Interclassics Maastricht: Oldtimer faszinieren weiterhin

Die Interclassics Maastricht ist die größte Oldtimer-Messe in den Benelux-Staaten. Etwa 35.000 Interessierte haben sie am Wochenende besucht. Angesichts der vielen drohenden Fahrverbote in europäischen Innenstädten stellt sich auch die Frage, ob diese Fahrzeuge dadurch ihren Reiz verlieren - wenn nicht sogar ihren Wert.

Oldtimermesse "Interclassics" in Maastricht (Bild: Manuel Zimmermann/BRF)

Datsun 240Z bei der Oldtimermesse "Interclassics" in Maastricht (Bild: Manuel Zimmermann/BRF)

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt bei der Interclassics Maastricht auf fast schon vergessenen Marken, so zum Beispiel der Minerva Vanden Plas aus dem Jahr 1921. Das war einst der Wagen von König Albert I. Solche Autos sind fast zu schön für die Straße.

Privatwagen von König Albert I. bei der Oldtimermesse "Interclassics" in Maastricht (Bild: Manuel Zimmermann/BRF)

Privatwagen von König Albert I. bei der Oldtimermesse „Interclassics“ in Maastricht (Bild: Manuel Zimmermann/BRF)

Die Oldtimer strahlen unter dem Licht der Scheinwerfer mit ihren Besitzern um die Wette. Saubere Motoren, das war in den Pionierjahren des Automobils kein Thema. Heute ist das anders. Egal wie schön ein Wagen ist, es zählt, was hinten raus kommt. Und die großen Stinker werden aus immer mehr Städten weltweit verbannt.

Angeblich ist das kein Problem für die Oldtimerliebhaber, sagt Messe-Pressesprecher Torsten Thönis. „Wer einen Oldtimer hat, der möchte ihn haben. Er möchte ihn besitzen. Ganz viele Oldtimerbesitzer, die ich kenne, sagen: ‚Ich habe den. Und das macht mich glücklich‘.“ Natürlich sind Oldtimer auch eine Wertanlage und der Trend geht zur Doppelgarage.

Auf der Interclassics wurden in diesem Jahr zum ersten Mal Sim-Rennen gefahren. Autorennen im Fahrsimulator – damit auch Zehnjährige mal einen Oldtimer fahren dürfen. „Man fährt mit Oldtimern oder Sportwagen ein Rennen. Nicht auf der Straße.“

„Es ist im Prinzip ein Computerspiel, bei dem man gegeneinander antritt. Und das mit sehr aufwendig gemachten Simulatoren. Da bekommt man jede Bodenwelle mit. Hier kann man sich auch Anbieter anschauen, die diese Computer anbieten. Ziel ist ganz klar, noch jüngere Leute zu uns zu locken.“

Manuel Zimmermann

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