Hass im Netz: „Das Thema geht jeden etwas an“

No Hate Speech - gegen Hassreden im Netz. Zu diesem Thema hat GrenzGeschichte DG am Samstag im Triangel in St. Vith gemeinsam mit dem Medienzentrum und anderen Partnern einen Bildungstag organisiert.

Wie geht man mit Beleidigungen, Hetze und Diskriminierungen im Netz um? Welche Werkzeuge gibt es gegen Hassreden? Die Phänomene im digitalen Raum sind vielfältig und breiten sich aus. „No Hate Speech – gegen Hassreden im Netz“ – das Thema stand am Samstag im Triangel in St. Vith im Mittelpunkt eines Bildungstages.

Vielleicht fiel der Tag den zahlreichen anderen Veranstaltungen am Samstag zum Opfer. Fakt ist: Die Zuschauerresonanz fiel äußerst bescheiden aus. Nur eine Handvoll Teilnehmer setzten sich mit der Thematik auseinander. Am Abend kamen zur Podiumsdiskussion noch einige hinzu.

„Ich kann mir vorstellen, dass viele das Thema noch nicht wirklich als relevant für sich selber entdeckt haben“, sagt Nina Reip, Forschungsbeauftragte bei GrenzGeschichteDG, über die mangelnde Resonanz.

„Hass im Netz – was geht mich das an? So könnte ich mir vorstellen, dass die Leute denken. Und ich würde darauf antworten: Es geht jeden etwas an, weil wir uns tagtäglich, fast stündlich, im Netz und sozialen Medien bewegen. Und es ist nicht mehr nur ein Jugendthema. Inzwischen geht es alle in der Gesellschaft an.“

Verschwörungstheorien

Angeboten wurden Workshops über Hetze im Netz, Mobbing, taktvolles Texten im Hip-Hop – und die Gefahren von Verschwörungstheorien. „Verschwörungstheorien nehmen zu. Und sie werden ernster genommen“, erklärte der Referent des Workshops, der Politikwissenschaftler und NRW-Flüchtlingsberater Michael Koch.

„Das Internet ist dafür auf der einen Seite ein Verstärker – und gleichzeitig ein integraler Bestandteil. Viele Verschwörungstheorien gibt es im Augenblick nur, oder auch nur in dieser Menge, weil sie im Internet unterwegs sind und weil sie auch wahrscheinlich für das Internet gemacht sind.“

cd/km - Bild: BRF

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Ein Kommentar
  1. Damien Francois

    Interessant, daß Hass gleich mit… Verschwörungstheorien korreliert. Gut, dann verschwöre ich noch ein bißchen mit Winston Churchill: „Weltregierung. Die Vereinigung Europas ist der unverzichtbare erste Schritt zur Verwirklichung dieses Zieles“; oder Jean-François Bayart: Le gouvernement du monde. Une critique politique de la globalisation (2007, Paris). Wieso müssen Kritiker des Wahnsinns (EU, NATO, IWF, Merkel, usw.) gleich als Verschwörungstheoretiker gelten? Weil Churchill Freimaurer war? Vermutlich… Der Mainstream hat gerade das größte Eigentor der Geschichte einkassiert, und es macht weiter. Und weiter. Und weiter. Und… Wie in der DURACELL-Werbung, der kleine Hase. Ihr seid ’ne lustige Bande!

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