Deutsche Atomkraftgegner klagen gegen Export von Brennelementen nach Belgien

Ein Atomkraftgegner aus Aachen hat Klage eingereicht gegen den Export von Brennelementen nach Belgien.

Tihange

Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga

Die Klage, die er zusammen mit mehreren Anti-Atom-Initiativen eingereicht hat, richtet sich gegen die Exportgenehmigung für Brennelemente aus Lingen in Niedersachsen nach Doel bei Antwerpen.

Die Kläger halten die mehr als 40 Jahre alten Reaktoren für zu störanfällig und sehen ein Risiko für Atomunfälle.

Doel 1 und Doel 2 sind seit 1975 in Betrieb. Wie auch das Werk in Tihange gelten sie bei deutschen Umweltgruppen als Risikokraftwerke.

dpa/vk

2 Kommentare
  1. Lars Vollpracht

    – Im Juli 2019 hatte der EuGH die getroffene Laufzeitverlängerung von Doel 1 und Doel 2 wegen der fehlenden länderübergreifenden Umweltverträglichkeitsprüfung als nicht rechtens beurteilt.
    – Anfang März 2019 bestätigte das belgische Verfassungsgericht in seinem Urteil, dass der Weiterbetrieb der beiden 45 Jahre alten Reaktoren unrechtmäßig ist.
    Jede weitere Belieferung mit Brennelementen aus Deutschland ist gegen den gesunden Menschenverstand!

  2. Guido Scholzen

    Nein, Herr Vollpracht.
    Ein öffentliches Stromnetz braucht Grundlastfähigkeit, und die wird durch konventionnelle Kraftwerke garantiert. Also auch Kernkraftwerke.
    Die Politiker und Richter, die einen Ausstieg aus der Kernkraft vollziehen, haben leider keine Ahnung von dieser Materie.
    Und wenn keine Brennelemente mehr aus Deutschland kommen, muss man sich eben nach neuen Unternehmen in anderen Ländern umsehen.