Studie zu Reaktorsicherheit Tihange 2 als nicht repräsentativ bewertet

Die Risikostudie der Uni Wien, auf die die Städteregion Aachen unter anderem ihre Klage gegen das Atomkraftwerk von Tihange stützt, ist nicht repräsentativ. Das schreibt die ostbelgische Föderalabgeordnete Kattrin Jadin am Mittwoch in einer Pressmitteilung.

Kernkraftwerk Tihange

Sie beruft sich dabei auf Ergebnisse der belgischen, deutschen und niederländischen Atomaufsichtsbehörden. Ende vergangenen Jahres belegte die von der Städteregion Aachen in Auftrag gegebene Risiko-Studie, dass im Falle einer Reaktorkatastrophe von Tihange ganz Nordrhein-Westfalen hiervon betroffen sein könnte. Daraufhin konfrontierte Kattrin Jadin zuständigen Minister für Nuklearsicherheit, Jan Jambon mit der Studie, der diese prüfen ließ.

Aus der Antwort verschiedener Atomaufsichtsbehörden geht nun hervor, dass die Studie keine neuen Elemente oder Argumente beinhaltet. Jegliche Atomkatastrophe würde erhebliche Schäden für die umliegenden Regionen bedeuten.

Das Studienergebnis ist demnach logisch und gilt für jedes Atomkraftwerk im Falle eines Unglücks. Es sagt laut Behörden nichts über die Sicherheit der Reaktoren in Tihange aus.

mitt/ake - Bild: Eric Lalmand/BELGA

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Ein Kommentar
  1. Georg Leisten

    Die Studie hatte auch gar nicht zum Ziel eine Aussage über die Sicherheit von Tihange 2 zu treffen. Diese Studie sollte für das anstehende Gerichtsverfahren die potentielle Betroffenheit der Region nachweisen, denn sie ist für die Klage notwendig. Schlimm genug, dass ein Gericht eine solche Studie erwartet, wenn dies „logisch und … für jedes Atomkraftwerk im Falle eines Unglücks“ gilt.
    Weshalb wird die Studie hier diskreditiert?

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