19 Kommentare

  1. Bürgerdialog ist gut gemeint.
    Direkte Demokratie nach Schweizer Modell ist besser.

  2. Im Bürgerdialog müssen sich die Personen erstens in das Thema einarbeiten, diskutieren und SELBST Vorschläge machen und diese auch gut formulieren. Sie kommen über einen längeren Zeitraum zusammen, um ein Resultat vorzulegen.
    Die Schweizer hingegen werden alle Nase lang gebeten nur kurz Ja oder Nein zu sagen, nachdem sie durchaus oft demagogisch beeinflusst wurden (siehe Brexit, auch ein Volksentscheid)

  3. Frau van Straelen: die demagogische Beeinflussung, von welcher Seite auch immer, regierungstreu oder nicht, wird es bei jedem Gremium, bei jeder Abstimmung geben. Das gehört zum demokratischen Prozess mit dazu.

    Nur "Verstandes- Entscheidungen" als wertvoll gelten zu lassen ist unmenschlich. Wir sind keine Computer oder Mr. Spock. Eine emotionalle Komponente wirkt auch bei der Beurteilung und Entscheidungsfindung mit- das ist dem Menschen so eigen.

  4. Herr Schallenberg, natürlich haben Sie recht. Aber bei einer Volksabstimmung gibt es keine Nuancen. Wie oft können Sie irgendeine Frage nur mit Ja oder nein beantworten. Meistens sagt man dann "aber dann nicht" oder "doch". In der allgemeinen Politik sind Fragen UND Antworten länger und vielseitiger, bei aller Beeinflussbarkeit.

  5. Werte Frau van Straelen.

    Der Bürgerdialog ist ein beratendes Gremium wie der RdJ und andere.Am meisten stört mich, dass die Mitglieder des Bürgerdialogs durch eine Art Lotterie ermittelt werden, also durch Zufall.Dieses Zufallsprinzip widerspricht meinem Verständnis von Logik und Vernunft. Erinnert mich an die Gottesurteile des Mittelalters, als man die Entscheidung über Schuld oder Unschuld einer "Höheren Macht" überließ.

    Stimmt. Bei einer Volksabstimmung hat man nur die Wahl zwischen Ja und nein bzw mehreren Möglichkeiten. Nur dort kann der Bürger richtig mitentscheiden und nicht nur beratend mitwirken.

  6. Ich gehe mal davon aus, Herr Scholzen, dass die Personen des "Bürgerdialogs" weitaus bessere Demokraten und politisch interessierte sind, als die Ja- bzw Nein-nicker in der Schweiz. Sie verwechseln hier BEstimmen mit ZUstimmen. Der Inhalt und die Richtung werden AUSSCHLIESSLICH von den Berufspolitikern vorgegeben. Andererseits ist die Beteiligung meist unter 50%, zeigt zweierlei, das es mit dem Interesse an Politik nicht weit her ist und das die Entscheidung daher fast nie von einer Mehrheit getragen wird. Erst wenn man sich selbst mal Gedanken machen muss, die eine Gemeinschaft gleichermaßen betrifft und nicht nur aus der eigenen Neigung besteht, wird man zum Politiker, die übrigen sind nichts als Nörgler.

  7. Werte Frau van Straelen

    Volksabstimmungen in der Schweiz werden von allen möglichen Leuten in die Wege geleitet, nicht nur von Politikern.

    In der Schweiz wird den Leuten zu mindest die Möglichkeit geboten, richtig mitzuentscheiden. In Belgien nicht. Hier hat man Angst vor Volkes Stimme. Es wird noch nicht einmal der Versuch unternommen, direkte Demokratie zu probieren.

    Nur seltsam, dass die Schweiz trotz direkter Demokratie zu den reichsten und stabilsten Staaten der Welt gehört. Dann scheint das ja nicht so eine schlechte Sache zu sein...

  8. Die Schweiz ist also wegen der Volksabstimmungen sehr reich? Was steckt da für eine Theorie hinter ? Der Reichtum der Schweiz basiert erstens auf der Tatsache, dass man nach dem Kriege KEINERLEI Initiative unternommen hat, überlebende Juden ausfindig zu machen, die als Erbe einen Rechtsanspruch auf eingelagerte Geldguthaben gehabt hätten. Danach hat die Schweiz sich über Jahrzehnte hinweg einen Namen gemacht indem sie kriminelle Steuerhinterzieher schützte (ganz ohne Volksabstimmung, hoffe ich). Das ist kein Grund stolz zu sein.
    Was die Politik in Belgien betrifft, so können Sie jederzeit in eine Partei eintreten und selbst Vorschläge machen, angefangen auf lokaler Ebene, das ist auch Beteiligung.

  9. Das Zufalls-Prinzip stellt sicher, dass keine Interessenvertreter bevorzugt werden, und ist damit zu begrüßen. Ich finde es toll, dass zufällig gewählte Bürger ohne den Einfluss von Lobbying einen gesellschaftlichen Ausgleich für schwierige Fragen finden können. Natürlich muss das Parlament als demokratisch gewählte Institution das letzte Wort haben. Aber als Ausdruck partitzipativer Elemente in der parlamentarische Demokratie auch die Bürger zu Wort kommen zu lassen, ist ein wesentlicher Gewinn, um breite Akzentanz in der Bevölkerung sicherzustellen, was Parlamentsbeschlüsse nur stärken kann. Gleichzeitig schafft das ein Bollwerk gegen Populismus, weil eben im Prinzip alle Meinungen vorab gehört werden können und nicht alleine das lauteste Argiument gewinnt.

  10. Werte Frau van Straelen

    Höchst unwahrscheinlich, dass ich nochmal in eine Partei eintreten werde. Zweimal habe ich die Erfahrung gemacht, daß man als Handwerker in der Politik nicht viel gilt. Akademiker werden bevorzugt. So sieht die Wirklichkeit aus. Es lohnt sich nicht für mich. Wäre Geld- und Zeitverschwendung.

    An einer Volksabstimmungen kann jeder teilnehmen. Da zählt das Diplom nicht.

  11. Frau Van Straelen, Ihre Bemühungen in Ehren, mit dem Herrn Scholzen eine seriöse Diskussion führen zu wollen, aber es ist aussichtslos.
    Außer stereotypen, gebetsmühlenartig wiederholten Floskeln kommt da nichts: Schweizüberalles, GretchenSchulschwänzer, Pöstchenjäger, ÖkoMoralapostel, Humoristwennmantrotzdemlacht, FingerindieWundelegen, meineMeinungdurchdasRechtaufdiefreieMeinungsäusserunggedeckt und noch ein paar andere. Selbstkritik? Fehlanzeige? Differenzierung?

    Vielleicht erinnern Sie sich noch an Ihren Kommentar vom 11.01.2020 hier auf BRF-net:
    "Wie wärs mal mit folgender Strategie: die inzwischen nur aus copy/paste bestehenden ständig wiederkehrenden Kommentare von Herrn Scholzen zu negieren und somit ins Leere laufen zu lassen. Er will und braucht die Reaktion, damit er noch eins drauf setzen kann. Ich für meinen Teil, lass ihn jetzt auflaufen."

    Was, zugegeben, nicht leicht fällt.
    Vielleicht ist das aber wirklich die einzige Lösung, dem Geltungsbedürfnis dieses Herrn einen Dämpfer zu verpassen?
    Einfach nicht beachten und zum eigentlichen Thema schreiben?
    "Don't feed the trolls"

  12. "Zwei Mal habe ich die Erfahrung gemacht, daß man als Handwerker in der Politik nicht viel gilt. Akademiker werden bevorzugt."
    Frage, haben sie vielleicht nicht das Pöstchen erhalten, was sie sich wünschten oder war der erhaltene Zuspruch seitens dem Wähler ihnen gegenüber eher schwach?
    Vorschlag, statt auf einer Parteienliste zu kandidieren, gründen sie doch einfach eine Bürgerbewegung und stellen sich so zur Wahl.
    Geht auch nicht?
    Warum? Ich wette, sie finden schon einen Grund.
    Bestimmt!

  13. Danke Herr Schleck, ja das hatte ich mir mal vorgenommen, habe auch eine ganze Weile "meine Füße stillgehalten", und man selbst wiederholt sich dabei ja auch ständig. Und eins ist auch wahr, man liest teilweise den Artikel selbst gar nicht mehr, sondern geht nur auf die Kommentare ein. Einen schönen, sonnigen, wenn auch kalten Sonntag wünsche ich allerseits und gehe jetzt an die frische Luft. Es ist doch noch Fastenzeit, vielleicht sollte meine Abstinenz sich auf bestimmte Kommentare beziehen.

  14. Frau van Straelen, Herr Schleck, Herr Fink

    Sie werden sich auch weiterhin erfolglos die Zähne an mir ausbeissen...

  15. Herr Scholzen,
    sie weichen aus!
    Dabei verlangten doch gerade sie in der Vergangenheit nicht selten nach einer Antwort. Ist alles hier nachzulesen!
    Schon vergessen?

  16. Herr Fink.

    Ich lasse Sie noch was schmoren...

    Eine Antwort kann ich immer noch geben....

    Politik ist auch Taktik und Strategie.

  17. Vielleicht haben die politischen Parteien in der Vergangenheit gelernt, daß man mit Dummköpfen nichts erreicht.

  18. Herr Scholzen.
    Ihre Sorgen sind hinsichtlich meiner Person unbegründet.
    Ich stelle hingegen fest, wenn sie in der Zwickmühle sitzen und keine plausible Antwort wissen, dann kneifen sie einfach und flüchten sich in flapsigen Aussagen. Darauf dürfen sie dann auch noch stolz sein.