Corona in den Seniorenheimen: Wie ist die Lage in der DG?

Die Krankenhäuser stehen unter Druck, Alten- und Pflegezentren halten strikte Maßnahmen ein, um das Coronavirus fernzuhalten. Doch das gelingt nicht immer. In den Alten- und Pflegezentren der Deutschsprachigen Gemeinschaft sind zurzeit sechs Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Einige weisen relativ milde Krankheitssymptome auf - kein Vergleich mit der Situation im Vorjahr.

Seniorenheim Bütgenbach (Bild: Michaela Brück/BRF)

Seniorenheim Bütgenbach (Archivbild: Michaela Brück/BRF)

„Wir haben fast alle Bewohner geimpft. Und zwar haben wir die dritte Impfung verabreichen können. In diesem Zusammenhang sehen wir auch, dass die tatsächliche Lage einer vierten Welle präsent ist, es gibt Positivfälle, aber das hat bei Weitem nicht so einen Impakt wie im vergangenen Jahr, als wir wirklich sehr kranke Menschen in unseren Einrichtungen hatten. Das ist jetzt absolut nicht der Fall“, sagt Luc Wampach, Direktor der Vivias-Interkommunale Eifel.

Betroffen sei zurzeit nur der Neubau des WPZS „Hof Bütgenbach“. In einem Wohnbereich seien aktuell nur sechs von 120 Bewohnern positiv getestet worden. Einige von ihnen wiesen gar keine Symptome auf. Der gesamte Wohnbereich sei bis zum 9. November unter Quarantäne. Der Koordinationsarzt beobachte den weiteren Verlauf. Doch die Situation sei lange nicht so schlimm wie im vergangenen Jahr.

Im Marienheim Raeren ist zurzeit noch kein einziger Corona-Fall zu beklagen. Allerdings gab es einen doppelt geimpften Mitarbeiter, der unter Quarantäne gestellt wurde. Weitere Mitarbeiter mussten vorsorglich in Quarantäne, wie Marienheim-Direktor Patrick Laschet erklärt.

Wie in anderen Pflegeheimen haben auch in Raeren die Bewohner eine Booster-Impfung erhalten, also eine dritte Spritze. Sie gehört zu den Vorkehrungen, um die Epidemie in Grenzen zu halten: „Wir haben uns gefreut, aus der Presse zu entnehmen, dass das Pflegepersonal auch Anspruch auf eine Booster-Impfung hat.“

Besserer Umgang mit der Krankheit

Was sich im Vergleich zum vergangenen Jahr geändert hat, sind der Umgang mit der Krankheit und die Erfahrung, die die Einrichtungen gesammelt haben. Mit anderen Worten: Die Alten- und Pflegeheime wissen, wie sie zu handeln haben und die bestehenden Schutzmaßnahmen anwenden.

Auch im Eupener St. Josephsheim haben die Impfungen nach Aussage von Direktor Michael Murges ihre Wirksamkeit gezeigt. Vor zwei Wochen habe es einen positiven Fall gegeben. Alle Bewohner seien daraufhin getestet worden. Ergebnis: negativ.

Besuche sind in den Pflegezentren der DG weiterhin erlaubt. Dabei legen die Einrichtungen besonderen Wert auf die Maskenpflicht und die Einhaltung aller Regeln. So wie Luc Wampach zusammenfasst: „Wir bitten die Menschen wirklich inständig, sobald sie die Zentren betreten, Mundschutz, Abstand, Waschen und Desinfizieren der Hände einzuhalten. Das ist enorm wichtig, um das Risiko nicht wieder zu erhöhen.“

Chantal Delhez