Rechter lehnen Windpark ab

In Recht haben die Bürger am Sonntag mehrheitlich gegen einen geplanten Windpark im Ortsteil Hunnert gestimmt. 93,9 Prozent der Wähler sprachen sich gegen das Projekt aus.

Rechter stimmen über Windpark ab (Bild: Lena Orban/BRF)

Bild: Lena Orban/BRF

Von den 1.076 stimmberechtigten Bürgern gaben 822 ihre Stimme gültig ab, 772 Bürger votierten gegen das Vorhaben. Nur 50 Rechter stimmten für den Windpark.

Das Ergebnis war erwartet worden. Zuvor hatte bereits eine Unterschriftenaktion gegen den geplanten Windpark stattgefunden. 822 Unterschriften waren dabei gesammelt worden. Um dieses Ergebnis noch einmal zu prüfen und die Meinung aller Rechter zu erfahren, habe man sich für die Befragung entschieden, so Schöffe Herbert Grommes.

Im Vorfeld hatte Grommes angekündigt, dass man das Ergebnis respektieren werde. „Wir verschreiben uns schon der Energiepolitik. Wir hätten gerne, das Projekt käme, aber wir können keine Energiepolitik gegen Bürgerinnen und Bürger durchsetzen“, sagte Grommes im BRF, bevor das Ergebnis bekannt war.

Falscher Standort

Die Rechter seien nicht generell gegen Windkraft, so ein Bürger. Hier sei der Standort nur nicht der richtige. „Wir sind nur dagegen, dass die an dieser Stelle angebracht werden, so hoch und so wirkungsmächtig wie die sind. Wo ein besserer Standort wäre, habe ich nicht zu beurteilen, da müssen sich die sogenannten Experten Gedanken zu machen.“

„Ich glaube, sobald die Bürger selber in irgendeiner Weise negativ betroffen sind, dann ist es eine gute Sache, dass man sie befragt. Und es ist auch ihr gutes Recht, nein zu sagen.“

Lena Orban

2 Kommentare
  1. David Peters

    In Recht scheint man noch im vorigen Jahrhundert zu leben. „Windkraft ja, aber bitte nicht in meiner Sichtweite“ zeugt doch von immensem Egoismus.

  2. Guido Scholzen

    Herr David Peters,

    Wenn Menschen das nicht wollen, dann wollen sie es eben nicht.
    Da ich ein Gegner der Windkraft fürs öffentliche Netz bin, kann ich den Rechtern natürlich nur meinen Dank ausdrücken.
    Es gibt auch Ortschaften, wo die Windkraft mal willkommen war. Aber europaweit wird der Widerstand gegen EE/AE immer größer, und nicht etwa kleiner, wie die Politik+Presse selbstverliebt uns glaubend machen will.
    Wenn irgendwo mit „Ja“ gestimmt werden sollte, dann sollte man dort Windräder hochziehen. Aber wer ist verantwortlich für die langen Gesichter,wenn die Energiewende scheitert….

    Nochmals will ich darauf hinweisen, dass es technisch gesehen für öffentliche Netz vollkommender Blödsinn ist, die Energiewende im momentanen Modus fortzusetzen, denn die Grundlastfähigkeit geht verloren.
    Es gibt an sich NUR EINEN EINZIGEN GRUND, gegen Windkraft zu sein: es nützt nichts.

    Wenn die Politik den Menschen (diktatorisch) etwas gegen ihren Willen aufbrummen will, dann leben wir noch mindestens ein Jahrhundert früher, als nämlich der Absolutismus noch regierte.