Ostbelgiens Naturlandschaften vor Ort und virtuell entdecken

Die ostbelgischen Naturlandschaften und die dortigen Sehenswürdigkeiten in drei Sprachen erklärt: So lässt sich das neueste Angebot der Tourismus-Agentur Ostbelgien beschreiben. Das alles sowohl vor Ort - in Form von drehbaren Holztafeln - als auch virtuell auf der Internetseite der TAO. Am Donnerstag wurden die ersten sechs Panorama-Tafeln in den Gemeinden Büllingen, Eupen, Amel und Malmedy eingeweiht.

Bild: Raffaela Schaus/BRF

Neue Panorama-Tafeln in Medell eingeweiht (Bild: Raffaela Schaus/BRF)

Mit dem Rad oder zu Fuß kann man die vielen schönen Aussichtspunkte unserer Gegend gut entdecken. Doch was dem Auge da geboten wird, ist meistens nicht nur schön anzusehen, viele Sehenswürdigkeiten haben auch eine interessante Geschichte.

Was es damit auf sich hat, können Touristen, aber auch Einheimische nun auf Panorama-Tafeln vor Ort entdecken – sei es nun die Geschichte des Treeschlandes wie in Holzheim oder die Architektur von Malmedy: Auf den drehbaren Holzplatten kann man in den drei Landessprachen nachlesen, was am jeweiligen Horizont zu erkennen ist, so die Projektleiterin Andrea Michaelis. „Alle Tafeln sind sehr unterschiedlich. Es sind teilweise klassische Stadtpanoramen wie in Eupen oder Malmedy, Heckenlandschaften wie in Rocherath, Krinkelt und Wirtzfeld oder auch Fernsichten wie in Holzheim, die wir präsentieren.“

Sechs Tafeln hat die Tourismus-Agentur Ostbelgien vorerst fertiggestellt und diese Woche enthüllt: In der Gemeinde Büllingen sind Tafeln sowohl in Holzheim als auch eine zwischen Rocherath, Krinkelt und Wirtzfeld. In Medell befindet sich eine Tafel auf dem Depertzberg.

Gleich zwei Panorama-Tafeln gibt es in Eupen zu sehen. “ Eine Tafel steht an der Eupener Moorenhöhe. Dort hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Eupener Unterstadt. Hauptthema ist die Geschichte der Tuchindustrie in Eupen. Am Horizont erkennt man auch das Hohe Venn und den Hertogenwald. Daher gibt es auch Infos zum Naturschutzreservat.“ Die andere Tafel befindet sich am Limburger Weg, wo man auf die Kirchtürme von Kettenis und Eupen blickt.

Für Architekturliebhaber lohnt sich auch ein Besuch in Malmedy: Am Place du Châtelet kann man sich über die Gebäude in Malmedy schlau machen. „Die Tafel in Malmedy ist insofern besonders, weil sie im Tal steht, also keine klassische Panoramaaussicht. Wir haben daher ein Foto mit einer Drohne erstellt, so hat man auch hier eine Panoramaaussicht. Das vereinfacht auch die Orientierung, denn man sieht nicht nur die Häuser in der ersten Reihe. Daneben gibt es auch nochmal einen Stadtplan und man kann sich eine Broschüre holen – und dann kann man das Kulturerbe entdecken.“

Um die Panoramen zu entdecken, muss man aber nicht unbedingt an Ort und Stelle sein. Online, auf ostbelgien.eu, gibt es zusätzliche Fotos und Infos zu den Sehenswürdigkeiten. „Dort gibt es interaktive Fotos, die man anklicken kann und man kann sogar teilweise in die Gebäude reingehen und hat 360-Grad-Rundansichten, zum Beispiel in Kirchen oder Museen“, so die Projektleiterin. „Wir wollen dadurch Leute animieren, sich das auch live und in Farbe anzusehen.“

Das gesamte Projekt hat bis dato etwa 35.000 Euro gekostet. Unterstützt wurde die Tourismus-Agentur Ostbelgien dabei von der Provinz Lüttich. Materialkosten und Aufbau der Tafeln haben die Gemeinden übernommen.

Bei den vorerst sechs Tafeln wird es aber nicht bleiben. Für nächstes Jahr sind vier weitere in Planung, „eine in Ovifat an der Alpinskipiste, eine in Kelmis am Casino Weiher, eine in Raeren am Stellwerk und in Hauset beim Ortsausgang am Muschelkreuz“.

Auch in den Gemeinden Lontzen, St. Vith und Bütgenbach sollen in Zukunft noch Tafeln hinzukommen. Wo genau, wird momentan noch besprochen. Bis dahin bleibt genug Zeit, die anderen Aussichtspunkte zu erkunden – sowohl live als auch virtuell.

Raffaela Schaus

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