Fest der Nachhaltigkeit am 5. und 6. Mai im Alten Schlachthof

Seit einiger Zeit wird überall auf der Welt für ein nachhaltiges Leben geworben. Auch hier in Ostbelgien stellt man sich die Frage: Was kann ich tun, um umweltschonend und nachhaltig zu leben? Die Möglichkeiten, welche Anbieter nachhaltige Produkte verkaufen und worauf man achten kann, werden am 5. Mai im alten Schlachthof vorgestellt.

Initiatoren des "Fests der Nachhaltigkeit": Bernd Lorch (VSZ), Christian Lesuisse (Haus Ternell), Tomke Lask und Gaby Borst (Institut für Demokratiepädagogik) und Claudia Schmitz (Fahr mit VoG). Es fehlt Vanessa Schleiss (Natagora-BNVS). Bild: Marc-Lukas Seidlitz/BRF

Initiatoren des "Fests der Nachhaltigkeit": Bernd Lorch (VSZ), Christian Lesuisse (Haus Ternell), Tomke Lask und Gaby Borst (Institut für Demokratiepädagogik) und Claudia Schmitz (Fahr mit VoG). Es fehlt Vanessa Schleiss (Natagora-BNVS). Bild: Marc-Lukas Seidlitz/BRF

„Also das Fest der Nachhaltigkeit soll eine Plattform sein, wo die Akteure aus dem Gebiet Ostbelgiens sich treffen, sich vorstellen können und eben auch der Bevölkerung zeigen können, was es alles in Ostbelgien gibt an Projekten im Sinne der Nachhaltigkeit“, sagt Christian Lesuisse vom Haus Ternell. Zu acht Schwerpunkten werden am Sonntag, dem 5. Mai, Aktionen auf dem Alten Schlachthof angeboten.

Das Angebot ist groß. Über 37 Stände sind außen und innen verteilt und informieren die Besucher über nachhaltiges Leben. Sei es Foodsharing, Mobilität oder Energie. „Natürlich auch Konsumverhalten, was auch ganz wichtig ist. Das heißt bei lokalen Produzenten einkaufen gehen, sich ein bisschen Gedanken machen: ‚Wo kommen die Produkte her? Wie werden sie hergestellt?‘, um ein bisschen bewusster einfach im Alltag zu leben und in dem Sinne macht man auch etwas für die Nachhaltigkeit.“

Beispielsweise wird hierzu ein Supermarkt angeboten, der einem das eigene Konsumverhalten vor Augen führt. Neben weiteren interaktiven Aktionen, wie einer Fahrradtour zu nachhaltigen Projekten in Eupen und Kettenis, gibt es auch einige Vorträge.

Da auch die junge Generation sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, gibt es am 6. Mai ein eigenes Programm für die Schulen, wo die Kinder für das Thema sensibilisiert werden sollen. „Man muss über die Nachhaltigkeit in der Schule möglichst früh lernen, damit man das dann mitnimmt ins Leben und natürlich weiterhin auch Erwachsene ansprechen“, sagt, Tomke Lask vom Institut für Demokratiepädagogik. Es sei ihrer Meinung nach ein Thema, das alle etwas angeht.

Aus diesem Grund versucht das Institut mit Akteuren, die in der Nachhaltigkeit tätig sind, in Kontakt zu kommen. „Und es geht halt wirklich um den Austausch, um zu sehen, wer arbeitet da mit, wen kann man als Ansprechpartner finden – auch für Schulen, um spezifische Beispiele der Nachhaltigkeit auch mal besuchen zu können“, so Tomke Lask weiter. „Ich glaube es wäre auch wichtig, dass kleinere Organisationen aber auch Firmen da bekannt werden, damit man da sehen kann, dass es da wirklich ein Netz gibt in Ostbelgien und dass man da auch vielleicht zusammenarbeiten könnte.“

Eine Möglichkeit nachhaltig zu leben wird schon auf dem Weg zum Alten Schlachthof angeboten. Die Mitfahrbänke laden ein zum Verweilen und Mitgenommenwerden. 18 Bänke stehen schon von Köpfchen und Lontzen bis Eupen und Raeren. Für das Wochenende werden auch einige Bänke in der Eifel entlang der Strecke des Vennliners aufgestellt, um eine nachhaltige An- und Rückfahrt zu gewährleisten.

Die Initiatoren für das Fest sind das Haus Ternell, die Verbraucherschutzzentrale Eupen, Natagora/BNVS, die Fahr mit VOG und das Institut für Demokratiepädagogik.

Weitere Informationen unter alter-schlachthof.be

Marc-Lukas Seidlitz

2 Kommentare
  1. Marcel scholzen Eimerscheid

    Kann es sich denn jeder leisten, regionale Produkte zu kaufen ? Sind die teuer oder billiger als Aldi, Lidl und Co ? Da sollte auch mal drueber diskutiert werden.

    Die Landwirtschaftspolitik der EU wird Ja viel kritisiert. Nur sollte man bedenken, das so die Ernaehrung Europas gesichert wurde. Und der Hunger verschwand, der waehrend Jahrhunderten ueblich war in Europa. Man sollte jetzt aufpassen, nicht einen Schritt zurueck zu gehn. Und das Europa wieder abhaengig ist von Lebensmittelimporten.

  2. Rene Druschke

    Also auf dem Wochenmarkt kosten die regionalen Produkte genauso viel und je nach Saison sogar günstiger als die Supermärkte.