Arimont: „Brauchen gemeinsame Kriterien“

In einem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und an Premierministerin Sophie Wilmès sowie in einer Anfrage an die zuständigen EU-Fachminister hat der ostbelgische EU-Abgeordnete Pascal Arimont (CSP-EVP) gegen den aktuell bestehenden europäischen Flickenteppich an Reiseempfehlungen und Quarantäne-Auflagen protestiert.

Pascal Arimont (Bild: Dirk Waem/Belga)

Pascal Arimont (Bild: Dirk Waem/Belga)

Der Ostbelgier wehrt sich gegen die rein national bestimmten Vorgaben. Arimont macht deutlich, dass die EU-Mitgliedstaaten erneut in eine mittelalterlich anmutende Kleinstaaterei verfallen, die mit dem Gedanken des freien Personenverkehrs nicht vereinbar ist.

Insbesondere in Grenzregionen aber auch bei Reisenden innerhalb Europas führe das derzeitige Chaos laut Arimont zu wachsender Unsicherheit. Immer mehr Mitgliedstaaten warnen vor Reisen in bestimmte EU-Länder bzw. europäische Regionen mit erhöhten Infektionszahlen und sprechen Quarantäne-Verpflichtungen aus.

Zwar gründen mehrere EU-Mitgliedstaaten ihre Empfehlungen und Vorgaben auf den Zahlen und Farbcodes des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC). Dennoch unterscheiden sich ihre Vorgaben und Schlussfolgerungen erheblich. Arimont wünscht sich eine gemeinsame Herangehensweise in dieser Angelegenheit.

mitt/lo