Anlass sind die vielen Hundehaufen. Der Hellenthaler Bürgermeister will den Mitarbeitern des Bauhofes nicht mehr zumuten, bei der Pflege der Anlagen damit konfrontiert zu werden.

Die Maßnahme gilt vorläufig bis Ende Juni. Westerburg will uneinsichtige Hundehalter dazu bringen, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner ordnungsgemäß zu entsorgen. Bei Verstößen drohen übrigens Bußgelder von 100 Euro.

mitt/sp

11 Kommentare
  1. Ralf Zilles

    Am kreativsten sind ja die Hundehalter, die den Hundekot in die Tütchen füllen und diese dann irgendwo hinlegen…

  2. Maria Sitza

    Obwohl ich Hundehalterin bin, verstehe ich Herrn Bürgermeister voll und ganz. Ich selbst entsorge stets die Hinterlassenschaften meiner kl. Hündin – selbst auf Waldwegen. Ich möchte ja auch nicht, dass fremde Hunde etwas auf mein Grundstück hinterlassen. Weiß jedoch einige Personen, die vorbeischauen können.

  3. Yves Tychon

    Einerseits ist es natürlich eine Sauerei seitens der Hundehalter, andererseits kann man sich schon fragen, ob es kommunalen Arbeitnehmern wirklich nicht zuzumuten ist, die Häufchen zu entfernen. Eine schöne Visitenkarte für die Gemeinde sind solche Grünanlagen nicht.

    Wie wäre es eigentlich, wenn im Hellenthaler Rathaus jemand die Toilette in einem « unsauberen » Zustand verlassen würde? Hätte der Bürgermeister da auch Mitleid mit der Reinigungskraft?

  4. Brunhild Perkampus

    Ein nettes Hallo , wir leben zwar nicht in Hellenthal sondern in Schleiden aber ich verstehe den Frust. Wir sind selber Hundehalter, haben immer Kotbeutel für die Hinterlassenschaften unserer Hunde mit. Erst einmal gefühlt stellst sich die Frage: wohin damit. ?
    Es gibt keine Mülltonne oder der gleichen wo man die Beutel artgerecht entsorgen kann. Eventuell sollten sich die Gemeinden mal darüber gedanken machen.
    Gruß Brunhild

  5. Patrick Kockartz

    Da gibt es bessere Methoden:

    1. Die Hundesteuer zweckgebunden benutzen
    2. Mülleimer aufstellen
    3. Kontrollieren an den bekannten Stellen
    4…. Gibt sicher noch einiges mehr…

  6. Angelika Mönch

    Bin selbst Hundebesitzer in Morsbach. Für uns gar keine Frage, die Hinterlassenschaft meines Hundes mitzunehmen. Unser Gartenzaun grenzt direkt an einem Spazierweg. Hier mähen wir eine Gehwegbreite die Wiese, damit alle besser und sicherer laufen können. Leider ist es vorher unabdingbar, die Hundehaufen anderer Hundehalter zu entfernen. Einige sind so gnädig und gehen noch an unserem Gartenhaus vorbei, lösen die Leinen und ab geht es. Natürlich lassen die meisten alles einfach liegen. Einfach unzumutbar für uns beim mähen und für die anderen Spaziergänger. Wir können nur unseren Unmut äußern, zumal die Wiesen von den Landwirten genutzt werden. Wirklich sehr schade, dass nichts dagegen getan wird.

  7. Waldemar Grau

    Richtig so. Die Katzen der Nachbarschaft machen immer auf meinen englischen Rasen. Ab sofort habe ich daher das Rasenmähen eingestellt.

  8. Sven Schmitz

    Klar sollte jeder Hundehalter die Haufen wegmachen, aber die Arbeit Rundweg ist nun auch keine Lösung. Hauptsache die Hundesteuer ist schön hoch, der „Service“ dafür aber nicht vorhanden. Warum stehen denn kaum Beutelspender und Mülleimer im Gemeindegebiet? Wenn ich auf einem Rundweg kilometerweit keine Mülleimer sehe, wundert es mich nicht, dass der eine oder andere die Häufchen nicht wegmacht. Die üppige Hundesteuer wandert schön in die Gemeindekasse, für Hundehalter wird jedoch nichts geboten. Pferde- und Katzenhalter werden aber selbstverständlich nicht mit Steuern behelligt, obwohl deren Haustiere mehr als genug hinterlassen. Und was ist dem Bauhof überbaupt zuzumuten? Arbeiten sieht man die ja selten und seit man die Arbeit der Flüchtlinge eingestellt hat, sehen die Friedhöfe und Grundflächem die meiste Zeit auch wieder aus wie Sau. Da wird echt an den falschen Stellen gespart.

  9. Maria van Straelen

    Wer unterwegs Müll produziert – egal welcher Art – sollte diesen mit nach Hause nehmen und dort entsorgen.
    Wie sieht eine Stadt aus, die voller Dispenser und verschiedener Mülleimer ist ? Dann wird wieder alles mögliche eingeworfen. Wir Bürger sind nur zu faul und gewohnt, andere für uns aufräumen zu lassen. Keine gute Idee für unsere eigenen Städte.
    Schon mal überlegt, dass dann ein Fahrzeug regelmäßig durch die Straßen fahren muss, um all die Mülleimer zu leeren ? Was man tragen konnte, als es noch nützlich war, kann man auch tragen, um es zu Hause zu entleeren.
    Ein weiteres SEHR GROSSES Problem sind auch die ständigen Zigarettenkippen überall in der Stadt, oft zwischen den Ritzen der Pflastersteine. Wer eine Packung Zigaretten tragen kann, sollte auch ein Behältnis mit leeren Kippen tragen können.

  10. Hendrik Baacke

    Ich finde es immer wieder erfrischend, dass sich die „Üblichen Verdächtigen“ an Nebenschauplätzen wie diesen abarbeiten.
    Bei wirklichen Problemen, wie die Verteuerung im Energiesektor, bei Lebensmitteln etc., ist es bedeutend ruhiger.
    Da sind die „Revoluzzer“ bedeutend schweigsamer.

  11. Yves Tychon

    Werter Hendrik Baacke,

    es könnte daran liegen, dass die sich hier „abarbeitenden“ Kommentatoren grössere Chancen darin sehen, die Hellenthaler Hundebesitzer und die Kommunalverwaltung zu beeinflussen als ihr Glück bei den Despoten in Politik, Wirtschaft und Energieversorgung zu versuchen…