Weideschlachtung soll ab dem nächsten Jahr erlaubt werden

Ab dem nächsten Jahr soll die sogenannte Weideschlachtung erlaubt werden. Der Europaabgeordnete Pascal Arimont (CSP-EVP) und die beiden ostbelgischen Regionalabgeordneten Anne Kelleter (Ecolo) und Christine Mauel (PFF-MR) hatten dazu ein Arbeitsgespräch bei der EU-Kommission geführt.

Illustrationsbild: Olivier Krickle/BRF

Illustrationsbild: Olivier Krickel/BRF

Ausgangspunkt war ein Austausch mit der Landwirtin Christine Schleck aus Recht. Zur Zeit ist es nur in besonderen Ausnahmefällen möglich, Tiere auf der Weide oder auf dem Hof zu schlachten. Nach Angaben der Kommission sollen nun die rechtlichen Grundlagen geschaffen werden, damit die Weideschlachtung im Beisein eines Tierarztes möglich wird, erklären Arimont, Kelleter und Mauel in einer gemeinsamen Mitteilung.

Demnach befürworten Tierschützer diese Methode, „da der Stress des Tieres bei der Schlachtung in gewohnter Umgebung signifikant reduziert werden kann“. Außerdem könne so auf längere Lebendtiertransporte verzichtet werden.

Auf Ebene der Wallonischen Region läuft zurzeit eine Machbarkeitsstudie zum Thema Schlachten auf dem Bauernhof. „Ziel ist es, konkrete Möglichkeiten für die Entwicklung des Schlachtens im landwirtschaftlichen Betrieb für verschiedene Tierarten zu ermitteln. Denn neben der gesetzlichen Grundlage muss auch die Rechnung für die Landwirte unterm Strich stimmen“, erklärt Anne Kelleter. Und ihre Kollegin Christine Mauel ergänzt: „Analysiert wird auch, wie sich das Schlachten auf dem Bauernhof und das klassische Schlachten im Schlachthof ergänzen können. Es ist extrem wichtig, von Beginn an auch die Schlachthöfe mit ins Boot zu holen. Ohne sie kann das Fleisch später nicht verarbeitet und weiterverkauft werden“.

„Mit dieser Initiative fördert der Gesetzgeber also nicht nur das Tierwohl, sondern auch die regionale Wirtschaft durch die Stärkung von Kreisläufen. Die Nachfrage und der Wille der Kunden, die gerne wissen wollen, woher ihr Fleisch stammt und dass das Tier bis zu seinem Tod respektvoll behandelt wurde, sind ebenfalls vorhanden“, meint Pascal Arimont abschließend.

mitt/sp

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Ein Kommentar
  1. Jean-Pierre DRESCHER

    Eine längst überfällige Entscheidung, mit der man schon vor 30 Jahren seit es diese EU gibt die grausame Tierquälerei von ich weiß nicht wie viel 100 Millionen Schlachttieren hätte wenigstens gelindert bekommen.

    Immer noch weniger schlimm der schnelle Tod auf der Weide wie die fürchterlichen Gewaltekzesse gegen wehrlose Tiere im Schlachthof meist ganz ohne Betäubung wie selbst offizielle TV-Filme regelmäßig beweisen und im LKW-Transport bzw. im Güterzug aus der EU bis in die Mongolei.

    Fakt ist wenn wir auf Mich, Eier und Fleisch angewiesen sind kommen wir nicht um das Töten von Tieren herum. Deshalb, jetzt auch sofort umsetzen damit jede Art von Tierquälerei konsequent verbannt wird aus Europa und der Welt!

    Selbe Forderung bei rituellen Schlachtungen. Erlaubnis erteilen ja, wenn vorher nachweisbar fachmännisch betäubt wird durch Strom, Helium oder wirklich auch funktionierenden Schlagbolzen von EWR-zertifizierten Schlachtern.

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