Tierschutz im Zeichen von Corona

Wegen der Coronavirus-Pandemie sind derzeit viele Menschen verunsichert, wie sie mit ihren Haustieren umgehen sollen. Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt die Tierschutzorganisation Gaia.

Mann mit Hunden in New York (Bild: Angela Weiss/AFP)

Illustrationsbild: Angela Weiss/AFP

Wir Menschen sind viel damit beschäftigt, wie wir uns in Zeiten des Coronavirus verhalten: Abstand zueinander, Hände waschen und ganz allgemein Rücksicht nehmen. Wie aber sieht es mit unseren Tieren aus?

Die ostbelgische Tierschutzorganisation Gaia informiert, dass Haustiere in keinerlei Weise eine Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus spielen. Das hat auch die Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigt.

Trotzdem sind viele Halter im Umgang mit ihren Haustieren verunsichert und fragen sich etwa, ob sie mit ihrem Hund noch Gassi gehen dürfen. Die Antwort von Georg Kremer von Gaia Ostbelgien ist klar: „Fakt ist, dass der Aufenthalt in der freien Natur empfehlenswert ist – und das gilt selbstverständlich auch für den Hund. Allerdings dürfen dafür keine Autofahrten in Anspruch genommen werden“, erklärt Kremer.

„Nach Möglichkeit sollte man die üblichen Gewohnheiten nicht ändern, aber in dem konkreten Fall gibt es keine andere Wahl. Es ist unerlässlich, dass man sich in der Umgebung der Wohnung aufhält und man auf gar keinen Fall den Pkw in Anspruch nimmt, um mit dem Hund spazieren zu fahren.“

Über das Gassigehen hinaus stellen sich für Tierhalter in diesen Tagen natürlich noch viele weitere Fragen: Bleibt die Versorgung mit Tierfutter gewährleistet? Wie sieht es mit dem Besuch beim Tierarzt aus? Auf ihrer Webseite gaia.be hat die Tierschutzorganisation deshalb viele Antworten auf häufig gestellte Fragen zusammengestellt.

Dort räumt Gaia auch mit einigen Gerüchten auf. „Es trifft zum Beispiel überhaupt nicht zu, dass Leute ihre Tiere vermehrt ins Tierheim abgeben, weil sie fälschlicherweise davon ausgehen, dass sie sich über das Tier infizieren könnten.“ Auch in den Tierheimen in Eupen und Kettenis seien bislang keine Tiere aus Angst vor dem Coronavirus abgegeben worden, weiß Kremer.

ar/mg

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5 Kommentare
  1. Marcel Schmetz

    Georg Kremer: „Man darf nur von zuhause aus den Hund ausführen, nicht mit dem Hund im Wagen losfahren“.
    Redakteur Andreas R.: „Darf man denn das Hundefutter auch nur zu Fuß besorgen?“
    Zu köstlich, you made my Coronaday! Wo kommen nur die ganzen schlauen Fragen her?

  2. Jean-Pierre DRESCHER

    So ganz unbegründet halte ich diese Fragen nicht.

    Hoffen wir dass in den Tierheimen vor allem unsere Tiere weiter normal bewegt werden koennen an der frischen Luft. Jetzt wo ehrenamtliche Arbeit gesperrt ist.

  3. Georg Kremer

    Ausnahmegenehmigung für Tierheime! : Bereits am 21. März wurden die Aktivitäten der Tierheime als eine „wesentliche Tätigkeit“ anerkannt. Unter Einhaltung strikter Auflagen und ausschließlich nach vorheriger Terminanfrage dürfen sie zur Fortführung ihrer Aktivitäten geöffnet bleiben. Gleichfalls erhielten die TH die Genehmigung, die Pflegeangebote ihrer freiwilligen Helferinnen und Helfer weiter in Anspruch nehmen zu können.

  4. Heidemarie Heitkamp

    Mein 13 jähriger hund, weiblich, mittelgroß, muss dringend geschoren werden, wenn es jetzt wärmer wird. Die hundefriseure arbeiten zur Zeit nicht. An wen kann ich mich wenden?

  5. Georg Kremer

    @ Heidemarie Heitkamp: Tiersalons sind geschlossen! Glücklicherweise sind die Temperaturen zzt. ja noch erträglich. Vielleicht sehen Sie trotzdem eine Möglichkeit, selbst „Hand an zu legen“.

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