To go or not to go: Coronaregeln ad absurdum

To go oder not to go - die Coronaregeln scheinen in manchen Fällen sehr absurd. Essen zum Mitnehmen? Ja! Essen und Trinken zum Mitnehmen, ja. Trinken zum Mitnehmen nein. Sich auf eine Bank oder ein Mäuerchen setzen, um zu essen? Nein! Denn Menschenansammlungen sind verboten. Die Regel lautet: OK für "To go". Vor Ort verzehren: ein "No go"! Das bekamen das Restaurant an der Wesertalsperre und Ternell zu spüren. Coronaregeln ad absurdum.

Coronaregeln: Auch Ternell's und Wesertalsperre dürfen nicht öffnen (Bild: Malou Bresser/BRF)

Coronaregeln: Auch Ternell's und Wesertalsperre dürfen nicht öffnen (Bild: Malou Bresser/BRF)

Die Restaurants an der Wesertalsperre und auf Ternell sind ab sofort komplett geschlossen. In den letzten Wochen hatten die Betreiber Gerichte und Getränke „To go“ angeboten, doch damit ist Schluss. Dieter Liebertz ist der Betreiber des Restaurants an der Wesertalsperre und schildert seine Sicht der Dinge so: „Die Situation ist einfach: Wir sind angehalten worden, den Self-Service einzustellen. Den Betrieb schließen wir jetzt.“

Notgedrungen akzeptiert Liby, wie seine Stammkunden ihn nennen, die Situation, wie sie ist. Menschenansammlungen sind verboten und die Terrassen bleiben geschlossen. Verständnis für die Auswirkungen auf seinen Betrieb kann er jedoch nicht aufbringen.

Was wenige Kilometer entfernt auf der anderen Seite der Landesgrenze erlaubt ist, darf an der Eupener Talsperre nicht sein. Dieter Liebertz fragt sich, wie er den hungrigen und durstigen Waldbesuchern das plausibel machen soll. So absurd es auch klingen mag: Der Erlass sieht vor, dass Speisen und Getränke „To go“ nur zu Hause verzehrt werden dürfen.

Das Ternell’s ist mehr als zehn Kilometer von der Eupener Innenstadt entfernt. Betreiber Marc Bontemps findet es realitätsfremd, von den Kunden zu erwarten, dass sie bei ihm kaufen und dann den Weg nach Hause antreten, um dort Hunger und Durst zu stillen.

Chantal Scheuren

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5 Kommentare
  1. zilles paul

    Wilkommen in Absurdistan !!!
    Auf die Bürokraten schmeisst mit Eierhandgranaten !!!

  2. Peter Schallenberg

    Herr Zilles, das tun die Bürokraten doch alles nur für unser Wohlergehen und im selbstlosen Kampf gegen ein Grippevirus. Würdigen Sie das doch auch mal! Denn Sie, Herr Zilles, können doch gar nicht wissen, was richtig und falsch ist, weil Sie kein Experte sind.

  3. Lili Radermacher

    Diese widersprüchliche Gesetzesgebung ist die reinste Ironie…. Während ich weiter spazieren gehe, was ja erlaubt ist, darf ich dann nicht mein Getränk und meine Speisen ‚to go‘ verzehren???? Auf einen Baumstamm darf ich mich setzen, auf den Boden ebenfalls,… Aber auf keine Bank????
    Wer kann diese ‚Logik‘, die ja unserem Schutz dient, nachvollziehen?
    Ich nicht!
    Es ist absurd!

  4. Marcel Scholzen eimerscheid

    Sehr geehrte Frau Rademacher.

    Bitte bedenken Sie, Belgien ist das Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten und des politischen Surrealismus. Hier ist vieles möglich, was sonstwo nicht geht.

  5. ALFRED MAUEL

    ABSURD IST VIEL ZU MILDE AUSGEDRÜCKT
    WAR GERADE IN AACHEN:;ALLE CAFES SASSEN VOL MIT ABSTAND UND PERSONAL MIT MUNDSCHUTZ
    ES TUT MIR WEH WENN ICH SEH WAS HIER IN BELGIEN ABGEHT UND DIE RESTANRANTS UND CAFES IMMER NOCH NICHT ÖFNEN DÜRFEN
    UNVERSTÄNDLICH

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