Antonios Antoniadis über die Zukunft des Wohnungsbaus in Ostbelgien

Der Öffentliche Wohnungsbau Eifel kümmert sich um den Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Nosbau befasst sich mit dem Wohnungsbau im Norden. So war es zumindest bisher. Doch was geschieht, wenn die DG für den Wohnungsbau zuständig wird?

Antonios Antoniadis (Bild: Marc Schifflers/BRF)

Bild: Marc Schifflers/BRF

Minister Antonios Antoniadis freut sich, dass die drei Bereiche übernommen werden. Besonders im Falle von Nobau ermögliche es, neue politische Maßnahmen für die Bevölkerung zu treffen.

Die Soziale Wohnungsbaugesellschaft Nosbau erstreckt sich über deutschsprachiges und französischsprachiges Gebiet. Am 1. Januar 2020 wird Nosbau noch nicht in der Lage sein, sich aufzuteilen. Die Spaltung ist für Ende Februar 2020 geplant. Damit soll eine Wohnungsbaugesellschaft auf französischsprachiger Seite und eine auf deutschsprachiger Seite entstehen.

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft wird es in einer ersten Phase weiterhin zwei Wohnungsbaugesellschaften geben: eine für die Eifel und eine für den Norden. Erst in der zweiten Phase, ab dem Sommer, soll eine Gesellschaft für alle neun deutschsprachigen Gemeinden zuständig sein.

Thomas Brüll neuer Kabinettchef bei Minister Antoniadis

Thomas Brüll wird ab Montag das Kabinett von Minister Antoniadis leiten. Bisher war Thomas Brüll ÖSHZ-Sekretär in Raeren. Als Kabinettchef wird er die neuen Bereiche Wohnungsbau, Raumordnung und Energie übernehmen und sämtliche Vorkehrungen von Seiten der Regierung treffen.

Der Minister sagt, dass es spekulativ sei, wenn zum jetzigen Zeitpunkt darüber gesprochen wird, ob der ehemalige Direktor Marc Xhonneux zu Nosbau zurückkehrt.

Wie ÖSHZ-Präsident Ferdy Leusch im Raerener Gemeinderat erklärte, wird Claudia Kirschfink diensttuende ÖSHZ-Sekretärin in Raeren.

Der Öffentliche Wohnungsbau Eifel (ÖBWE) befand sich vor einiger Zeit in einer personellen Notlage und hatte eine Person gesucht, die die nötige Ausbildung und Erfahrung für die Arbeit des Geschäftsführers mitbringt. Mit Marc Xhonneux habe man bei der ÖWBE schnell eine Lösung gefunden.

Bei Nosbau gebe es inzwischen auch Engpässe auf Ebene der Geschäftsführung. Möglicherweise werde sich die Frage stellen, wie man Nosbau bis zur Gründung der neuen Gesellschaft leiten kann. Die Regierung habe angeboten, dass Marc Xhonneux diese Aufgaben bei Nosbau – ähnlich wie in der Eifel – übernehmen kann. Bisher habe Nosbau aber keine offizielle Anfrage gemacht.

Im Sommer 2020 sollen die neun deutschsprachigen Gemeinden eine Ausschreibung machen und eine neue Wohnungsbaugesellschaft gründen. Die soll für ganz Ostbelgien zuständig sein. Die Gemeinden entscheiden selbst, wer die Geschäftsführung übernimmt. Die Deutschsprachige Gemeinschaft wird sich aus dieser Entscheidung heraushalten und lediglich die Legalität prüfen.

Der Minister für Raumordnung, Antonios Antoniadis, beschreibt die Lage beim ÖWBE als stabil. Einige Mitarbeiter seien zurückgekehrt, man habe aber auch neue Mitarbeiter gefunden. Die Mieter hätten endlich wieder einen Ansprechpartner, die Gehälter wurden ausbezahlt und die Mietberechnungen wurden gemacht. Diese Dinge seien in der Vergangenheit liegen geblieben.

Denis Barth lege sich als Verwalter von Nosbau ins Zeug, um die Geschäftsführung aufrecht zu erhalten. Mittelfristig sei es allerdings keine Lösung, wenn der Verwalter auch im Tagesgeschäft tätig ist.

Die Übergangslösung, die mit dem wallonischen Minister Pierre-Yves Dermagne vereinbart wurde, gehe bis Ende Februar und nicht darüber hinaus. Die Aufsicht der Wallonischen Wohnungsbaubehörde über die nördlichen DG-Gemeinden endet dann und die DG übernimmt am 1. März 2020 auch im Norden die Aufsicht.

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cs/sp

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Ein Kommentar
  1. Gerald Pesch

    Ich habe da schon einmal eine konkrete Frage: Kann sich jeder EU Bürger bei Nosbau einschreiben? Meines Wissens sind Belgien und Frankreich die Länder mit dem vollständigsten Kataster, es gibt aber kaum eine Möglichkeit die Eigentumsverhältnisse eines anderen EU-Bürgers zu prüfen. Wie wird sicher gestellt dassNosbau Ost-Belgien nicht demnächst der billige Wohnungsmarkt für unsere Nachbaren wird? Den wir dann mit unseren Steuern finanzieren….

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