Regierung hält an Vision für DG-Krankenhäuser fest

Nach dem Rücktritt des Direktors des St. Nikolaus-Hospitals in Eupen hat Ecolo bei Gesundheitsminister Antonios Antoniadis nachgehakt. Am Mittwoch debattierte der PDG-Ausschuss über die Zukunft der Krankenhäuser.

St. Nikolaus Hospital in Eupen - Notaufnahme

St. Nikolaus Hospital in Eupen (Bild: Thierry Roge/Belga)

Wie sieht es mit der Zukunft des Krankenhauses in Eupen und mit der Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus in St. Vith aus? Und wann können die geplanten Reformen, die seit der Antares-Studie vorgesehen sind, endlich umgesetzt werden?

Diese Fragen richtete Freddy Mockel von der Ecolo-Fraktion an den Gesundheitsminister der DG, Antonios Antoniadis. Auch wollte Mockel wissen, ob ein Zusammenhang zwischen der Kündigung des Direktors und der Evaluation der Antares-Studie bestehe. „Das kann ich nicht bestätigen, das war eine persönliche Entscheidung“, sagt Gesundheitsminister Antonios Antoniadis.

„Über das, was ohnehin schon kommuniziert wurde in der Öffentlichkeit, sollte man nicht sprechen. Man sollte keinen Raum für Spekulationen schaffen. Denn die Krankenhäuser haben gewisse Aufgaben, die sie erledigen müssen. Sie sind zum Teil auf einem guten Weg. Aber sie haben noch einiges mehr zu erreichen in den nächsten Monaten und Jahren.“

Zudem habe die Regierung eine klare Vision für die Zukunft beider Krankenhäuser der DG und deren Zusammenarbeit. Jedoch spiele die Regierung hierbei lediglich eine unterstützende Rolle. Die Entscheidungen, die letzten Endes getroffen würden, lägen jedoch bei den Krankenhäusern selbst. Die Regierung könne nur unterstützen, aber keine verpflichtenden Maßnahmen ergreifen.

Die Kündigung des Direktors müsse man in diesem Kontext als reine Personalentscheidung betrachten. Einen günstigen Zeitpunkt für einen Personalwechsel gebe es wahrscheinlich nie, so Antoniadis. Er sei aber der festen Überzeugung, dass der Verwaltungsrat des St. Nikolaus-Hospitals in Eupen sich seiner Verantwortung bewusst sei und zeitnah eine Lösung finde werde.

Patricia Creutz von der CSP-Fraktion war im Übrigen sehr empört über die Fragestellung seitens der Ecolo-Fraktion und bezeichnete sie als deontologisch nicht korrekt. „Ich finde es nicht in Ordnung, dass Ecolo den Eindruck erweckt, nicht in Verantwortung zu stehen in den Trägergemeinden.“

„Hier wird immer der Eindruck erweckt – Scheinheiligkeit nenne ich das auch zum Teil – dass man nichts damit zu tun hätte. Und das ist nicht der Fall. Ecolo ist sehr wohl Teil des Verwaltungsrats. Und somit finde ich, soll man da die Arbeit machen lassen und nicht permanent die Medien nutzen zur öffentlichen Selbstdarstellung. Das bringt sehr viel Unruhe.“

js/km

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