Wenn alle Augen auf Bütgenbach schauen: Ein Gespräch mit Bürgermeister Daniel Franzen

Die Gemeinde Bütgenbach stand in letzter Zeit in den Schlagzeilen, da dort die Corona-Fallzahlen in die Höhe geschossen sind. Auslöser dafür sollen die Kirmesveranstaltungen gewesen sein. Die Gemeinde wurde als Corona-Hotspot bezeichnet und ist damit nicht nur in den nationalen, sondern auch internationalen Medien ein Thema gewesen.

Für Daniel Franzen haben sich die letzten Tage wie Wochen angefühlt. Täglich trudelten Interviewanfragen bei ihm ein. Was war das für ein Gefühl, als plötzlich alle mit dem Finger auf Bütgenbach zeigten? „Das ist kein schönes Gefühl, für mich als Bürgermeister nicht, aber auch für die Bürger der Gemeinde nicht. Ich habe sehr viele Rückmeldungen erhalten, weil die Leute sich schlecht fühlen und mit mir den Kontakt suchen. Die sagen dann auch: „Wann hört das denn bitte auf, können wir nicht einfach mal nach vorne schauen?““

Die Situation ist derzeit, wie sie ist. Damit scheint Daniel Franzen abgeschlossen zu haben. Auf die Frage, ob er jetzt der Meinung ist, man habe zur damaligen Zeit alles richtig gemacht, oder ob ihn inzwischen doch Zweifel plagen, antwortet er: „Die Situation vor einem Monat war eine ganz andere. Wir fühlten uns alle sicher. Wir waren ja auch der kleine weiße Fleck – sozusagen das kleine Gallien auf der Landkarte. Wir hatten sehr wenig positive Fälle. Es wurde ja auch dazu aufgerufen wieder nach vorne zu schauen, Dinge, die möglich waren, möglich zu machen, um eben Perspektiven zu geben. Auch um das gesellschaftliche Leben wieder anzukurbeln. Wir haben uns dann zusammengesetzt und uns Gedanken dazu gemacht. Natürlich haben wir auch darüber nachgedacht, wir machen gar nichts. Aber es war dann auch mit meine Entscheidung zu sagen: „Doch, die Möglichkeiten sollten wir bieten.““

Die Kirmesveranstaltungen haben stattgefunden, auch ein Sicherheitskonzept hat es gegeben. „Jetzt im Nachhinein hat es nicht geklappt, wie wir es gerne gehabt hätten. Man muss auch sagen, es ist nicht so, dass es aufgrund der Veranstaltungen dazu gekommen ist, dass wir Corona bei uns haben. Corona war ja auch schon vorher präsent. Die Veranstaltungen haben nur dazu beigetragen, dass das Virus sich schneller ausgebreitet hat – bis zu der Situation, die wir heute haben.“

Die jetzige Situation ist keine alltägliche – kann man da als Bürgermeister abends überhaupt noch an etwas anderes denken? „Ich denke, dass ist immer personenbezogen. Ich gehe abends immer nach Hause und habe immer noch die aktuellen Geschehnisse im Kopf. Jetzt in den letzten Wochen war das natürlich viel extremer. Mit diesem Thema stand man auf, ging man ins Bett und selbst nachts beschäftigte es einen.“

Ansprechpartner

Als Kopf der Gemeinde ist der Bürgermeister Ansprechpartner in vielen Angelegenheiten – aber vor allem in Krisensituationen wenden sich die Bürger an ihn. In den sozialen Medien geschieht das immer öfter auch anonym, davon ist Daniel Franzen aber ganz und gar kein Fan: „Ich habe kein Problem, wenn man mich persönlich anspricht. Über meine Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder Facebook-Konto sind viele Nachrichten reingekommen. Ich weiß, wenn man in der Öffentlichkeit steht, wird man kontaktiert, das ist auch gut so. Aber da habe ich den direkten Weg lieber.“

Daniel Franzen erinnert der halb gefüllte See daran, dass wir vielleicht einen Gang runter schalten müssen. Die verschärften Corona-Maßnahmen, die ab Montag gelten, findet er als notwendig, damit die Corona-Zahlen sinken. Er sieht die nächsten Wochen aber auch als Chance, noch einmal zur Ruhe zu kommen: „Die Situation der letzten Wochen hat überall dazu beigetragen, dass die Leute sehr angespannt und aggressiv sind. Da sind Gräben gezogen worden, die Meinungen sind sehr gespalten. Es wird sehr schwer, das wieder zu kitten. Es ist also vielleicht aus mehreren Gründen notwendig, die Handbremse zu ziehen. Die tut vielen weh, das tut mir für alle leid, die dadurch Nachteile haben. Aber wir müssen irgendwie schauen, dass wir das wieder in den Griff bekommen.“

Lena Orban

21 Kommentare
  1. Splitt, Hannelore

    So ist das also mit der Eigenverantwortlichkeit im Bürgermeisteramt. „Wir fühlten uns…“, „Man fühlt sich…“, „Endlich zur Ruhe kommen…“. Dieses Interview ist der pure Hohn für alle diejenigen, die sich seit Auftreten von Corvid an die Regeln halten, die einen Angehörigen auf der Intensiv haben oder gar schon aus diesem Leben verabschieden mußten. Aber Hr. Franzen setzt noch eins oben auf: seit dem 20.10.20 ist das Gemeindeamt Bütgenbach geschlossen, wg. Corona wohlgemerkt – so einfach ist das. Alles im Leben hat Konsequenzen. Ich wäre dafür, daß Hr. Franzen ein Pflicht-Vierteljahr auf einer Intensivstation verbringt und bei dem Personalmangel mithilft. Unbedingte Konsequenz wäre jedoch zeitnah das Bürgermeisteramt niederzulegen.

  2. Frank Mandel

    Bravo! Super Kommentar Frau Splitt, Danke!

  3. Roland Falter

    Herr Frazen schlägt zumindest einen anderen Ton an, als bei dem WDR Interview, denn da behauptete er noch frech, dass alle Gemeinden Kirmes gefeiert haben und nur Bütgenbach das Pech hatte. Den Ausbruch in Recht hatte er verschwiegen.
    Die Frage, ob ihn Zweifel an der Entscheidung plagen, wollte er nicht beantworten. Er redet, wenig geschickt, um das Thema herum aber von Bedauern, keine Spur.
    Da hätte Frau Orban mehr Selbstbewusstsein zeigen sollen und sich nicht mit Ausreden zufrieden geben müssen.
    Im Grunde warten viele auf ein „Sorry, war eine dumme Idee“, aber das wird wohl nie kommen. Wohl aber die nächsten Wahlen.

  4. Uwe Chemnitz

    Es ist einfach ….hätte man es einfach mal sein lassen….!!!!!..von wegen von ausserhalb ..es hat sich da vermehrt….

  5. Torsten Ogertschnig

    Die Kirmes war wohl wichtig für die Stadtkasse, denn die Standgebühren mussten ja bezahlt werden. Zudem haben die Bürger eine schöne Kirmes. Die werden sich gedacht haben, wenn das jetzt erlaubt ist, dann kann das ganze Corone Theater ja nicht so schlimm sein und haben auf die Verwaltung vertraut.
    All diejenigen die nun sterben oder bleibende Schäden durch dei Erkrankung erleiden werden es dem Bürgermeister danken…

    Wir, die wir seit Monaten zu Hause bleiben und nur dann raus gehen wenn es nicht anders geht, denen wird es später keiner danken. Wir sind die die vernünftig sind, wir müssen unter solchen Leuten leiden. Denn so dauert alles nur um so länger.
    Es ist wie bei der Pest, da haben die Quacksalber Kot auf die Eiterbeulen geschmiert und gedacht es könnte helfen.
    Heute wird auch jede Sch… wegen dem Corona ausprobiert und nichts funktioniert richtig.
    Hirn einschalten und zu Haus bleiben.
    Das hilft und funktioniert!

  6. Jean Leon

    Was für ein Blender.

  7. ROLAND LEJEUNE

    Mal gespannt wie die nächsten Gemeinderatswahlen ausgehen werden ?

  8. Guido Scholzen

    An diejenigen, die jetzt dem Bürgermeister die Leviten lesen:

    Wart ihr nicht froh, dass es Lockerungen im Sommer gab, weil im Frühjahr fast alles verboten und abgesagt war?
    Wart ihr nicht positiv überrascht, als 100 Menschen einen „Spaziergang in St. Vith“ Ende Mai unternahmen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren?
    Warum habt ihr denn keine Kommentare bei den BRF-Artikeln verfasst, die von der Bütgenbacher Kirmes handeln, BEVOR bekannt wurde, dass der Virus dort massiv verbreitet wurde?

    „Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“
    Okey, ich muss ja eines zugeben: der Jude, der das gesagt hat, den hat man auch ans Kreuz geschlagen, nicht wahr, werte Corona-Pharisäer?

  9. Torsten Ogertschnig

    @ Guido Scholzen

    Ich werfe gerne den ersten und auch den 1000. Stein.
    Wir sind immer zu Hause geblieben und haben uns an alles gehlten.
    Allerdings sind die hirnlosen herum gerannt und haben sich wie die Deppen im Sommer vor die Kneipen und Cafe´s gesetzt und nun liegen sie auf dem Friedhof oder in den Kliniken und sterben.
    Wer hat wohl mehr Hirn?
    Wenn Sie mich fragen, dann hätte ich sofort im Frühjahr Polizei und Militär auf die Straßen gestellt und 8 Wochen alles dicht gemacht, dann hätten wir das Problem heute nicht.
    Denn offenbar funktioniert bei der hirnlosen Masse im Volk nur eine Sprache und die muss klar und unmissverständlich sein.
    Die Vernünftigen haben ja kein Problem damit.
    Es sind nur immer die die zu blöd sind ihren Verstand zu benutzen.
    Und es wird noch soweit kommen, dass genau dieses Szenario notwendig werden wird.
    So traurig das alles ist.

  10. Christian Voigt

    Herr Scholzen,
    Nehmen Sie sich in Art, es könnte viele Steine hageln, besonders auf diejenigen die ständig alles geleugnet oder verharmlost haben.
    Ich glaube nicht dass verantwortungsbewusste Menschen „positiv“ überrascht waren, ganz im Gegenteil. Ich meine Ihnen kammen doch eigentlich täglich Gegenkommentare entgegen. Wundert mich aber nicht dass Sie das inzwischen vergessen haben. Ist halt so bei Menschen mit Ihrer Einstellung.

  11. Lutz-René Jusczyk

    Herr Scholzen und Herr Ogertschnig, Sie verkörpern in gewisser Weise die beiden Gegenpole in der nachträglichen Einschätzung der Lage und ich muss sagen, dass ich beide Seiten verstehen kann.
    Ich glaube, die Gefahren des Virus wurden ganz einfach von vielen unterschätzt.
    Es fällt mir schwer, daraus im Nachhinein Vorwürfe zu konstruieren.
    Schlussendlich trägt jeder Mensch eine gewisse Eigenverantwortung, d.h. wenn ich in Pandemiezeiten auf eine Kirmes gehe, dann muss ich halt versuchen, zu enge Kontakte zu meiden.
    Wenn das nicht geht, weil es bspw. in einem Festzelt zu wenige Plätze gibt, dann bleibe ich halt fern.
    Eine bis zwei Wochen nach dem Öcher Bend, der ja viel größer ist als die Kirmes in Bütgenbach, sind die Infektionszahlen in Aachen meines Wissens auch nicht in die Höhe geschnellt.
    Wenn ein strenges Hygienekonzept vorliegt und dessen Einhaltung kontrolliert wird, mag dies die Stimmung ein wenig drücken, aber wir haben nunmal eine weltweite Pandemie und müssen uns vorerst einschränken.

  12. Dieter Leonard

    @LR Jusczik
    Ihr Verständnis für Herrn Scholzen in Ehren.
    Wenn man seine Haltung und öffentlichen Stellungnahmen zu anderen gesellschaftspolitischen Fragen kennt, drängt sich der Eindruck auf, dass es ihm nie um konstruktive Beiträge und um die Sache geht, sondern immer nur um das Infragestellen des Infragestellens Willen. Man könnte auch sagen, um das Besserwissen des Besserwissens Willen.
    Dass er mit seinen Positionen meist auf dem Holzweg ist, spielt da auch gar keine Rolle mehr. Aber das hat die Mehrheit in den öffentlichen Foren längst verstanden.

    @G. Scholzen
    Ob es Corona-Pharisäer gibt, weiß ich nicht. Bei Corona-Querulanten bin ich mir ziemlich sicher.

  13. Lutz-René Jusczyk

    Herr Leonard, es ist keineswegs so, dass ich alle Beiträge von Herrn Scholzen gut finde, im Gegenteil.
    Bezogen auf Ostbelgien gibt es eine Facebook-Gruppe mit mehr als 800 Mitgliedern, wo ausschließlich derartige Positionen vertreten werden.
    Ich habe dort ein paar kritische Kommentare hinterlassen, erhielt darauf jedoch keinerlei Reaktionen.
    Meines Erachtens ist es schon bedenklich, wenn Menschen sich in einer Art Meinungs- und Informationsblase befinden und gar nicht mehr in einen echten Dialog mit Andersdenkenden treten.
    Auffällig ist zudem, dass dort häufig Medienschelte geübt wird; der BRF kommt leider auch nicht besonders gut weg; stattdessen informiert man sich lieber aus dubiosen Quellen wie einem bekannten mit K beginnenden Verlag.
    Vor 20 Jahren gab es so etwas nicht, aber damals existierten auch noch keine sozialen Netzwerke.
    Unsere Gesellschaft driftet immer mehr auseinander und daran haben die sozialen Netzwerke einen nicht unerheblichen Anteil.
    Welche Konsequenzen dies hat, sehen wir am deutlichsten mit Blick auf die USA.

  14. Uwe Chemnitz

    Und da dachte ich, der Herr S hält mal paar Tage die Tasten still….nein macht er nicht.
    Sie und viele Andere sind daran schuld das fast täglich ein Helikopter in St. Vith landet, Kranke ausfliegt….genau Sie sind die Leute, die Anderen versuchen einzureden alles im grünen Bereich…..das ist suboptimal……vornehm ausgedrückt.

  15. Torsten Ogertschnig

    @ Lutz-René Jusczyk
    Um das mal deutlich zu sagen, ich bin kein nachher Besserwisser, denn ich habe über die ganze Zeit immer genau diese Meinung vertreten und in verschiedenen Kommentaren kund getan. Mir war schon sehr früh klar, dass es viele Menschen geben wird, die die Lage nicht richtig bewerten können und die das alles nicht ernst nehmen. Warum dies auch immer so ist, mir war das klar.
    Ich denke, dass eine Aufklärung her muss, die so gestaltet ist, dass sie auch von einfachen Menschen oder Coronaleugnern begriffen werden kann. Das ist eine schwierige Aufgabe, aber ich sehe darin auch eine Verantwortung denen gegenüber, die es vielleicht gar nicht begreifen können. Wir machen doch auch Rampen für Rollstuhlfahrer, warum dann nicht auch eine CoronaAufklärung für Begriffsstutzige. Für Menschen die eine Lernschwäche haben, die es anders erklärt haben müssen, um es verstehen zu können. Dann würde es vielleicht funktionieren.

  16. Ernst Josten

    Hauptschuld hat der Corona-Virus und das kalte Wetter.

  17. Christian Voigt

    Noch so einer.
    Ich kann mich nicht erinnern dass es Bitterkalt war als die Zahlen anfingen zu steigen. Weder hier, noch in Italien, Spanien und Frankreich wo die auch stiegen.
    Ich kann mich natürlich täuschen, würde mich aber wundern.

  18. kohnenmergen elvira

    Ich gebe GUIDO SCHOLZEN vollkommen Recht.Kritisieren im nachhinein kann jeder.All diejenigen die die nächste Bürgermeisterwahl ansprechen können es ja scheinbab besser.Also werden es ja viele Leute bei der nächsten Bürgermeisterwahl geben die sich für den Posten zur verfügung stellen.
    Was kann Hr Franzen dafür wenn die Leute sich nicht beherrchen können?Es ist nicht die Schuld von Ihm wenn gefeiert wird ohne Ende.Ich wüsste mal gerne wer all Zuhause während der letzten Monate gefeiert hat und gedacht hat“es sieht ja keiner“.Es war im Sommer schon klar das im Herbst eine neue Welle kommt.Und das wäre auch so gewesen ohne Kirmes.Das bringt der Herbst eben so mit sich.

  19. Marcel Scholzen eimerscheid

    Im Nachhinein kann immer gut kritisieren.

    Theoretisch konnte nichts passieren, denn es gab ein Sicherheitskonzept und die bekannten AHA-Regeln. Nur das war eine Fehleinschätzung. Die menschliche Dummheit (=Nichtbeachtung der Regeln) wurde zu wenig berücksichtigt.

  20. Torsten Ogertschnig

    In einem Land in dem man zu dumm ist ebene Gehwege hin zubekommen, da ist das doch logisch, dass das Volk sich nicht an Regeln halten kann. Das liegt in der Natur der Einwohner.
    Ich habe seit Monaten geschrieben, dass diese Gefahr besteht und ich weiß warum ich zu Hause bleibe und nur für das aller notwendigste raus gehe. Ich weiß das. Weiß der Himmel warum. Vielleicht hat der liebe Gott mir eben genau diese 2 Teelöffel Hirn mehr gegeben, die es braucht, um sowas erfassen zu können. Aber ich lasse mir jetzt nicht nachsagen, ich würde jetzt erst im Nachhinein schreiben.
    Aber vielleicht haben die die so einen Quatsch hier schreiben, eben genau diese 2 Teelöffel Hirn zu wenig, um es sich in Erinnerung zu rufen das ich es seit Monaten geschrieben habe.

    Nostradamus schrieb: Nur wer prophetisch gewesen ist, kann prophezeien.
    Entschuldigung, dass ich das alles vorhersehen konnte und es geschrieben hatte!

  21. Lutz-René Jusczyk

    Herrn Ogertschnig, ich bin sowohl Deutscher als auch Belgier und wie man anhand meines Nachnamens unschwer erkennen kann, habe ich zum Teil polnische Wurzeln.
    Sehr gerne lebe ich in jenem Land mit den angeblich unebenen Gehwegen (wobei ich ehrlich gesagt noch gar nicht bemerkt habe, dass sie uneben sind), das gerade in den deutschen Medien häufig negativ dargestellt wird. Die Menschen sind in der großen Mehrheit sympathisch, freundlich und weltoffen.
    In der derzeitigen Krise haben wir einfach nur ein besonderes Pech, aber wir werden da wieder herauskommen. Bereits jetzt sinken langsam die Infektionszahlen.
    Mir ist der europäische Gedanke sehr wichtig, deshalb setze ich mich für offene Grenzen auch in Pandemiezeiten ein. Das bedeutet aber meiner Überzeugung nach ebenso, dass wir uns in unserer Unterschiedlichkeit wertschätzen und einander solidarisch beistehen, wenn jemand in Not gerät. Nur so lässt sich der Nationalismus überwinden, der insbesondere durch die populistischen Parteien wieder salonfähig gemacht wurde.