Wölfe in Sprimont gesichtet?

Gerüchte um die Rückkehr des Wolfs gibt es hier bei uns in den letzten Jahren immer mehr. Und die haben in den letzten Tagen wieder neues Futter bekommen. In Sprimont wurden letzte Woche Spuren entdeckt, die wieder einmal auf den Wolf hindeuten. Experten haben die jetzt untersucht.

Junge Wölfe

Illustrationsbild: Uwe Zucchi/EPA

Leider gibt es nur noch mehr Unsicherheit. Die Experten waren zwar vor Ort und haben sich das alles ziemlich genau angeschaut, aber es ist immer noch nicht sicher, ob es Wölfe oder einfach nur große Hunde waren.

Aufgefallen sind die Spuren auf Bildern einer Überwachungskamera. Auf dem Gelände der Firma, wo die Kamera hängt, fanden die Experten dann auch weitere Spuren. Ein großer Fußabdruck – fast zehn Zentimeter lang und mehrere Haufen Exkremente. Beides könnte von Wölfen stammen, aber auch von großen Hunden. Für die Wolf-Theorie spricht allerdings, dass ein Husky in der Nachbarschaft an dem Abend völlig verrückt gespielt hat. Laut Experten würde er das eher nicht bei anderen Hunden, wohl aber bei Wölfen tun.

Die Experten wollen auf jeden Fall das Firmengelände in Sprimont weiter überwachen. Dazu haben sie Foto-Fallen aufgestellt. Bisher wurden die noch nicht ausgelöst, was auch auf den Wolf hindeuten könnte, denn die wandern viel weiter als Hunde. Hunde hätte man dementsprechend eher nochmal auf den Bildern gesehen.

Auch die Nachbarn wurden zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Das Fazit der Experten lautet auf jeden Fall, dass eine Wolfssichtung ganz hier bei uns in der Nähe, in Sprimont, nicht ausgeschlossen ist.

Der Wolf wurde vor rund 100 Jahren in Mittel- und Westeuropa ausgerottet. Damals vor allem, weil er eine Bedrohung für die Viehwirtschaft darstellte. Davon gibt es ja heute nicht mehr so viele. Die Faszination Wolf erklärt sich dadurch, dass man mittlerweile herausgefunden hat, wie wichtig der Wolf für die Erhaltung unserer Wälder ist. Wölfe jagen in der Regel kranke, junge oder verletzte Tiere. Dadurch wird der Wildbestand gesünder und der Druck auf die Natur geringer. Konkret: weniger Rotwild, und dadurch weniger Fraßschäden an jungen Bäumen. Der Wald kann sich besser regenerieren und die Vielfalt an Pflanzen und Tieren wird größer.

Alle Infos und Kontakte und auch die letzten Sichtungen und ihre Ergebnisse gibt es auf Reseauloup.be.

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Ein Kommentar
  1. Sven Hedergott

    Dass der Wolf nur kranke und verletzte Tiere jagt stimmt nicht. In erster Linie jagt er was leicht zu bekommen ist und das sind mitnichten ausschließlich junge oder kranke Wildtiere, sondern Haus und Nutztiere. Der Wolf ist ein Opportunist und sehr intelligent. Schafe auf der Weide sind für ihn viel verlockender da sie sich nicht wehren. Unsere Nachbarn in Deutschland werden auch gerade desillusioniert.

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