Pflegefamilien in Ostbelgien gesucht

Knapp 60 Kinder in Ostbelgien leben derzeit dauerhaft in Pflegefamilien. Etwa 20 kommen zeitweise in Patenfamilien unter. Allen ist gemein, dass ihre leiblichen Eltern sie aus verschiedenen Gründen nicht optimal versorgen können. Der Pflegefamiliendienst Ostbelgien sucht immer engagierte Familien, die Kinder in Pflege nehmen möchten. In den nächsten Wochen finden Informationsabende statt.

Pflegefamilien gesucht!

Bild: Pexels/Pixabay

Was Pflege- oder Patenfamilien bieten müssen, erklärt Teresa Moser, Sozialassistentin im Pflegefamiliendienst: „Es ist ganz wichtig, dass die Kinder Verlässlichkeit erleben. Dass sie merken, dass man für sie da ist – auch wenn sie sich mal daneben benehmen. Oder gerade dann. Dann müssen sie hören: Ich bin immer für dich da, egal was du machst.“

Vertrautheit geben ist also eine große Aufgabe für eine Pflegefamilie. Bei der Vorbereitung auf diese Aufgabe hilft der Pflegefamiliendienst – in Gesprächen mit der Familie und bei Seminaren. Auch während der Unterbringung gibt es Unterstützung vom Pflegefamiliendienst. Alle Familienmodelle sind willkommen.

Paten-Oma und Paten-Opa

Am 14. November findet ein Informationsabend im Dienstleistungszentrum St.Vith statt, am 21. November im DG-Ministerium in Eupen (beide um 19 Uhr). Eine Anmeldung ist nicht nötig.

„Zwei Mitarbeiter vom Pflegefamiliendienst werden da sein und informieren – auch über Patenschaften, wenn man jetzt ein Kind nicht dauerhaft aufnehmen möchte, sondern zum Beispiel ein Wochenende im Monat. Da freuen wir uns auch ganz besonders über Bewerber aus der Großeltern-Generation“, erklärt Teresa Moser.

Der Pflegefamiliendienst Ostbelgien hat selbst einen prominenten Paten gewonnen, den Kinderliedermacher Rolf Zuckowski. Zuckowskis Mutter war ein Pflegekind.

Mehr Informationen auf dem Bürgerinformationsportal der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Wer Fragen zum Thema Pflegefamilien hat, kann sich auch per Mail an Teresa Moser wenden.

jp/km

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4 Kommentare
  1. Claudia Eickhoff

    Hallo,
    Ich bin 55 und würde gerne wissen ob ich nicht zu alt bin für ein Pflegekind?

  2. Michael Mertens

    Sehr geehrte Frau Eickhoff,
    für die Aufnahme eines Pflegekindes gibt es keine Altersgrenze.
    Wir würden uns freuen, wenn Sie sich als Pflegefamilie bewerben würden.
    Herzliche Grüße,
    Michael Mertens
    Pflegefamiliendienst

  3. Dieter Leonard

    So, wie „Kaleido Ostbelgien“ nicht für ganz Ostbelgien, sondern nur für die Deutschsprachige Gemeinschaft zuständig ist, ist der „Pflegefamiliendienst Ostbelgien“ wohl auch nur für die DG zuständig.
    Die Tourismusagentur Ostbelgien ist hingegen für ganz Ostbelgien inkl. Malmedy und Weismes und nicht nur für die DG zuständig.
    Das Arbeitsamt der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist für die DG zuständig, nicht für Ostbelgien.
    In Ostbelgien gibt es 3 Krankenhäuser, in der Deutschsprachigen Gemeinschaft hingegen 2…
    Der zu bestimmende Ostbelgische Künstler 2017 muss in der DG wohnen oder sich thematisch mit der DG auseinandersetzen, also nicht mit dem ostbelgischen Malmedy oder Weismes.
    Prima! 🤔

  4. Jean-Pierre DRESCHER

    Herr Leonard, „Das Arbeitsamt der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist für die DG zuständig, nicht für Ostbelgien.“ Sie bringen mich noch auf Ideen.

    Wenn wir schon mit der Brechstange einen auf „ob-Land“ machen wollen plus jeden Morgen Brabançonne auf französisch in allen Schulen und Kindergärten, können wir doch als fleißige deutschsprachige Sozialversicherungseinzahler einfach mal alle AL-Geld-Bezieher aus den Wallonischen ob-Dörfern vom ADG bezahlen.

    Das entlastet die föderale CAPAC und wäre doch ein Zeichen des Guten Willens „echter Solidarität“ für ganz ob-Land.

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