Ausstellung zur Ardennenoffensive in Manderfeld

In Zeiten, in denen die Bevölkerung mehr und mehr nach rechts rückt, möchte die Geschichtsgruppe "Kleines Archivarium" Manderfeld noch einmal auf den Zweiten Weltkrieg aufmerksam machen und die Situation der Altgemeinde darstellen. Geplant ist eine Filmvorführung, sowie eine Ausstellung zum Thema.

"Grenzland in Flammen"

Plakat: Kleines Archivarium

Der 16. Dezember 1944 – es ist der Tag, an dem 200.000 Soldaten der deutschen Wehrmacht, der Luftwaffe und der Waffen-SS zwischen dem deutschen Monschau und dem luxemburgischen Echternach einen Großangriff gegen die westlichen Alliierten antreten. Es ist der Beginn der Ardennenoffensive.

Ein sehr wichtiges Datum – auch in der Geschichte von Manderfeld. Der Ort war besonders betroffen während des Krieges, wie Bruno Schür von der Geschichtsgruppe Manderfeld erzählt. „Es war zu der Zeit wirklich der Bereich, wo die Ardennenoffensive gestartet ist – am sogenannten ‚Losheim Gab‘, wie die Amerikaner es nannten. Über Losheim ist der Einmarsch quasi keilförmig angesetzt worden. Gerade im Bereich Manderfeld und Lanzerath ist die Offensive praktisch gestartet.“

Da war es nur logisch, das Wochenende des 16. und 17. Dezembers auszuwählen, um die neue Ausstellung des „Kleinen Archivariums“ zu genau diesem Thema zu eröffnen.

Zur Einleitung in das Thema wird am 16. Dezember im Treeschlandtreff der Film „Grenzland in Flammen – Die Ardennenoffensive Teil 1“ gezeigt. Der Film befasst sich mit der Vorbereitung zur Operation „Wacht am Rhein“, dem Aufmarschgebiet Eifel und dem Angriff am 16. Dezember. Der Film lässt Zeitzeugen zu Wort kommen und simuliert die Gefechtsverläufe.

Am 17. Dezember wird dann die Ausstellung „Altgemeinde Manderfeld: Ereignisse und Schicksale im Zweiten Weltkrieg“ eröffnet. Im Vorfeld hatte die Geschichtsgruppe einen Aufruf gestartet, man solle doch alte Fotos dieser Zeit nicht weg werfen, sondern dem Verein zur Verfügung stellen. „Wir haben sehr viele schöne Texte gefunden und konnten auch aktuell noch Leute dazu bewegen, ihre Erlebnisse nieder zu schreiben. Damit kann man den ganzen Kriegsablauf sehr gut darstellen und man braucht keine großen Bücher mehr zu wälzen. Die Bevölkerung von Manderfeld hat da schon einiges zu bieten“, erklärt Bruno Schür.

Durch den regionalen Bezug hofft der Verein, auch dem jüngeren Publikum bewusst zu machen, was der Krieg in der Region angerichtet hat. Denn während des Zweiten Weltkrieges wurden 300 Manderfelder eingezogen, 60 von ihnen sind im Krieg gefallen oder wurden vermisst und es gab 32 Zivilopfer. Zahlreiche Häuser wurden zerstört.

Kleines Archivarium in Manderfeld

Archivbild: Kleines Archivarium

Die Ausstellung wird am 17. Dezember im „Kleinen Archivarium“ (Manderfeld 189) eröffnet. Geöffnet ist sie zwischen 10 und 18 Uhr. Wann die Ausstellung zu Ende geht, steht noch nicht fest. Man möchte erst abwarten, wie sie bei der Bevölkerung ankommt.

Die Filmvorführung findet am 16. Dezember im Treeschland Treff (Manderfeld 222) statt. Einlass ist um 18 Uhr, Filmbeginn um 19:15 Uhr. Karten sind im Vorverkauf zum Preis von acht Euro erhältlich (Überweisung auf das Konto des VV OURQUELLE, IBAN: BE60 7440 6958 4557). Der Eintritt an der Abendkasse beträgt zehn Euro.

lo/mg

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