Gemeinderat Raeren verabschiedet Marcelle Vanstreels und streitet über Hauptstraße

Der Gemeinderat Raeren hat am Mittwochabend das langjährige Mitglied Marcelle Vanstreels verabschiedet. Einen heftigen Schlagabtausch lieferten sich Opposition und Mehrheit über den Straßenbelag der Hauptstraße.

"Mit uns"-Fraktionsvorsitzender Erwin Güsting verabschiedet seine Kollegin Marcelle Vanstreels (Bild: Olivier Krickel/BRF)

"Mit uns"-Fraktionsvorsitzender Erwin Güsting verabschiedet seine Kollegin Marcelle Vanstreels (Bild: Olivier Krickel/BRF)

Marcelle Vanstreels wurde 2006 erstmals in den Rat gewählt war seitdem bis zum Mehrheitswechsel im Frühjahr Schöffin für Kultur und Schulen. Ihre Fraktion „Mit uns“ aber auch Bürgermeister Franssen würdigten Vanstreels Engagement. Sie habe immer ein offenes Ohr für die Schulen und die Kinder im Fokus gehabt. Vanstreels selbst zieht sich aus persönlichen Gründen aus der Kommunalpolitik zurück und will nach eigener Aussage den Weg für die nächste Generation frei machen. Für Vanstreels rückt Nicole Nussbaum-Potiuk in den Rat nach.

Nicole Nussbaum-Potiuk bei der Eidesleistung vor Bürgermeister Jérôme Franssen (Bild: Olivier Krickel/BRF)

Nicole Nussbaum-Potiuk bei der Eidesleistung vor Bürgermeister Jérôme Franssen (Bild: Olivier Krickel/BRF)

Belag der Hauptstraße in der Kritik

Handwerklich schlecht gearbeitet habe das Unternehmen, das den Gussasphalt auf der Hauptstraße verlegt hat. Das beklagte Ex-Bürgermeister Erwin Güsting in der Fragestunde am Ende der Sitzung. Die meisten der Abschnitte entsprächen nicht der Qualität, die man erwarten dürfe. Er habe sich gewünscht, dass die Gemeinde die Arbeiten gestoppt hätte, um dem Unternehmen „auf die Finger zu klopfen“. Bauschöffe Mario Pitz erklärte, dass das passiert sei – allerdings ohne nachhaltigen Erfolg. Nun ist der Schaden da. Denn auch Pitz beklagt, dass der Belag auf der neuen Hauptstraße mangelhaft aufgetragen wurde. Jetzt habe das Unternehmen aber noch die Gelegenheit nachzubessern. Bürgermeister Franssen legte nach und wurde deutlich: „Entweder die Baufirma verlegt den Gussasphalt auf eigene Kosten neu oder man sieht sich vor Gericht wieder.“

Bahnhofscafé

Die Gemeinde Raeren passt den Vertrag mit dem Konzessionär des Bahnhofscafés an. Er soll garantieren, dass das öffentliche WC von 8 bis 20 Uhr zugänglich ist und dass der Konzessionär bestimmte Grünanlagen pflegt. Der Vertragszusatz legt aber keine festen Öffnungszeiten für das Bahnhofscafé fest. So stand zur Diskussion, dass das Café um 21, bzw. 22 Uhr schließen muss. Anwohner hatten sich immer wieder über Lärm beschwert. Am Ende verzichtete die Ratsmehrheit aber auf eine feste Sperrstunde. Die Opposition „Mit uns“ begrüßte die Entscheidung. Gemeindeleben und Tourismus hörten nicht um 21 Uhr auf.

Darüber hinaus wird das Areal rund um das Bahnhofscafé weiter ausgebaut. Zurzeit laufen die Vorbereitungen für einen Spielplatz. Auch die Anfahrt und die Parkmöglichkeiten sollen neu geregelt werden.

Hochwasserhilfen

Das ÖSHZ der Gemeinde Raeren hat nach der Hochwasserkatastrophe im Juli in 51 Fällen Finanzhilfen ausgezahlt. Sie belaufen sich insgesamt auf 49.000 Euro. Das hat ÖSHZ-Präsident Ferdy Leusch erklärt. Hinzu kommen weitere Hilfsgelder der König-Baudouin-Stiftung, der Gemeinde und des Roten Kreuzes, die ebenfalls über das ÖSHZ abgewickelt wurden.

Olivier Krickel

2 Kommentare
  1. Albin Scheiff

    Ich freue mich das wir nach 3 Jahren überhaupt, endlich, einen Straßenbelag haben. Vielleich wirkt er verkehrsberuhigend. Man kann ja einen Preisnachlaß aushandel. Das Austauschen ist nicht gerade nachhaltig,

  2. Maria van Straelen

    Nicht nachhaltig, Herr Scheiff, wäre, es wegen eines Preisnachlasses so zu belassen. Wir haben unendlich viele Jahre fürchterliche Löcher aushalten müssen, die (wenig nachhaltig) unendlich viel Schaden an Stoßdämpfern bis hin zu Auspuffs mit sich gebracht haben. Jetzt wenigstens für ein paar Jahre einen guten Straßenbelag zu haben ist schon wichtig. Hoffentlich hält die Gemeinde Raeren an ihrer Vorderung fest