Omikron-Welle belastet ostbelgisches Unterrichtswesen

Die Omikron-Welle hat Ostbelgien erfasst. Insbesondere in der letzten Woche sind die Fallzahlen in den ostbelgischen Schulen rasant gestiegen. Besonders hart getroffen hat es aber die Sekundarschule des Königlichen Athenäums in Eupen.

KAE Sekundarschule

Omikronwelle trifft KAE Sekundarschule hart (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Der Unterricht läuft weiter, auch wenn die Klassen nicht vollständig sind. Seit den Schulen Anfang der Woche Schnelltests empfohlen wurden, ist die Anzahl der Quarantäne-Fälle rasant gestiegen. „Ich würde sagen, dass die Situation ein bisschen angespannt ist“, sagt Etienne Gengler, Schulleiter der Sekundarschule KAE, „da wir sehr viele Schüler abwesend haben und auch einige Lehrer.“

Insgesamt fehlten am Freitag circa 15 Lehrer, wenn auch nicht unbedingt wegen Corona. Von den Schülern wurden diese Woche 160 positiv getestet. Im Laufe des Freitagvormittags ist die Zahl noch auf 170 geklettert – eine noch nie da gewesene Abwesenheitsrate, so die Schulleitung.

Laut Kaleido geht es den anderen Schulen ähnlich: 480 neue Corona-Fälle haben die Schulen allein in den letzten fünf Tagen gemeldet. In der Kleinkindbetreuung und in den Primarschulen müssen bei vier positiven Fällen ganze Klassen in Quarantäne.

In den Sekundarschulen sieht das anders aus, wie Michael McCrea, stellvertretender Schulleiter, erklärt. „Das heißt, die Frage, ob Klassen geschlossen werden, das ist bei uns nicht mehr der Fall. Zum Beispiel sind bei uns in einer Klasse von 22 Schülern nur noch sechs übrig und trotzdem wird die Klasse nicht geschlossen, weil es bei uns in den Sekundarschulen kein Clusterverfahren mehr gibt. Was Kontakte mit positiven Fällen betrifft, hängt es davon ab, ob man geimpft ist, wie lang man in Quarantäne muss.“

Laut Kaleido laufe die Arbeit auf Hochtouren. Das Tracingteam wurde von vier auf 20 Personen aufgestockt. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Der Unterricht wird also vermutlich weiterhin eingeschränkt laufen. „Dadurch, dass so viele Klassenkameraden zu Hause sind, ermüdet das die Schüler. Sie können nicht voran kommen. Sie haben es schwierig gehabt in den letzten zwei Jahren mit dem Lernen. Wir merken bei den Jugendlichen: Je länger Corona dauert, desto mehr verlernen sie zu lernen.“

Raffaela Schaus

4 Kommentare
  1. Ronny Ramscheidt

    Komisch, kaum wird die Testpflicht eingeführt, steigen auch die Zahlen.

    Eben politisch gewollt!!!

  2. Manz Hannelore

    Logisch,wo nicht getestet wird, kann man kein Corona feststellen, möchte nicht die Dunkelziffer wissen. Hoffe daß niemand schwer erkrankt.Hab einige Bekannte verloren an diesem Virus,und das waren keine Alten..

  3. Carl Schumacher

    Wie? Das trotz Kinderimpfung und Masken?

  4. Josef Geul

    Gesunde Ungeimpfte Kinder werden willkürlich in die Quarantäne von Kaleido aus KAE geschickt nach einem angeblichen Kontakt mit einem Geimpften Corona Positivem Kind….ist das logisch?