Existenzprobleme im Einzelhandel: Ostbelgische Geschäftsleute bitten DG um Unterstützung

Geschäftsleute aus der Eifel und dem Eupener Land haben sich am Dienstag gemeinsam bei der Regierung in Eupen Gehör verschafft. Bei einem Treffen mit Ministerpräsident Oliver Paasch brachten Vertreter von Gewerbevereinen aus Büllingen, Bütgenbach, St. Vith, Eupen und Kelmis ihre Sorgen und Existenznöte vor.

Lockdown: Geschlossenes Geschäft in Eupen (Bild: BRF)

Bild: BRF

Nicht nur im Horeca-Sektor, auch im Einzelhandel stehen die Geschäftsleute angesichts der coronabedingten Schließungen vor großen Problemen. Das machten die Vertreter der Gewerbevereine am Amtssitz von Ministerpräsident Paasch deutlich.

„Für uns stehen Existenzen auf dem Spiel wie im Horeca-Sektor. Jedes Geschäft hat Warenbestand eingelegt, der fürs Weihnachtsgeschäft vorgesehen war. Diese Waren werden aber nicht mehr verkauft werden, wenn die Geschäfte zu bleiben“, fürchtet Ralph Linden, Einzelhändler aus Bütgenbach.

Die Hoffnung richtet sich auf den 1. Dezember. Dann könnten die Läden frühestens wieder öffnen, wenn der Konzertierungsausschuss das für vertretbar hält. Ausschlaggebend ist dabei die Entwicklung der Corona-Zahlen. Die ostbelgischen Geschäftsleute hoffen, dass die Kunden bis dahin nicht ihre Weihnachtseinkäufe in den Nachbarländern tätigen oder im Internet bestellen.

Deshalb ihr Appell an die Kundschaft: „Wartet mit Weihnachtseinkäufen. Es besteht noch eine Chance, dass nicht nur an zehn Tagen, sondern vielleicht sogar während drei Wochen die Einkäufe in den lokalen Geschäften möglich sind.“

Den lokalen Einkauf zu fördern, das wünschen sich die Geschäftsleute von der DG. Neben Werbung und Marketing hofft der Einzelhandel auch auf finanzielle Unterstützung, wie sie auch andere Branchen erhalten – zum Beispiel durch Schecks, die man in den Geschäften in der DG einlösen kann.

Die Geschäftsleute bewerten das Treffen mit dem Ministerpräsidenten als konstruktiv. Bleibt abzuwarten, ob und wie ihre Vorschläge umgesetzt werden.

Michaela Brück