DG will lokale Medien aufwerten und Fake News entgegenwirken

Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft wird die Pressebeihilfe für das GrenzEcho erhöhen. Aber auch andere privatrechtliche Redaktionen sollen künftig mehr gefördert werden, sagt Ministerin Isabelle Weykmans. Und das mithilfe eines Fonds, der eigens für den lokalen Journalismus angelegt werden soll.

Ministerin Isabelle Weykmans (Archivbild: Nicolas Lambert/Belga)

Ministerin Isabelle Weykmans (Archivbild: Nicolas Lambert/Belga)

Die Deutschsprachige Gemeinschaft möchte hiesige Journalisten und Medien mehr unterstützen. Im Rahmen eines neuen Mediendekrets soll ein sogenannter „Fonds zur Förderung des Lokaljournalismus“ errichtet werden, sagt Ministerin Isabelle Weykmans.

Hintergrund für diese Idee sind die neuen Herausforderungen für die Medienwelt: „Der Gedanke ist entstanden durch Diskussionen mit den hiesigen Medien, aber auch europaweite Diskussionen: Wie können wir den lokalen Journalismus fördern? Wie können wir angehen gegen Fake News? Da gibt es gute Beispiele im In- und Ausland und daher haben wir geplant, neben der Pressehilfe oder der Unterstützung des BRF, eine weitere Förderungsmöglichkeit für privatrechtliche Redaktionen vorzusehen“, so Isabelle Weykmans.

Privatrechtliche Redaktionen – das kann im Grunde Vieles bedeuten. Die Form der journalistischen Arbeit soll laut Isabelle Weykmans nur eine zweitrangige Rolle spielen: „Die redaktionelle Arbeit kann geleistet werden über Papier-, Online-, Radioredaktionen. Das Medium ist irrelevant. Wichtig ist, was gemacht wird. Das heißt, dass da gewisse Grundkriterien erfüllt sind.“

Diese Grundkriterien sollen sicherstellen, dass auch wirklich journalistische Arbeit und qualitative Inhalte gefördert werden – und eben nicht jeder Webblog oder gar Falschmeldungen.

Wichtig ist neben einem Fokus auf lokale, das heißt ostbelgische Themen, daher auch eine gewisse Arbeitsethik: „Journalisten und die journalistische Arbeit sollen gefördert werden, die sich der Charta der belgischen Journalisten unterwerfen. Das sind Grundkriterien, die den Zugang reglementieren. Dann können Projekte wie zum Beispiel Weiterbildung für Journalisten oder Projekte von Redaktionen entsprechend gefördert werden“, so die Ministerin weiter.

Das neue Dekret möchte die Mehrheit jedoch nicht im Alleingang auf den  Weg bringen, sondern im Austausch mit den lokalen Medien und anderen Fraktionen.

Raffaela Schaus

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