Nichts Unangenehmes: Blutspende in St. Vith

Vor wenigen Wochen noch hat das Rote Kreuz Alarm geschlagen: Die Blutreserven in Belgien wurden knapp. Doch das Spenden ist in Zeiten von Corona keine Selbstverständlichkeit. Auch in St. Vith gab es Probleme, da das Rote-Kreuz-Zentrum nicht genug Platz bietet für den nötigen Abstand. Die neue Blutspendenbeauftragte Dortothée Messerich und die anderen Ehrenamtlichen haben die Spende kurzerhand in die Bischöfliche Schule verlegt.

Blutspende in St. Vith (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Blutspende in St. Vith - derzeit in der BS (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Es ist wieder mehr Leben an der Bischöflichen Schule in St. Vith. Nicht nur, weil wieder unterrichtet wird. Auch das Rote Kreuz hat einige Räume in Anspruch genommen – für die Blutspende.

„Aufgrund der aktuellen Situation durch Covid-19 war es uns nicht möglich, die Spende im Haus des Roten Kreuzes zu organisieren. Daher sind wir hier zur BS umgezogen. Hier sind breitere Flure und im Spielsaal der BS, wo wir die Liegen haben, sind die Abstandsregeln sehr gut einzuhalten“, erklärt Dorothée Messerich.

Abstands- und Hygieneregeln – sie gelten auch schon beim Einschreiben und Schlange stehen. Denn vor der Spende muss jeder noch zur medizinischen Kontrolle. „Der Arzt wird dann auch nochmal Fragen stellen. Er muss dann abwägen, ob es ein Risiko für Empfänger oder Spender gibt und er muss dann noch grünes Licht für die Spende geben“, so die Blutspendenbeauftragte.

Auf Corona wird man übrigens nicht getestet. Denn damit kann man sich nicht über Blut anstecken. Spender sollten aber symptomfrei sein – und einige Kriterien erfüllen. Dorothée Messerich: „Ein Spender sollte mindestens 18 Jahre alt sein und nicht älter als 65, wenn er zum ersten Mal spendet. Ein Spender sollte auch in den letzten sechs Monaten nicht operiert worden sein oder Reisen in tropische Gebiete gemacht haben.“

Prinzipiell kann jeder, der sich gesund fühlt, ohne Anmeldung kommen. Viele der Spender in St. Vith sind schon seit Jahren dabei – alle drei Monate. Dass die Spende wegen Corona etwas länger dauert als sonst, macht ihnen nichts aus. „Es ist auf keinen Fall unangenehm“, sagt ein Mann, der schon zum 35. Mal spenden kommt. „Ich kann jedem raten, auch Blut zu spenden. Hier in der BS ist mehr Platz als unten im Rote-Kreuz-Zentrum. Ansonsten ist es das Gleiche.“

Ein anderer Mann, der schon seit mehr als 30 Jahren spendet, ist überzeugt: „Blutspenden ist eine gut Sache. Es wird immer Blut gebraucht. Und als Spender bekommt man auch noch eine ärztliche Kontrolle jedes Mal, wenn man kommt. Blutspende ist einfach eine wichtige Sache für die Gesellschaft.“

Die ersten beiden Spenden in der Bischöflichen Schule waren ein voller Erfolg. Knapp 90 Menschen sind jeweils am Mittwoch und am Freitag erschienen. „Die Menschen haben Geduld, bleiben schön brav stehen und machen das mit“, lobt auch die Präsidentin der Rotkreuz-Sektion St.Vith-Burg-Reuland, Marie-Hélène Düsseldorf die Teilnehmer.

Die nächste Spende organisiert das Rote Kreuz am 19. und 21. August, vermutlich auch dann wieder in der BS. Mehr Infos zum Blutspenden findet man auf der Blutspende-Webseite des Roten Kreuzes.

Raffaela Schaus

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