Raerener Bürgermeister Erwin Güsting hält an Windparkprojekt fest

Im Bürgermeistergespräch mit Erwin Güsting geht es unter anderem um das Windparkprojekt der Gemeinde Raeren. Im Sinne einer umweltfreundlichen Energiegewinnung sollen in Raeren Windräder errichtet werden, insofern das möglich, beziehungsweise bezahlbar ist.

Erwin Güsting - Mit uns Raeren (Bild: Olivier Krickel/BRF)

Erwin Güsting (Bild: Olivier Krickel/BRF)

Raerens Bürgermeister Erwin Güsting hält an der Idee eines Windparks in seiner Gemeinde fest. Ende Dezember wurde vom Raerener Gemeinderat der Referenzrahmen zu dem Projekt verabschiedet.

Als Standort hat die Gemeinde das Waldstück an der Vennstraße zwischen dem Vennkreuz und Petergensfeld ins Visier genommen. Jeder, der gerne in der Natur unterwegs sei, kenne dieses Waldstück, so Güsting. „Ich denke, dass so ziemlich jeder nichts dagegen hätte, wenn man alte Atomkraftwerke abschaltet und auch der monströse Braunkohlebau in unserer Nachbarschaft ein Ende finden würde“, so Güsting im BRF-Interview.

„Beim Blick auf den Münsterwald sehen die Raerener die Windräder auf der deutschen Seite – und genauso würden wir gerne auf der rechten Seite von Raeren aus gesehen ebenfalls bald einige Windräder sehen.“ Ob diese nun von Investoren oder von der Gemeinde selbst finanziert werden, stehe noch nicht fest. Das Projekt sei jedenfalls hochinteressant, so Güsting.

Bei der Planung will man einen offenen Dialog mit den Bürgern führen. Konkret sollen die Raerener in die Projektplanung mit einbezogen werden. Vor diesem Hintergrund soll in Raeren im Februar eine Bürgerversammlung stattfinden. Ein konkretes Datum stehe aber noch nicht fest, sagte Güsting.

Auch die Baustelle an der Hauptstraße war ein Thema im Interview. Wann die Baustelle fertig wird, sei schwer einzuschätzen, so Güsting. „Aber wenn wir 2020 hinter uns haben, wird das Ganze sehr weit fortgeschritten sein. Aufgrund der Bodenverhältnisse und aufgrund nicht korrekt ausgearbeiteter Projektvorarbeit, fallen leider viele Mehrarbeiten an.“

Auch kam die Baustelle an der Burg zur Sprache im Gespräch mit dem Raerener Bürgermeister. „Die Aussicht ist positiv. Wenn der Winter nicht zu hart zuschlägt, werden wir dort durcharbeiten können“, so Güsting. „Ich denke, das wird ein schönes Stück Straße, das Raeren und das ganze Gebiet um die Burg aufwerten wird.“

Thema waren darüber hinaus auch Investitionsprojekte in Höhe von 400.000 Euro im Bereich der Schulinfrastruktur. Für die Schaffung eines Multifunktions-Sportplatzes will die Gemeinde außerdem 130.000 Euro in die Hand nehmen.

js/mg

9 Kommentare
  1. Mario Meis

    Ob sich Herr Güsting ein Windrad vor sein Haus stellen würde?
    Erst dann ist er glaubhaft!

    Müssen dafür Bäume abgeholzt werden?

  2. Maria van Straelen

    Was für ein Unsinn, Herr Meis. Wollen Sie ein Kohlekraftwerk vor Ihrer Türe ? Also, sind Sie gegen Kohle, oder gar ein Atomkraftwerk ? Also auch das nicht. Es geht doch darum, einen Standort zu wählen, der am wenigsten stört. Und es geht im übrigen auch nicht darum, autark zu sein, sondern lediglich einen Betrag zu leisten. (Siehe Kommentare im Vorgängerbericht)

  3. Mario Meis

    Das ist kein Unsinn, Frau van Straelen, eigentlich sollte man sachlich bleiben!
    Das war sogar in der Presse, dass sich ein Politiker dagegen gewehrt, ein Windrad
    vor seiner Haustür stehen zu haben
    Ein Kohle- und ein Atomkraftwerk kann man irgendwo bauen,wo keine Menschen leben.
    Die Windräder verschandeln nicht nur die Gegend, sondern sind ein Friedhof für viele Vögel.
    Außerdem ist im Text zu lesen, dass ein Waldstück als Standort favorisiert wird.
    Müssen da Bäume abgeholzt werden?

  4. Guido Scholzen

    Scheint doch irgendwie langsam eine Glaubensfrage zu werden.
    Also ich habe lieber ein Kohlekraftwerk oder Kernkraftwerk vor meiner Haustür als eine Moschee.
    Aber dann ist mir die Moschee noch lieber als ein Windrad.

  5. Maria van Straelen

    Herr Meis, das mit dem Unsinn bezog sich lediglich auf die Tatsache, dass Sie die Glaubwürdigkeit eines Politikers daran knüpfen, dass er die Maßnahme vor seiner Haustür duldet. Wenn das ihrer Meinung so sein müsste darf nichts mehr unternommen werden, keine Industrie ansiedeln, Autobahn oder Schnellstraße bauen. Für irgendeine Stromerzeugung werden Sie auch wohl sein, obwohl Sie diese dann nicht vor Ihrer Tür haben wollen. Sind Sie dadurch unglaubwürdig? Nein. Und wo bitte in Belgien leben keine Menschen? Und ist Braunkohleabbau keine Verschändelung der Landschaft? Ein paar Bäume werden wohl schon weichen müssen, aber fragen Sie das doch die Gemeinde. Es wurde gesagt, dass die Rotoren 30 m über der Baumgrenze drehen, dann werden wohl Bäume drum herum stehen können. Von Raeren aus sieht man immer die relativ vielen Windräder in Deutschland, ich bin im Wald aber noch nie einem begegnet.

  6. Wahl, Joachim

    Sehr geehrte Frau von Straelen, aha, Sie möchten einen Beitrag leisten! Für was? Zur Verschandelung der Umwelt, zum Massakrieren der Vögel, stimmen Sie für das Verbuddeln von 5.000 to Stahlbeton pro Fundament, das Errichten 200 Meter hoher Stahltürme, dem Anbau von bis zu 30 to schwerer Rotorblätter, (3x) aus nicht recyclebarem Fiberglas? Ein neuer Reaktor würde alle Energieprobleme Belgiens lösen. Das hat die Politik allerdings schon von Jahren verpennt. Nein, es geht hier nicht um einen „Beitrag“ zur Energieversorgung. Es geht allein um das Auffüllen der leeren Gemeindekassen und sonst nichts. Sie sollten sich überlegen, wofür Sie eintreten.

  7. Maria van Straelen

    Herr Wahl, jetzt hätte ich aber mal gerne die komplette Materialliste für ein neues Atomkraftwerk, inklusive des benötigten Platzes, das haben Sie doch bestimmt auch schon ausgerechnet, oder? Wir brauchen übrigens nicht alle Probleme Belgiens zu lösen, wir sind seit ca. einem 3/4 Jahrhundert europäisch vernetzt. Außerdem Raeren und leere Gemeindekassen ? Da haben Sie aber schon lange keine BRF-Nachrichten mehr gelesen. Ich bin gar nicht so festgelegt wie Sie, sondern für Verbrauchseinsparung, aber für Atomkraft? NEIN DANKE ! Wie recyclebar ist denn Ihr Uran? (Nur um Wasser zu kochen!) Und wieviel Tiere und Menschen werden davon krank bis tot? Und welche marode Gemeinde würde da ihre Kassen auffüllen? Und ich wiederhole mich: ich habe im Anfangstext LEDIGLICH darauf hingewiesen, dass Glaubwürdigkeit des Politikers nicht daran festzumachen ist, dass er erst mal alles vor seiner eigenen Tür bauen läßt. Ende meiner Erklärungen …

  8. Gerald Pesch

    Frau van Straelen, Sie unterliegen einem Irrtum wenn Sie glauben mit Windräder könnte man thermische Reaktoren ersetzen; prinzipiell unmöglich. Das im Detail darzulegen, dazu ist so ein Forum nicht geeignet aber im Zuge der anstehenden Diskussionen zum Raerener Windpark werden Sie die Gelegenheit haben diese Informationen zu erhalten.

  9. Mario Meis

    Das ist auch kein Unsinn,Frau van Straelen,dass ich die Glaubwürdigkeit eines Politikers an seinen Taten messe, sondern das wäre ein gutes Zeichen , wenn er
    einverstanden wäre, ein Windrad in seiner Nähe zu bauen.
    Fragen Sie mal Leute, die in der Nähe so eines Monstrum wohnen!
    Ob und wieviele Bäume wegen dieser Dinger abgeholzt werden, das warten wir mal ab.Hoffen wir im Sinne der Vogelwelt und der Landschaft das der“ Kelch an den Raerener vorbeigeht“ und sie sich dagegen wehren.
    Auf deutscher Seite will man schon Anreize schaffen, man kann auch schreiben,dass die Leute ködern will, Windräder in Ihre Nähe hinzunehmen.
    Wenn Sie diese Dinger aus der Nähe sehen wollen, fahren Sie bitte in die deutsche Eifel. Hinter Monschau haben Sie Ihre helle Freude.