„Es lebe das Vaterland!“ setzt ostbelgische Geschichte in Szene

In St. Vith wird im November die wechselvolle Geschichte der fast hundertjährigen Zugehörigkeit der früheren Kreise Eupen-Malmedy zu Belgien auf die Bühne gebracht. "Es lebe das Vaterland! - Mehr als nur Theater" ist eine multimediale Produktion des Zentrums für ostbelgische Geschichte und des Kgl. Geschichtsvereins ZVS.

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Probeaufnahmen zu "Es lebe das Vaterland! -Mehr als nur Theater" (Bild: Stephan Pesch/BRF)

„Es ist eine Geschichte voller Brüche. Und ich habe mir die Frage gestellt: Welches Menschenbild ist jeweils propagiert worden“, sagt Dr. Carlo Lejeune, Leiter des Zentrums für ostbelgische Geschichte (ZOG).

„Wenn man sich das anschaut, haben wir vom Vaterlandwechsel 1920 über die Spannungen und die Ideologisierung in den 20er und 30er Jahren bis zu den traumatischen Kriegserlebnissen und all dem, was man während der Säuberung erlebt hat, mit den späteren Autonomiediskussionen immer unterschiedliche Menschenbilder, die unglaublich aktuell sind.“

Mehrere Ebenen

Das Stück läuft auf mehreren Ebenen, die ineinandergreifen. „Auf der einen Seite haben wir drei Journalisten, die als Erzähler funktionieren und die zeitlichen Sprünge machen“, erklärt Carlo Lejeune. „Auf der Leinwand im Hintergrund wird dem Zuschauer aber immer gezeigt, wo die Szene chronologisch zu situieren ist.“

Auf einer filmischen Ebene werden subjektive Eindrücke von geschichtlichen Geschehnissen durch Schauspieler wiedergegeben. Und die dritte Ebene ist die szenische Darstellung auf der Bühne, das Theater, untermalt durch Live-Musik.

Aufführungsdaten sind der 2. November und der 16. November, jeweils um 20 Uhr, im Triangel in St. Vith. Der Kartenvorverkauf und die Platzreservierung laufen über den Geschichtsverein ZVS.

Carlo Lejeune (rechts) - Bild: Stephan Pesch/BRF

Dr. Carlo Lejeune (rechts) – Bild: Stephan Pesch/BRF

Stephan Pesch

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