DG-Regierung plant Aufwertung dualer Diplome im öffentlichen Dienst

Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft plant eine Aufwertung der handwerklichen Abschlüsse für den öffentlichen Dienst.

Regierung der DG in Eupen (Archivbild: Thierry Roge/Belga)

Archivbild: Thierry Roge/Belga

In Zukunft sollen die dualen Diplome eigenständig als Zugangsbedingung zu einer Stelle anerkannt und die Kopplung an ein schulisches Diplom aufgehoben werden.

Gesellenbriefe werden also mit einem Abitur gleichgestellt und Meisterbriefe mit einem Hochschulabschluss – damit steigen Gesellen und Meister jeweils eine Gehaltsstufe auf, unabhängig davon, ob sie ein schulisches Diplom haben oder nicht. Das hat DG-Ministerpräsident Oliver Paasch vorhin in einer Ausschusssitzung als Antwort auf eine Frage des ProDG-Abgeordneten Freddy Cremer bekannt gegeben.

Die bisherige Praxis der Einstufung sei nicht mehr zeitgemäß. Sie trage dem erworbenen Wissen und den erlernten Fertigkeiten in der dualen Ausbildung nicht Rechnung. Technische Ausbildungen sollten nicht als zweite Wahl oder gar als Notlösung gelten.

Letztlich dürfe man nicht nur über Fachkräftemangel reden, sondern müsse Worten auch Taten folgen lassen, so Paasch, der darauf hinwies, dass es eine solche Regelung in Belgien bislang noch nicht gebe.

Er hat die Verwaltung mit der Ausarbeitung einer entsprechenden Regelung beauftragt, die noch vor der Sommerpause mit den Sozialpartnern konzertiert werden soll.

mitt/fk