Gegen Fake News und Hassrede: Institut für Demokratiepädagogik bringt Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen

Drei von vier Belgiern benutzen jeden Tag soziale Medien. Mehr als hundert Minuten verbringt der durchschnittliche User dort pro Tag. Während dieser Zeit ist er mit vielen Informationen konfrontiert. Kaum zu überprüfen, ob die immer der Wahrheit entsprechen. Das Institut für Demokratiepädagogik hat sich dem Thema Fake News angenommen und zu einer Tagung ins Heidberg-Kloster eingeladen.

Tagung zum Thema Fake News im Kloster Heidberg (Bild: Institut für Demokratiepädagogik)

Tagung zum Thema Fake News im Kloster Heidberg (Bild: Institut für Demokratiepädagogik)

Mehr als 50 Teilnehmer aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft tauschen sich bereits seit Sonntag in Eupen aus. Auf der Tagesordnung stehen Vorträge und Aktivitäten zum Thema Desinformation und Hassrede.

Erfahrungen aus Belgien, Deutschland, Bulgarien und Nigeria werden in verschiedenen Formaten ausgetauscht. Falschmeldungen und Hass im Netz seien eben ein grenzübergreifendes Problem, so Sabrina Kirschner, Referentin am Institut für Demokratiepädagogik.

„Ich glaube, ganz wichtig ist erst einmal, dass man Bewusstsein dafür schafft, was Fake News und Hate Speech sind“, sagt sie. „Es ist vielen Menschen noch nicht so ganz klar. Und da arbeiten wir natürlich dran, dass wir mit Menschen, die im Bildungsbereich, in der Jugendbildung aktiv sind, erst einmal dafür sensibilisieren, was Fake News sind und welche Zwecke Menschen mit Fake News verfolgen wollen.“

Die Erkenntnisse der Tagung sollen Anfang 2022 veröffentlicht werden. Dann möchte das Institut für Demokratiepädagogik die Ergebnisse in Buchform vorstellen. Vor allem Hinweise für den Umgang mit Hassrede und Desinformation sollen dort erläutert werden.

Andreas Lejeune

18 Kommentare
  1. Marcel schalten eimerscheid

    Wenig glaubwürdig ist dieses Vorhaben. Ich befürchte Zensur und Bevormundung.

    Ein Hackerclub oder ein Vertreter der Staatssicherheit wären glaubwürdiger in der Vermittlung von Medienkompetenz.

    Das Wort „Hass“ hat mittlerweile einen teilweisen Bedeutungswandel erfahren. Wer beispielsweise Greta Thunberg kritisiert oder auf die Schippe nimmt, wird als „hater“ bezeichnet, nicht mehr als Kritiker oder Satiriker. Hier ist Kritik = Hass.

  2. Guido Scholzen

    Schon Churchill meinte: »Besser einander beschimpfen als einander beschießen.« Mit dieser guten Meinung hätte Churchill heutzutage wohl keine Chance mehr, oder?

    Dieser Kursus hier hat überhaupt nichts mit Aufklärung oder allgemeine Meinungsbildung zu tun, sondern ist ein Lehrgang in Gutmenschen-Ideologie.
    Und den Kurs-Teilnehmern wird beigebracht, welche anderen Meinungen auszusortieren sind. Es ist ein Propaganda-Kurs.

    Denn jeder, der mit seiner Meinung in die Gunst des grün-linken Politik-Mainstream fällt, der darf in Wahrheit so vulgär sein, wie er will. Das habe ist oft genug miterlebt.
    Darf ich auch das nächste Mal eine Stunde da sprechen als Anschauungs-Unterricht, damit die Kurs-Teilnehmer noch mehr dazulernen?

  3. Dieter Leonard

    Sie haben vollkommen recht, Herr Scholzen.
    Eine solche Veranstaltung kann nur zu Zensur und Bevormundung führen. Wohin auch sonst?
    Und ja, Sie sind wirklich ein begnadeter Satiriker.

  4. Alexander Hezel

    Nein Herr Scholzen Eimerscheid, ihresgleichen übt keine „Kritik“, sondern unablässig herablassend-arrogante Häme, Diffamierung und persönliche Schläge unter die Gürtellinie gegen eine engagierte und vorbildliche Jugendliche, was schon alleine durch die Vielzahl bestens dokumentierter Schimpfworte und dämlicher „Spitznamen“, mit denen Sie und andere G. Thunberg belegen, hervorgeht, die aus Mangel an inhaltlichen Argumenten lediglich dazu dienen, sich an der Person abzuarbeiten.
    Frau Thunberg ist beispielsweise keine „Göre“, sondern ein Mensch. Wenn Sie als „Kritiker“ ernstgenommen werden möchten, sollten Sie sich vielleicht einmal die Frage stellen, ob Ihre Wortwahl und die Ihrer Mitschwätzer denn diesem Anspruch gerecht wird. Da hege ich doch erhebliche Zweifel.

  5. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr Hezel

    Meine Äußerungen sind durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Das zählt und nichts anderes. Warum sollte ich mir dann von anderen Vorschriften machen lassen ?

    Was kostet dieses Vorhaben ? Vielleicht geht es nur darum, dass eine GoE Geld und Daseinsberechtigung sucht und gefunden hat.

    Und so kompliziert ist es auch nicht, Informationen auf Wahrheitsgehalt zu prüfen. Einfach mehrere Quellen vergleichen. Und die „drei Siebe des Sokrates“ (Wahrheit, Güte, Notwendigkeit) sind auch ein gutes Hilfsmittel, um eine Information zu beurteilen.

  6. Alexander Hezel

    Herr Scholzen Eimerscheid – Sie wollen es einfach nicht verstehen… „Meinungsfreiheit“ heißt nicht, andere nach Belieben durch den Dreck zu ziehen (Thunberg).

    Wie halten Sie es denn mit dem „Wahrheitsgehalt“ eines Herrn Scholzen (ohne Eimerscheid), für den es keinen Treibhauseffekt „geben kann“? Eine Meinung?

  7. Norbert Schleck

    Es ist leider wohl vergebene Liebesmüh‘, Herr Hezel, dem Herrn Scholzen beibringen zu wollen, was Meinungsfreiheit ist und wo ihre Grenzen sind.

    Der Herr Scholzen würde wohl seiner Nachbarin, die nicht gerade mit der Schönheit einer Venus von Milo gesegnet ist, die Bemerkung machen: „Nä, wat bos du hässlich.“

    Für ihn wäre das durch die Meinungsfreiheit gedeckt, während jeder andere von Taktlosigkeit sprechen würde.

    Ob Herr Scholzen auch Äußerungen wie die von Bruno Kartheuser über Lorenz Paasch als legitim bezeichnen würde? Wahrscheinlich.
    Mal sehen, wann in zweiter Instanz ein Urteil darüber gefällt werden wird.
    Die erste gab bekanntlich dem Kläger Lorenz Paasch recht.
    (S. GE vom 4.11.2021 S.6)

    Immerhin, er zitiert Sokrates mit einem weisen Spruch. Schade, dass er das nicht auf sich selbst anwendet.

    Auch den hier könnte er beherzigen: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“

    Für Interessierte: „Grenzen der freien Meinungsäusserung“ von UNIA.be
    Ebenda: „Die richtige Reaktion auf Hassbotschaften“
    Einfach googeln!

  8. Guido Scholzen

    informationen hole ich mir, wo ich es für nötig halte. Eine Meinung kann ich mir selber bilden.

    @Hezel
    unsere Erdatmosphäre hat einen Wärmespeicher-Effekt (durch Moleküle mit mindestens 3 Atomen wie z.B. Wasserdampf und CO2), und die meisten denken dann an ein Treibhaus. Zur Veranschaulichung ganz hilfreich für einen Laien, aber im physikalischen Sinne ist dies aber falsch.

  9. Alexander Hezel

    Na was denn nun, Herr Scholzen, ist lediglich der Begriff „Treibhauseffekt“ schlecht gewählt oder gibt es ihn laut Ihnen tatsächlich nicht (Fake News?)?

  10. Marcel Scholzen eimerscheid

    Werter Herr Hezel.

    Ihren Maßstäben gemäß müsste jeder Karnevalsverein verboten werden. Denn ein Bestandteil des Karnevals ist es „Andere durch den Dreck zu ziehen“ (Ihr Jargon), zum Beispiel die Politik auf die Schippe zu nehmen.

    Oder nehmen Sie „Charlie Hebdo“.Die haben vor gar nichts Respekt.Von Islam bis Kirche wird alles auf die Schippe genommen.Würde bei Ihnen der Zensur zum Opfer fallen.

    Und auch der Duden würde bei Ihnen sicher der Zensur zum Opfer fallen, denn dort stehen wesentlich schlimmere Wörter drin als „Göre“.

    Fehlen Ihnen zunehmend die Argumente, haben Sie eine autoritäre Gesinnung oder warum stellen Sie Selbstverständlichkeiten einer Demokratie als etwas außergewöhnliches dar ?

    Herr Schleck.

    Verfassung, Gesetze, Gerichte definieren die Meinungsfreiheit. Sonst niemand. Auch keine Klimaaktivisten oder andere selbsternannte Tugend- und Moralwächter.Eine Gesinnungspolizei wird nicht benötigt.

  11. Guido Scholzen

    @Hezel:
    Der Begriff ist schlecht gewählt, denn eine „atmosphärische Gegenstrahlung“ gibt es nicht.
    CO2 ist ohne Zweifel ein wärmerelevantes Gas in einer Atmosphäre, doch der Effekt ist so minimal, das er nicht auffällt. Vergleiche mit der Venus sind deshalb nicht relevant, weil dort 96.5% CO2-Gehalt sind und in unserer Luft nur 0.042%, auch wenn dieser Anteil langsam ansteigt, er wird immer ein Bruchteil bleiben.

  12. Dirk Riemann

    Liebe Herren Scholzen & Scholzen, vielen Dank für Ihre zahlreichen belustigenden Beiträge. Leider muss ich Sie mit einer Ihnen verhassten, unerhört und unverschämten Sache konfrontieren: Fakten!
    Fakt 1: ich habe an der Weiterbildung teilgenommen, weiss also wovon ich rede wenn ich sage, dass Sie, oh Wunder und wieder mal, von Sachen reden von denen Sie eigentlich nichts wissen.
    Fakt 2: Wie konnte es sein, dass ich an dieser Veranstaltung teilnehmen und Sie nicht? Nun, Ich habe mich … angemeldet.
    Fakt 3: Bitte fragen Sie mich als hypertoll-informierte Bürger jetzt nicht über welches Medium ich davon als erstes erfahren habe, denn es war im Grent-Echo, WS JK, auf Facebook, twitter, mehreren Internetseiten etc.
    Und Sie?
    Fakt 4: Also: wie können Sie Ihre Abwesenheit erklären, geschweige denn anderen in die Schuhe schieben?
    Ihre üblichen Antworten erwarten
    Unerwartungsvoll.
    Dirk Riemann

  13. Alexander Hezel

    @ Scholzen Eimerscheid – Nein, es ist nicht „selbstverständlich“ in einer Demokratie, Menschen (Thunberg) ständig zu beleidigen und persönlich anzugreifen (von wegen „zunehmend fehlende Argumente“)… Und wieder nein, jemanden durch den Dreck zu ziehen und persönliche Beleidigungen sind keine Karnevalsveranstaltung. Kennen Sie den unterschied zwischen Humor und Beleidigung?

    @ Scholzen – Also gibt es laut Ihnen keinen Treibhauseffekt. Dann werden Sie in Ihrer Phantasiewelt glücklich, aber überlassen Sie vielleicht Physik, Klima und Umwelt denjenigen (wozu ich mich nicht zähle), die wirklich etwas davon kennen (IPCC, WMO, etc.), das erspart es Ihnen, sich weiter völlig lächerlich zu machen…

  14. Norbert Schleck

    Der Herr Marcel Scholzen will es einfach nicht verstehen.

    Also noch einmal:

    Wenn ich meiner Nachbarin das besagte „Kompliment“ im Namen der Meinungsfreiheit an den Kopf werfe, darf ich mich nicht wundern, wenn sie mich nicht mehr grüßt.

    Wenn ich in den Medien allerlei Verdächtigungen gegen einen ehemaligen Politiker äußere, darf ich mich nicht wundern, wenn der mich dafür wegen Verleumdung vor Gericht zitiert und ich dafür verurteilt werde, wenn ich keine Beweise vorlegen kann.
    Dann „diktiert“ das Gericht die Grenzen der Meinungsfreiheit, wie Herr Scholzen selbst schreibt.

    Wenn ich eine Sachdiskussion führen will, statt Gegenargumente zu bringen die Gegenpartei als Person nicht respektiere, kann ich noch so viel die Siebe des Sokrates zitieren, ich stelle mir selbst ein Armutszeugnis aus.

    A propos Karneval. Der Herr Scholzen erinnert sich vielleicht noch an den Aalster Karneval vor ein paar Jahren, als die dortigen „Jecken“ mit der Judenvernichtung üble Scherze trieben… auch im Namen der Meinungsfreiheit.

  15. Marita Eichten

    Seit es die Menschheit gibt wird gelogen. Es ist eine andere Sachen den Lügen Glauben zu schenken. Solche Aktionen gegen die Fake News erinnern mich an die Faktenchecker…

  16. Marcel Scholzen eimerscheid

    Werter Herr Schleck.

    Einer (fiktiven) hässlichen Nachbarin würde natürlich sagen, sie sei hässlich. Sonst würde ich ja Fake News verbreiten.

    Auf dem Aalster Karneval wurde „der Jeck gemacht“ über die Juden ohne direkten Bezug zum Holocaust.Noch ist nicht entschieden, ob das diskriminiert war.

    Werter Herr Hezel.

    Ihre Meinung über meine Thunberg-Kommentare ist nicht ausschlaggebend.Nur die Brf-Richtlinien zählen.Die lassen zum Glück kontroverse Diskussionen zu.Ist gut für die Demokratisierung Ostbelgiens.

    Herr Riemann.
    Jetzt in Corona-Zeiten auf einer solchen Veranstaltung teilzunehmen ist mir zu gefährlich.Bin geimpft aber trotzdem vorsichtig.

    Und ausserdem, was sollte ich dort lernen ? Bis jetzt habe ich keinen Bedarf gesehen. Facebook, Twitter, Instagamm meide ich.

  17. Frank Mandel

    Um mal genau zu sein: es gibt keine Demokratiepädagogik.
    Das ist genauso daneben, wie neue Autorität.
    Da wird geschlagen, was nicht zusammen gehauen will.
    Ein Versuch der nach hinten los geht.
    Abstand halten bitte.

  18. Guido Scholzen

    Im Grunde geht es nur um eines:
    Wir sollen der jetzigen Staatkonstrukt der Berufspolitiker als absolute Obrigkeit gehorchen, den Mund halten, und wenn nicht, dann…🤐