Aachen: Große Fahrraddemo gegen Tihange

"Wir fahren solange bis der Schrottreaktor abgeschaltet wird" - unter diesem Motto hatten die Aachener Grünen am Sonntag wieder zu einer großen Fahrraddemo gegen Tihange aufgerufen. Und dieses Mal kamen noch mehr als im vergangenen Jahr, so die Organisatoren.

Aachen: Große Fahrraddemo gegen Tihange (Bild: Michaela Brück/BRF)

Aachen: Große Fahrraddemo gegen Tihange (Bild: Michaela Brück/BRF)

Die zweite große Fahrraddemo gegen Tihange war nach Ansicht der Aachener Grünen ein voller Erfolg. Die Organisatoren zählten am Sonntag rund 4.500 Teilnehmer.

Die Teilnehmer fuhren in einer Sternfahrt auf fünf Routen von verschiedenen Stadtteilen sowie von den Grenzen in Köpfchen und Vaals aus in die Aachener Innenstadt. Am Sonntagnachmittag trafen sie sich zu einer Kundgebung auf dem Aachener Markt.

Neben engagierten Atomkraftgegnern waren auch viele Familien mit Kindern unter den Teilnehmern. Die Aachener Grünen hatten zum zweiten Mal zu dieser Tour Bequerel aufgerufen – benannt nach dem französischen Physiker Antoine Henri Becquerel, der 1903 die Messbarkeit von Radioaktivität entdeckte. Der grüne Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer ist überzeugt, dass die Protestaktionen Wirkung zeigen.

Die Protestaktion wurde auch von den belgischen Grünen unterstützt. Die Ecolo-Kammerabgeordnete Muriel Gerkens ist mit dem Rad aus Lüttich gekommen. Sie kritisiert, die belgische Politik lasse zu viel Zeit verstreichen, während die Atomanlagen immer schneller veralteten. Aus Eupen war Odette Threinen dabei.

Aachen: Große Fahrraddemo gegen Tihange (Bild: Michaela Brück/BRF)

Michaela Brück

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8 Kommentare
  1. Sgián Dubh

    Sooooooo schön dass 450000 leute um Aachen mit fahrrad getroffen haben. Warum sind sie nicht nach Thiange gefahren? Dort ist der reaktor oder?

  2. Mario Meis

    Das müssen Sie die Grüninnen und Grünen fragen!
    Vielleicht antwortet mal jemand!
    Als ich Ihre Zuschrift las, bin ich aber erschrocken, es waren nur 4500 Teilnehmer, oder auch weniger.Ein paar Nullen zu viel.Herr Dubh.

  3. Guido Scholzen

    Wie wäre es mit folgendem Handel:
    Belgien verzichtet auf die Kernkraft, und im Gegenzug verzichtet Deutschland auf die Energiewende.
    Das wäre fair. Dann würden die zwei teuersten Arten der Stromerzeugung ad acta gelegt, denn beide sind staatsgestützt und staatsgeschützt.

  4. Bernard Ramscheid

    Es wird immer lustiger in Aachen!

  5. Jean-Pierre DRESCHER

    „Wie wäre es mit folgendem Handel:
    Belgien verzichtet auf die Kernkraft, und im Gegenzug verzichtet Deutschland auf die Energiewende.“

    Volle Zustimmung. Und das meine ich wirklich ernst. Die sogenannte (Nicht-)“Energiewende“ des Merkel-Regimes ist total gescheitert. Bei jedem abgerissenen Kohlekraftwerk erhöht sich der CO2-Ausstoß noch zusätzlich weil man nichts gegen den osteuropäischen Billigst-LKW-Verkehr unternimmt (Bahnstrom wird für die Bahnen einfach viel zu teuer) und schmutzigen Strom aus polnischen Kohlekraftwerken teuer einkauft.

    Gleichzeitig glaube ich aber auch kaum, dass auch nur ein normaler Deutscher diese De-Industrialisierung seines ganzen Landes auf Kosten von zigtausenden Arbeitsplätzen wirklich Hipp findet. Erst im Juli hat Wuppertal sein Heizkraftwerk ausgerechnet mit nem Gesamtwirkungsgrad von 90 Prozent aus Strom und Fernwärme einfach stillgelegt.

    Während für uns hier durch den Kraftwerkeabriss in DE das Risiko eines europäischen Stromblackouts bedrohlich anwächst kann kein Mensch in der DG diese miese Politik des Merkel-Regimes mehr unterstützen.

    -BE kann auf Tihange nur verzichten wenn DE nichts abreißt-

  6. Jochen Decker

    Die Deutschen haben die höchsten Strompreise in ganz Europa.
    Da sollte es doch genügend Gründe für Protest geben, bevor man sich um ungelegte Eier im Ausland kümmert.

  7. Bernard Ramscheid

    Ja, man sieht den Splitter im Auge des Bruders, aber den Balken … ?

  8. Guido Scholzen

    @Drescher:
    Die deutsche Energiewende scheitert nicht, weil Merkel dies dirigiert.
    Die Energiewende scheitert deswegen in absehbarer Zukunft, weil dieser Quatsch überhaupt gar nicht und nie funktionieren wird.
    Man beschäftige sich zuerst mit Technik, nicht mit Politik.

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