Krankenhaus Eupen offen für Fusionsgespräche mit St. Vith

Der Verwaltungsrat und die Direktion des St. Nikolaus Hospitals in Eupen befürworten eine offene Diskussion über eine Fusion der Verwaltungsstrukturen des Eupener Krankenhauses und der St. Vither Klinik St. Josef. Gleichzeitig sollten beide Standorte beibehalten werden. Das erklärte das Hospital am Donnerstag in einer Pressemitteilung. 

Eupener Krankenhaus

St.-Nikolaus-Hospital in Eupen (Bild: Thierry Roge/Belga)

Verwaltungsrat und Direktion des Eupener Krankenhauses würden sich freuen, wenn die Deutschsprachige Gemeinschaft die Initiative ergreift und Vorschläge auf den Tisch legt, heißt es in der Pressemitteilung. Diese galt als Reaktion auf Aussagen von Gesundheitsminister Antoniadis rund um eine Fusion mit der St. Vither Klinik. Sie sähen darin eine Chance, beide Häuser auf längere Sicht zu erhalten, im Sinne der Bevölkerung und der Belegschaften.

In der Zukunft sei eine engere Zusammenarbeit mit anderen Krankenhäusern wichtig, vor allem mit deutschsprachigen Krankenhäusern. „Der Verwaltungsrat und die Direktion des St. Nikolaus Hospitals befürworten die Schritte des Ministers. Auch die Vorsitzende, Frau Claudia Niessen, hat schon in der Neujahrsansprache deutlich zum Ausdruck gebracht, dass eine Fusion der Verwaltungen sicherlich sinnvoll sei“, erklärte René Jost, Direktor des St. Nikolaus Hospitals.

Doch was könnte man sich konkret darunter vorstellen, wie ginge das vonstatten, vom verwaltungstechnischen als auch vom medizinischen Aspekt? „Die Möglichkeiten einer verbesserten Zusammenarbeit sind gegeben. Erste Schritte der Zusammenarbeit bestehen schon, sollten aber noch intensiver ausgebaut werden“, so Jost. „Jedes Krankenhaus hat Stärken. Denkbar wäre, dass man beispielsweise hilft, die Geriatrie in St. Vith auszubauen oder im Norden ein Angebot für psychiatrische Notfälle.“

René Jost kann verstehen, dass Zukunftspläne und Veränderungen Befürchtungen oder Ängste auslösen können, sieht aber große Vorteile im Ausbau von Kooperationen. „Menschen haben immer Ängste, wenn wir über Veränderungen sprechen, aber Veränderungen bieten auch Chancen, so dass wir die medizinische Versorgung der DG verbessern können, indem wir beispielsweise Ärzte variabel in Eupen oder St. Vith praktizieren lassen und so für den Patienten eine bessere Versorgung gewährleisten können.“

Für den Patienten bedeute dies, dass er beispielsweise schneller Termine bekommen werde, weil es eine bessere Verteilung des Angebots gebe. „Ich denke, dass viele administrative Bereiche gemeinsam besser gestemmt werden könnten. Die Anforderungen sind immer größer geworden und der Finanzrahmen begrenzt, so dass man diese Kräfte bündeln sollte.

Jetzt müssten sich alle Akteure an einen Tisch setzen mit dem Ziel, vernünftige Rahmenbedingungen zu sichern, so Jost.

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Chantal Delhez

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