„Gesund werden – gesund bleiben“: Empfang der Sternsinger im PDG

Die Sternsinger sind in diesen Tagen wieder unterwegs. Am Mittwoch wurden sie im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft empfangen. Nach 2021 fand der traditionelle Empfang jedoch erneut in kleinem Rahmen statt.

Sternsinger im PDG (Bild: Melanie Ganser/BRF)

Caspar, Melchior und Balthasar aus Raeren als Vertreter aller ostbelgischen Sternsinger mit Parlamentspräsident Karl-Heinz Lambertz im PDG (Bild: Melanie Ganser/BRF)

Drei kleine Sternsinger aus Raeren sind am Mittwoch ins Parlament gekommen, stellvertretend für alle Sternsinger in Ostbelgien. Traditionell sind bei dem Empfang eigentlich Kinder aus jeder Gemeinde vertreten. Schon das zweite Jahr in Folge ist das aber nicht drin.

„In diesem Jahr findet die Sternsinger-Aktion – oder Aktion Dreikönigssingen – schon zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen statt“, erklärt Lothar Klinges, der die Sternsinger-Aktion in Ostbelgien koordiniert. „Unter dem Leitgedanken ‚Wir verändern die Welt – gemeinsam geht’s‘ werden viele engagierte Kinder und Jugendliche in den nächsten Tagen unterwegs sein durch die verschiedenen Ortschaften.“

Insgesamt knapp 900 Sternsinger beteiligen sich in Ostbelgien an der Aktion. Hausbesuche sind in diesem Jahr zwar nicht verboten, in einigen Ortschaften wird es sie aber trotzdem nicht geben. Die Aktion wird in jedem Pfarrverband etwas anders durchgeführt, erklärt Lothar Klinges.

„Die einen werden Hausbesuche durchführen in den verschiedenen Ortschaften. Anderswo wird es andere kreative Möglichkeiten geben, zum Beispiel Segenspäckchen: In diesem Segenspäckchen ist geweihte Kreide drin, damit die Bewohner ihren Segen selber anbringen können. Anderswo wird es mit Segenskärtchen geschehen: Die Sternsingergruppen werden von Haus zu Haus gehen, aber nicht klingeln, sondern den Segen in die Briefkästen einwerfen.“

Das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion lautet: „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“. Im Fokus steht die Gesundheitsversorgung von Kindern in Ägypten, Ghana und im Südsudan: „Wir leben zwar in einem Land, wo fast jeder krankenversichert ist, wo die meisten auch eine soziale Absicherung haben und wo es Krankenhäuser und Ärzte zu Genüge gibt, aber weltweit ist das keineswegs der Fall. Viele Kinder und Jugendliche sterben an Mangelernährung oder Malaria oder anderen Krankheiten“, so Lothar Klinges.

Von Parlamentspräsident Karl-Heinz Lambertz gab es dafür auch gleich eine Spende des Hauses. Für das PDG gab es von den kleinen Königen den Segen für das neue Jahr.

Melanie Ganser