Hilfe nicht gewollt? Rotes Kreuz reagiert auf Vorwürfe des Bürgermeisters von Pepinster

Das Belgische Rote Kreuz hat auf die Anschuldigungen des Bürgermeisters von Pepinster, Philippe Godin, reagiert. Godin hatte erklärt, es habe trotz zahlreicher Anfragen keine effiziente Hilfe der Einrichtung gegeben.

Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Pepinster (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Pepinster (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Das Rote Kreuz weist die Vorwürfe entschieden zurück. Rot-Kreuz-Teams seien derzeit in 14 überschwemmten Gebieten aktiv, darunter auch in Pepinster. Von Anfang an habe das Rote Kreuz auch dort seine Hilfe angeboten. Immer wieder habe es geheißen, dass die Behörden das nicht bräuchten. So werde die medizinische Hilfe von einer anderen Einrichtung gewährleistet.

Dennoch hat das Rote Kreuz nach eigenen Worten mit Freiwilligen beim Reinigen von Häusern geholfen, Mahlzeiten verteilt, und – diesmal auf eine Anfrage der Behörden – die Leitung des Empfangszentrums übernommen, einschließlich des Verteilens von Spenden. Das geschehe in der Regel immer im Dialog mit den Gemeinden und in Zusammenarbeit mit örtlichen Partnern.

Der Bürgermeister von Pepinster hatte seine Kritik bei der Vorstellung der Solidaritätsaktion „Commerce cares“ des Einzelhandelsverbandes Comeos und des Versicherungsverbandes Assuralia geübt. Durch die Aktion können Überschwemmungsopfer einen Monat lang (vom 4. August bis zum 4. September) in bestimmten Geschäften zu ermäßigten Preisen einkaufen. Dafür müssen sie eine Bescheinigung ihrer Versicherung vorlegen. Informationen darüber gibt es auf commercecares.be.

belga/rtbf/mitt/est/sp