Eupen evakuiert vorsorglich 2.000 Menschen

Die Stadt Eupen hat am späten Mittwochnachmittag damit begonnen, die Anwohner der tieferliegenden Straßen in der Unterstadt in Sicherheit zu bringen. Dabei handelt es sich laut Bürgermeisterin Claudia Niessen um eine Vorsichtsmaßnahme, weil die Wesertalsperre große Mengen Wasser ablassen muss.

Die Wesertalsperre ist so voll, dass zusätzlich Wasser abgelassen werden muss (Archivbild: Julien Claessen/BRF)

Die Wesertalsperre ist so voll, dass zusätzlich Wasser abgelassen werden muss (Archivbild: Julien Claessen/BRF)

Bis zu 50 Kubikmeter Wasser pro Sekunde sollen aus der Talsperre in die Weser fließen. Damit will sich die Talsperre auf noch mehr Regen und damit noch mehr Wasserzulauf in der anstehenden Nacht vorbereiten. Für die ohnehin schon volle Weser bedeutet das eine zusätzliche Wasserlast, die für weitere Überschwemmungen in der Unterstadt sorgen könnte.

In den betreffenden Straßenzügen werden Strom und Gas abgeschaltet. Außerdem will die Stadt vermeiden, dass Bürger im Notfall von Wassermassen eingeschlossen werden.

Die evakuierten Bürger sollen soweit möglich bei Angehörigen unterkommen. Darüber hinaus richtet die Stadt die Sporthalle Kettenis als Notunterkunft für die Nacht zum Donnerstag ein.

Bürgermeisterin Niessen warnt, dass Eupen am Donnerstagmorgen weiterhin teilweise überschwemmt und daher für den Verkehr gesperrt sein wird. Berufstätige sollen sich vor der Abfahrt zum Arbeitsplatz informieren, inwiefern sie überhaupt arbeiten können.

So wurden unter anderem auch das Kabelwerk und die Kinderkrippe in der Unterstadt bis zur Entspannung der Lage geschlossen.

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Olivier Krickel