Finissage im Ikob zu „Stadt der Träume“

"Wie soll die Stadt der Zukunft aussehen?" Ganz so einfach ist es nicht, hier eine Antwort zu finden. Das Museum für zeitgenössische Kunst, Ikob, hat diese Frage nun denen gestellt, die später einmal in dieser Stadt der Zukunft leben könnten: nämlich Kindern. Diese durften sich in einem Kreativwettbewerb Gedanken über ihre ganz persönliche Stadt der Träume machen.

Finissage im Ikob zu "Stadt der Träume" (Bild: Andreas Lejeune/BRF)

Finissage im Ikob zu "Stadt der Träume" (Bild: Andreas Lejeune/BRF)

Wenn es darum geht, die Stadt der Träume zu entwerfen, dann sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Dann gibt es nicht nur Rutschbahnen, Lamas und fliegende Autos in einer Stadt, sondern auch mal einen Fluss aus Kaugummi.

Miriam Elebe vom Ikob hat den Kreativwettbewerb während der Corona-Krise ins Leben gerufen. Die Museumspädagogin ist begeistert von der Kreativität und dem Einfallsreichtum der Kinder. Die Wäscheleine hängt in der Stadt von Carla, Nelli und Oscar. Doch nicht nur das. Es gibt Gemüsegärten, Windräder und, ganz im Zentrum der Stadt, ein Schwimmbad.

Mal haben mehrere Kinder als Architekten fungiert, mal waren Einzelkünstler am Werk. Teilgenommen haben an dem Wettbewerb hauptsächlich Kreative aus dem Dreiländereck. Doch trotz unterschiedlicher Hintergründe und Herangehensweisen sieht Miriam Elebe auch Gemeinsamkeiten.

Ein Kunstwerk heißt „Die Stadt atmet“ und wurde aus Shanghai nach Eupen geliefert. Für Miriam Elebe besteht hier ein klarer Bezug zu der Corona-Pandemie. Auf den Wettbewerb aufmerksam geworden ist die chinesische Teilnehmerin über das Radio.

Die Kinder sind stolz auf ihre Kreationen. Und wer weiß, vielleicht hat der ein oder andere Künstler später die Gelegenheit, seine Stadt der Träume in die Wirklichkeit umzusetzen. An Visionen mangelt es nicht.

Andreas Lejeune