Jubiläumskonzert: Zehn Jahre „Kinderstimmen“

Die Eifeler "Kinderstimmen" gibt es seit zehn Jahren - ein Grund zum Feiern. Nach einem Konzert mit dem Liedermacher Rolf Zuckowski und einem Weihnachtsmärchen in der St. Vither Pfarrkirche steht jetzt das dritte Jubiläumskonzert des Kinderchors an: Am Sonntag laden die "Kinderstimmen" zu einer musikalischen Weltreise ins St. Vither Triangel ein.

Zum Jubiläumskonzert werden sie alle gemeinsam auf der Bühne stehen: die kleinen und die großen Kinderstimmen. 36 Kinder zählt der Chor zur Zeit. Die jüngsten sind fünf, die ältesten 13 Jahre alt. Jeden Montag wird in zwei Gruppen geprobt.

Vera Saam-Genten, eine der Chorleiterinnen, hat sichtlich Freude an der Arbeit mit den Kindern. „Man muss die Sachen selbst gut kennen, denn die Kinder lernen nach dem Prinzip ‚Learning bei Doing‘: vorsingen, nachsingen – dann funktioniert das“, erklärt sie. „Den Kindern muss die Sache schmackhaft gemacht werden: Sie müssen sich beim Singen bewegen und Mimik, Ausdruck, Erzählung und Phantasie entwickeln können.

Vor zehn Jahren wurde der Kinderchor gegründet, der eine Plattform für Spaß an Gesang und Bewegung sein sollte. Die kleinen Sänger kommen überwiegend aus den Gemeinden Amel und St. Vith.

Mitmachen kann jeder, eine musikalische Vorbildung muss nicht sein. „Ich gehe davon aus, dass jedes Kind singen kann. Das eine lernt es früher, das andere später. Durchs Hören und einfach Mitmachen können sie schon sensibilisiert werden für den Klang und den eigenen Körper. Singen hat viel mit Körperbewusstsein zu tun. Wenn man es mit viel Phantasie verpackt und es den Kindern Spaß macht, lernt jedes Kind in seinem Rhythmus“, sagt Vera Saam-Genten.

Der Chor hat sich seit der Gründung vor zehn Jahren gut entwickelt. Beim letzten Wertungssingen im Jahr 2015 wurden die Kinderstimmen in die A-Kategorie eingestuft. Auch wenn sich die Zusammensetzung jedes Schuljahr ändert, versuchen die Chorleiter das Niveau zu halten. „Beim Kinderchor ist es eine Aufbauarbeit, die nie endet. Natürlich haben wir Kinder, die mit fünf, sechs oder sieben Jahren anfangen. Manchmal bleiben sie uns auch über Jahre treu. Wir haben schon Kinder gehabt, die sieben oder acht Jahre bei uns verbracht haben. Irgendwann gehen sie dann aber andere Wege und dann fangen wir von vorne an.“

Das Repertoire ist breit gefächert: traditionelle Kinderlieder, aber auch aktuelle Titel und Musik aus anderen Kulturen werden einstudiert. Für das Jubiläumskonzert machen die Kinder eine musikalische Weltreise: mit Liedern aus allen Kontinenten.

Beim Konzert am kommenden Sonntag werden die Kinderstimmen von einer Live-Band begleitet. Ein aufregendes Bühnenerlebnis für die kleinen Sänger, die dem Auftritt schon entgegenfiebern.

mb/mg

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Ein Kommentar
  1. Stephan Bodarwé

    Glückwunsch zum Jubiläum

    Respekt für die Förderung des Gesangs bei Kindern und Jugendlichen.
    Das Singen in einer Gruppe vermittelt Lebensfreude und stärkt das Gefühl der Zusammengehörigkeit, gleichsam wie in einer Großfamilie.
    Musik verbindet über Grenzen, die Dokumentation vermittelt es sehr anschaulich.

    Den meisten Chören fehlt es heute verstärkt an aktiven Mitgliedern.
    Wenn Musikpädagogen es verstehen Begeisterung zu vermitteln, wie am Beispiel „KINDERSTIMMEN“ aufgezeigt, wird sich langfristig auch für diese Entwicklung Abhilfe schaffen lassen.

    Für das Konzert am Sonntag VIEL Erfolg und jede Menge Spaß!

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