Pisa-Studie: DG-Ergebnisse verschlechtert

Die Lesekompetenz der 15- bis 16-jährigen Schüler in Ostbelgien hat sich verschlechtert, und auch im Bereich Naturwissenschaften haben die Leistungen nachgelassen. Das geht aus dem Pisa-Test 2018 hervor. Weltweit haben über eine halbe Million Schüler an dem Test teilgenommen. Befragt wurden auch 373 Schüler in Ostbelgien. Am Freitagnachmittag wurden die Ergebnisse in Eupen vorgestellt.

Mit den Leistungen im Fach Lesen kann sich die Deutschsprachige Gemeinschaft nicht rühmen. Sie liegt so gerade noch im OECD-Durchschnitt. In dem Schwerpunktfach des Pisa-Tests 2018 hat die Kompetenz der ostbelgischen Schüler im Vergleich zum letzten Test abgenommen – von 505 auf jetzt 483 Punkte.

Ein ernüchterndes Ergebnis, gesteht auch Bildungsminister Harald Mollers ein: „Wir haben es nicht mit katastrophalen Ergebnissen zu tun, insgesamt ging es für den Bereich Lesen in den OECD-Ländern nach unten, nur wenige Länder haben sich verbessern können. Und, in ganz Belgien sind die Zahlen nach unten gegangen. Aber trotzdem müssen wir uns mit unseren DG-Zahlen befassen, und versuchen zu analysieren, woran es gelegen hat.“

Als mögliche Ursache nennt Mollers, dass sich das Lesen durch den Einzug der digitalen Medien insgesamt stark verändert habe. Außerdem hätten sich die Testmethoden von Pisa verändert.

Dramatisch allerdings nennt Mollers, dass Dreiviertel der Jungen und die Hälfte der Mädchen angeben, dass sie nicht zum Vergnügen lesen: „In Ostbelgien übrigens stärker als im Rest des Landes. Das macht mir sehr große Sorgen. Das wird in den Schulen allein nicht zu bewältigen sein. Da müssen wir schon im Kleinkindalter anfangen.“

Während die Ergebnisse im Bereich Mathematik stabil sind, setzt sich der Abwärtstrend in den Naturwissenschaften weiter fort.

Bereits 2015 hatte man in dem Bereich zu wenig Motivation festgestellt, erklärt Mollers: „Wir haben allerdings danach, 2017 als Jahr der Mint-Fächer ausgerufen. Die Maßnahmen können logischerweise noch nicht gegriffen haben. Wir hoffen aber, dass wir auf dem richtigem Weg sind, und wir die Kehrtwende hinbekommen, wenn die nächsten Tests anstehen.“

Mollers kündigte eine vertiefte Analyse an, um Lehren und Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen zu ziehen. Dabei plane man auch, den Expertenrat der OECD einzuholen.

Michaela Brück

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2 Kommentare
  1. Marc Despineux

    Da sind wir als Eltern gefragt. Den Kindern zeigen das wir selbst ein Buch in der Hand halten. Bücher als Alternative zeigen und Vorleben das es ein Leben neben dem Internet gibt.
    Gemeinsame Zeit lässt sich durch nichts ersetzen!

  2. Mario Meis

    Da muß man eigentlich mehr Information haben:
    Wer genau wurde getestet?

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