Laschet gegen Tihange – aber für Braunkohlestrom

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet drängt auf eine Abschaltung des Atomkraftwerks Tihange. Von einer künftigen neuen Bundesregierung verlangt Laschet mehr Einsatz für eine Stilllegung des umstrittenen Reaktors.

Tihange

Bild: Chantal Delhez/BRF

„Der Pannenreaktor Tihange ist eine Gefahr für das gesamte Rheinland“, sagte der CDU-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Samstag.

Laschet plädierte dafür, neue Stromleitungen aus NRW nach Belgien zu legen, um die Stromproduktion des Reaktors zu ersetzen. Deutschland müsse etwa drei Gigawatt liefern, sagte der NRW-Regierungschef.

Um dies möglich zu machen, werde aber auch die Braunkohle benötigt. Die Gefahr, die von dem „maroden AKW“ ausgehe, sei „deutlich höher als die Risiken durch die Kohle-Emissionen“, zitierte die Zeitung den Politiker.

dpa/mz

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2 Kommentare
  1. Jean-Pierre DRESCHER

    Ich mag keinen Laschet. Aber der Mann hat mal zur Ausnahme Recht wenn er vernünftigerweise erklärt, dass Braunkohle kein Vergleich zu den hochgefährlichen Schrottmeilern von Tihange ist.

    Den Vorschlag, ein Stromkabel von BE nach DE zu legen, um Tihange zu ersetzen durch ein zu errichtendes Euronetz, hat Laschet wohl von mir heimlich ungefragt übernommen …

  2. Marcel Scholzen eimerscheid

    Der Mann hat Recht. Aber für richtige „Klimaschuetzer“ ist selbst diese Einstellung schlimmer wie eine Gotteslästerung.

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