Die Bürger sind wieder gefragt

Der Bürgerrat der Deutschsprachigen Gemeinschaft möchte von allen Bürgern wissen, welche Themen ihnen wichtig sind und welches Thema die nächste Bürgerversammlung behandeln soll.

Jeder Einwohner Ostbelgiens darf Themen vorschlagen. Das kann jeder per Post, per E-Mail oder online machen. Der entsprechende Text muss einen Titel, eine Erläuterung und eine Begründung enthalten. Der Themenvorschlag sollte die Zuständigkeiten der DG betreffen und nicht diskriminierend sein.

Vorschläge können ab dem 10. Mai und bis zum 10. Juni eingereicht werden. Sobald ein Themenvorschlag eingetroffen ist, wird er geprüft und auf der Internetseite des Bürgerdialogs veröffentlicht. Dort können Bürger ihre Unterschrift online abgegeben. Unter allen Themenvorschlägen, die mindestens 100 Unterschriften erreicht haben, wählt der Bürgerrat im Sommer dann das Thema für die nächste Bürgerversammlung aus. Derzeit behandelt die zweite Bürgerversammlung das Thema „Inklusion macht Schule!“.

Detaillierte Informationen gibt der Bürgerrat auf der Internetseite des Bürgerdialogs bekannt. Nachfragen sind möglich unter +32 87 31 84 22 oder buergerdialog@pdg.be.

mitt/lo

12 Kommentare
  1. marcel scholzen eimerscheid

    Das ist ja alles gut gemeint, nur ist direkte Demokratie nach Schweizer Modell viel besser. Eine seit langem bewähre Sache, die der Schweiz eine grosse politische Stabilität verschafft hat.

  2. Barth Marcel

    Lieber Herr Scholzen, da in Belgien Ihrer Meinung nach ja alles so schlecht ist, und anderswo so viel besser, da rate ich Ihnen doch auzuwandern und uns mit Ihren Kommentaren zu verschonen. Oder gehen sie in die Politik und machen es besser.

  3. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Werter Herr Barth.

    Mir gefällt es in Ostbelgien. Warum sollte ich auswandern ? Und weil es mir gefällt, bin ich an Verbesserungen interessiert. Und direkte Demokratie macht Ostbelgien noch besser. Ich halte es ganz mit Oscar Wilde, der sagte : „Ich habe einen ganz einfachen Geschmack. Immer nur das beste.“.

    Bitte ignorieren Sie doch meine Kommentare, wenn Sie Ihnen nicht zusagen.

    Ihre Aussage ist geprägt von typisch ostbelgischem Untertanengeist. Kritische Fragen und Gedanken gelten als etwas schlechtes, als Nestbeschmutzung. In Ostbelgien ist die demokratische Streitkultur noch ziemlich unterentwickelt.

  4. Edmund Gebser

    Werter Herr Scholzen,

    leider ist es wegen der Vielzahl und der Denkfehler sehr schwer geworden Ihre „Beiträge“ zu ignorieren. Ihr Einsatz für die direkte Demokratie nach schweizer Vorbild wird eigentlich nur von der Unwissenheit darüber übertroffen, Daher zu Ihrer Information: Wie in allen westlichen Demokratien werden wichtige Entscheidungen auch in der Schweiz vom Parlament getroffen.Das Volk darf darüber abstimmen ob den 37 (!) strenggläubigen Muslima in der Schweiz das tragen der Vollverschleierung verboten wird. Die Folgen werden sich zeigen wenn auch in der Schweiz die Geschäfte wieder geöffnet haben und die einkaufenden Frauen aus dem arabischen Raum fernbleiben.

  5. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Herr Gebser.

    Danke für die Antwort. Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, der belgischen Bevölkerung die direkte Demokratie zu verweigern. Natürlich werden auch in der Schweiz alle wichtigen Gesetze in den Parlamenten behandelt. Direkte Demokratie ist nur eine zusätzliche Möglichkeit, ein Gesetz zu beschließen.

    Daneben haben Volksabstimmungen und -befragungen auch einen wichtigen psychologischen Aspekt. So kann Unzufriedenheit, Frust etc über die Politik besser kanalisiert werden. Ist eine Art Blitzableiter. Es ist ein Mittel der Kommunikation. Gibt es dieses Mittel nicht, so haben obskure Gruppen, Querdenker, „Heil“-bringer, politisch radikale aller Couleur usw leichtes Spiel. Werden zu einem Auffangbecken für Unzufriedene und zu einem Bedrohungspotential.

  6. Peter Schallenberg

    Bürgerräte und ähnliche Veranstaltungen sind Zucker für die Affen. Mit echter Volksherrschaft hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun!

    Wie leicht man parlamentarische Demokratien aushebeln kann, beweist zum Beispiel Merkel und ihre Notstandgesetzgebung ja wohl zur Genüge. Die klassische westliche Demokratie wurde ad absurdum geführt, der Vertrauensverlust in „die da oben“ ist enorm. Im Gegenzug baut sich ein kritikloser Untertanengeist auf, der erschreckend ist, ja an Masochismus grenzt! Jeder ist in der Lage sich eine eigene Meinung zu bilden, bitte etwas mehr Selbstvertrauen. Und Selbstverantwortung!

  7. Dieter Leonard

    @P. Schallenberg + M. Scholzen

    Wenn man ihre Kommentare hier ließt, kann man sich nur glücklich schätzen, dass es keine direkte Demokratie bei uns gibt. Und man kann nur hoffen, dass dies auch lange noch so bleibt.
    Mit ihren Ausfällen („Zucker für die Affen“, „kritikloser, ostbelgischer Untertanengeist“, „Masochismus“, …) dokumentieren sie nur, dass ihnen für eine Beteiligung an demokratischen Entscheidungsfindungsprozessen, die nötige Reife und das nötige Differenzierungsvermögen fehlt.

  8. Peter Schallenberg

    Danke, Herr Leonard, das kann ich bei Ihren unreifen Vorstellungen von Volksherrschaft nur hoffen!

  9. Ernst Mathieu

    Solange jeder seine Meinung sagen darf, ist die Demokratie noch in Ordnung. Jeder das Recht auf seine Eigene.
    Persönliche Diffamierungen sind in jeder Diskussion fehl am Platz. Gegenseitiger Respekt und Toleranz stärken jede Gesellschaft und führen zu guten Ergebnissen.

  10. Peer van Daalen

    Diese Farce einer Bürgerversammlung ist Geldverschwendung, Zeitverschwendung und insofern sinnlose Mummenschanz für Bürgerinnen und Bürger, die noch mit Kasperlepuppen spielen.

    Ansonsten schließe ich mich den Ausführungen von Herrn MARCEL SCHOLZEN EIMERSCHEID an

  11. Marcel Scholzen Eimerscheid

    Werter Herr Leonard.

    Was verstehen Sie unter „nötigen Reife und Differenzierungsvermögen“ ? Könnten Sie das bitte erklären.

    Im übrigen bin ich froh, dass Sie mir widersprechen. Das zeigt doch, dass direkte Demokratie nach Schweizer Modell ein heikles Thema ist in Ostbelgien. Ungewollt helfen Sie mit, dass dieses Thema nicht totgeschwiegen wird, wie es die politischen Parteien tun. Denn bis jetzt hat sich noch kein Politiker oder Partei zu diesem Thema geäußert. Das hat klar nachvollziehbare Gründe. Man hat Angst, dass die Bürger den Politikern zu viel in die Töpfe schauen, was die so darin kochen.

  12. Guido Scholzen

    In einer Demokratie sind die Bürger nicht die Untertanen der Regierenden, sondern die Regierenden sind unsere Angestellten.