Nach Graffiti am Triangel: „Speak Up!“ ruft Paasch auf, Anzeige zu erstatten

"Speak Up!", das ostbelgische Bündnis gegen Fake News und Hass im Netz, hat Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) aufgefordert, Anzeige zu erstatten.

Oliver Paasch bei der Pressekonferenz des Nationalen Sicherheitsrats am Freitag (Bild: Daina Le Lardic/Belga)

Archivbild: Daina Le Lardic/Belga

Unbekannte Täter hatten in der Nacht zum Samstag „Paasch verrecke“ an eine Wand des St. Vither Kulturzentrums Triangel geschrieben.

Wie das Bündnis in einem Offenen Brief an Paasch schreibt, solle sein rechtliches Vorgehen deutlich machen, dass antidemokratisches Verhalten und Aufruf zu Gewalt nicht unter Meinungsfreiheit fallen, sondern unter den Tatbestand der Volksverhetzung. Dass die Täter mit dem Graffiti die Nazi-Parole „Jude verrecke“ auf geschmacklose Art und Weise übernommen haben, zeige ihre politische Gesinnung, so „Speak-Up!“ weiter. Indem er alle juristischen Möglichkeiten ausschöpfe, könne Paasch zeigen, dass die Täter eine rote Linie überschritten haben.

„Speak Up!“ ist eine Initiative des Instituts für Demokratiepädagogik. Das Bündnis hatte sich nach dem Rücktritt des damaligen DG-Unterrichtsministers Harald Mollers (ProDG) gegründet. Als Grund für seinen Rücktritt hatte Mollers Fake News und Hassangriffe im Internet angegeben.

„Speak Up!“ ruft alle Bürger dazu auf, den Offenen Brief mit zu unterzeichnen – per Mail an info@idp-dg.be.

Hass auf Hauswänden und im Netz: Wie geht der Ministerpräsident damit um?

mitt/vk

Kommentar hinterlassen
9 Kommentare
  1. Peter Schmitz

    Ich finde, dass Herr Paasch gute Arbeit macht. Bin absolut gegen Hass egal in welcher Form.

  2. Doris Lambertz

    STOPP dem Hass im Netz!
    Es wird immer erschreckender und bedrohlicher, wie manche Menschen sich im Netz äußern, um Hass und Fake News zu verbreiten, oder gar Hassparolen gegen Politiker auf Wände zu schmieren…

  3. Peer van Daalen

    Alles schön und gut.

    Aber was bitteschön, heißt „Speak Up!“ auf Französisch, Flämisch oder Deutsch?Oder bin ich hier im falschen Film?

    Daher werde ich diesen „offenen Brief“ NICHT unterschreiben.

  4. Maria van Straelen

    Herr Van Daalen, es handelt sich um ein Schlagwort, das kurz und eindringlich sein muss: wenn Sie es in Belgien mit eigenen Sprachen haben wollen, müssen Sie schon alle 3 nehmen, sonst meckern wieder die anderen beiden: das wäre dann in etwa so:
    misch Dich ein – plaidez la cause – bemoei je(U) – das ist sehr umständlich und keinesfalls schlagfertig. Da ist es schon einfacher auf Ihre Unterschrift zu verzichten. Sie werden in vielen Fällen doch auch englische Begriffe verwenden, oder? Show, oder wie die Deutschen sagen: handy, public viewing, was dann noch total verkehrte Übersetzungen sind

  5. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr Paasch sollte doch bitte Anzeige erstatten, und dann die sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Instagram etc meiden. Dann gibt es auch weniger Hassbotschaften. Man lebt einfach ruhiger ohne diese Dinge. Ich mache fast 20 Jahre Internet und habe die noch nie gebraucht. Sind unnötig wie Doppelbett für einen katholischen Pfarrer.

    Komisch dass erst jetzt eine Unterschriftenaktion gemacht wird. Wo ist „Speak up“ bei Alltsgsrassismus, Hassbotschaften, Bedrohungen ? Ist Herr Paasch gleicher als der Normalbürger ?

  6. Peer van Daalen

    Danke Herr MARCEL SCHOLZEN EIMERSCHEID

    „Komisch dass erst jetzt eine Unterschriftenaktion gemacht wird.Wo ist „Speak up“ bei Alltsgsrassismus, Hassbotschaften, Bedrohungen ? “

    Das werden Ihnen die Experten der einseitig orientierten Scheinheiligkeit wohl kaum erklären können oder wollen.

  7. Alexander Hezel

    @ Scholzen Eimerscheid und Van Dalen – Anstatt aufgeregt in die Tasten zu hauen und mit Whataboutism herumzupoltern, sollten Sie sich vielleicht einfach mal auf der Website von Speak Up! die zahlreichen Tätigkeiten, öffentliche Kampagnen, Tagungen usw. anschauen, die diese Organisation durchführt (u.a. im Pressespiegel)… Kostet nichts und ist informativ.

  8. Norbert Schleck

    „Herr Paasch sollte doch bitte Anzeige erstatten, und dann die sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Instagram etc meiden. Dann gibt es auch weniger Hassbotschaften.“

    Ach so, das Opfer einer Straftat ist selbst schuld.
    Es soll gefälligst die Öffentlichkeit meiden, dann riskiert es auch nicht, angepöbelt zu werden.
    Verkehrte Welt.
    Ist das die Meinungsfreiheit, die der Herr Scholzen doch so gerne predigt?

    Den Mund halten, während Leute wie Scholzen & Scholzen sich ungehemmt austoben können?

    „Komisch dass erst jetzt eine Unterschriftenaktion gemacht wird.“
    Was hat den Herrn Scholzen denn bisher davon abgehalten, eine solche für die Bauarbeiter zu starten, die bekanntlich viel gefährlicher leben als die Politker, wie er an anderer Stelle schreibt?

  9. Marita Eichten

    Vielleicht sollte man die ganze Sache nicht so aufbauschen. So hat der Schmierfink sein Ziel erreicht.

Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150