Primarschulen bereit für den Schulstart

In diesem Jahr waren die Schüler nicht nur in den beiden Sommermonaten vom Unterricht befreit. Sie haben auch in den Monaten davor coronabedingt viel Zeit zu Hause verbracht. Viele Primarschüler freuen sich deshalb besonders auf den Schulstart und darauf, Freunde und Mitschüler wieder jeden Tag zu sehen.

Schule (Bild: Dirk Waem/Belga)

Illustrationsbild: Dirk Waem/Belga

Mit Ausnahme der Primarschule Hünningen, die dieses Jahr geschlossen bleibt, weil es nicht genug Kinder gibt, starten am Dienstag alle Primarschulen in Ostbelgien ins neue Schuljahr.

Lehrer

In Herbesthal sind allerdings noch nicht alle Lehrerstellen besetzt. Das liegt laut Bürgermeister Patrick Thevissen auch daran, dass die Schülerzahl zunimmt. Thevissen glaubt aber, dass sich das Problem in den nächsten Tagen lösen lässt.

Ansonsten sieht es zum Schulstart gut aus. Die Schulen haben es geschafft, die Unterrichtsstunden zu vergeben. Wenn während des Schuljahres ein Lehrer ausfallen sollte, ist das jedoch ein großes Problem, von dem alle Primarschulen betroffen sind. Wenn ein Lehrer krank wird oder aus anderen Gründen ausfällt, dann gibt es keinen Ersatz. Es gibt einfach zu wenig Lehrer auf dem Arbeitsmarkt. Das bedeutet andererseits, dass es für die Schulabgänger, also die ganz jungen Grundschullehrer, einfacher ist, Arbeit zu finden.

In der städtischen Grundschule Kettenis gibt es in diesem Jahr auch einen Wechsel bei der Schulleitung. Petra Schmitz tritt an die Stelle von Bernd Derichs.

Platzmangel

In Herbesthal werden einige Unterrichte in einem Container gegeben. Patrick Thevissen hat erklärt, dass der Platzmangel an der hohen Anzahl Schüler liegt und daran, dass die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden müssen.

Laut der Raerener Schulschöffin Vanstreels ist der Platz in der Grundschule in Lichtenbusch sogar so knapp, dass gleich drei Container aufgestellt wurden.

Hygieneregeln

Die Schulschöffen finden, dass die letzten Unterrichtswochen im Juni die Lehrer und Schüler gut auf den Schulstart im September vorbereitet haben. Die Primarschulen starten im Code gelb und das heißt „relativ normal“. Die Kinder werden zusammen in ihren Klassen unterrichtet. Sie müssen sich allerdings die Hände mit Seife waschen, bevor sie ins Klassenzimmer gehen, und an den Eingängen der Schulen stehen Desinfektionsspender.

Die Lehrer tragen im Unterricht keine Masken, es sein denn, sie gehen zu einem Kind ans Pult und können den Abstand nicht einhalten. In den Fluren und im direkten Umgang miteinander müssen die Lehrer aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Externe sollen nach Möglichkeit aus den Schulen herausgehalten werden. Die Eltern sollen die Schulen nicht betreten. Eine Ausnahme sind die Kinder im ersten Schuljahr, von denen ein Elternteil mit ins Klassenzimmer darf – auf Abstand und natürlich mit Maske.

Sekundarschulen bereiten sich auf den Schulstart vor

Chantal Scheuren